expert steigerte ihren Umsatz im vergangen Jahr trotz des rapiden Preisverfalls in der UE-Branche um neun Prozent. Die Fachhandelskooperation will weiter expandieren.

Die Elektrohändler- Verbundgruppe expert AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von neun Prozent erzielt und will 2009/10 (Stichtag: 31. März) um rund 16 neue Geschäfte mit gut 19.000 Quadratmetern Verkaufsfläche wachsen.

"Trotz eines wirtschaftlich schwierigen Umfelds konnten wir diesen Erfolg erzielen, weil die Verbraucher zunehmend auf Qualität und kompetente Beratung achten", sagte expert-Vorstandchef Volker Müller am Donnerstag in Hannover. Auch das laufende Jahr habe gut begonnen, man rechne im ersten Quartal mit einem positiven Ergebnis. Das Gesamtjahr sei jedoch schwer abzuschätzen.

Rund drei Milliarden Euro Umsatz in 410 Fachgeschäften

Im vergangenen Geschäftsjahr setzten die 241 Gesellschafter mit mehr als 410 Fachgeschäften 3,06 Milliarden Euro um. Zum Ergebnis machte Müller keine Angaben. Die Händler hätten aber weiter gegen den anhaltenden Preisverfall in vielen Bereichen zu kämpfen.

Zu den meistgefragten Produkten hätten auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder die Flachbildfernseher gehört - mit einem Absatzplus von 18 Prozent. Bei Digitalkameras mache sich starker Preisverfall bemerkbar: Bei einem Anstieg der verkauften Stückzahlen um 16 Prozent nahm der Umsatz nur um 4 Prozent zu.

Bei Navigations- inklusive HiFi-Geräten verbuchten die Händler sogar einen Rückgang von 7 Prozent, obwohl 27 Prozent mehr Navis verkauft wurden. Gute Geschäfte machte die expert-Gruppe mit Notebooks, und auch Haushaltsgeräte liefen gut.

Fachmarktkonzept als Wachstumsträger der Zukunft

Die Fachhandelskooperation sieht die Zukunft vor allem in den großen Elektromärkten mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern. In diesem Bereich konkurriert expert mit seinen 174 Fachmärkten vor allem mit den Metro-Elektroketten Media Markt und Saturn.

Zur expert-Gruppe gehören jedoch auch kleinere Fachgeschäfte. Bundesweit beschäftigt die Gruppe mehr als 6.000 Mitarbeiter.