So richtig im eFood-Fieber ist Deutschland noch nicht. Trotz der Testläufe von Rewe-Online, Tengelmann mit Bringmeister und umtriebigen Pure Playern wie Supermarkt.de oder Allyouneed. Die Akzeptanz in der Schweiz und in Großbritannien ist da deutlich höher. Was also kann der deutsche Handel von den  Erfahrungen im Ausland lernen? Beispielsweise von Tesco, bevor sie hier den Markt aufmischen. Das wird ein Thema sein, wenn sich die E-Commerce-Branche am 19. und 20.11 in Berlin zum 4. Europäischer Online-Handelskongress - etailment Summit 2012 trifft. Denn andernorts macht eFood längst Sinn.

Klar, Deutschland hat zuviel Einzelhandelsfläche, auch im Lebensmittelhandel, so dass allein schon die Ubiquität des Angebots die Entwicklung online hemmt. Deutschland ist auch in Sachen Discount einer der europäischen Spitzenreiter. Der Preiskampf erschwert jede halbwegs sinnvolle Kalkulation für den Online-Lebensmittehandel.

Und trotzdem gehen die Blicke beispielsweise neidisch in die Schweiz. Mit einem Sechs-Monats-Umsatz von rund 64 Millionen Euro ist LeShop.ch der größter E-Food-Anbieter der deutschsprachigen Länder. Das macht deutsche Händler ebenso neidisch, wie die Zahlen von Coop@home. 2011: 72 Mio. Euro.

Neidisch macht auch der hohe Durchschnitts-Warenkorb. Rund 200 Euro sind es bei Coop@home.

Die Schweizer setzen auf eigene Lieferflotten, flexible Lieferfenster, spezielle Online-Lager, weil das effektiver ist, als das Picking im Markt und bieten eine gute Usability im Web-Store. Die Erfahrungen in der Schweiz zeigen aber auch: eFood braucht einen langen Atem, und dem Kunden muss Service schmackhafter gemacht werden, als der Preis.

Es sind also viele kleine Schritte nötig. Welches die nächsten sein sollten, darüber klärt der 4. Europäischer Online-Handelskongress - etailment Summit 2012 auf. 

eFood ist dabei nur eines von vielen Trend-Themen. Mehr zum Programm und den Referenten demnächst.