Einer von vielen: Facebook-Shop von Baur
Einer von vielen: Facebook-Shop von Baur

Etliche Top-Marken betreiben bereits Shops bei Facebook. F-Commerce gilt als hoffnungsfroher Markt mit satten Aussichten. Nur die Nutzer  finden das offenbar nicht.  

Lediglich 2 Prozent der Facebook-Nutzer haben bislang via Facebook etwas eingekauft. Nur 15 Prozent äußern überhaupt Interesse am F-Commerce. Der Rest zeigt dem Shopping bei Facebook die kalte Schulter. Zu diesem Ergebnis kommt die  W3B-Studie von Fittkau & Maaß

88 Prozent zieht den Online-Kauf im klassischen Webshop einem Einkauf via Facebook ganz klar vor. Da helfen offenbar auch nicht kluge Strategien. Über drei Viertel der Facebook-Nutzer sagen aus, dass sie im Netzwerk eben ausschließlich plaudern möchten. Die Verwandlung ihres »digitalen Wohnzimmers« Facebook ist offensichtlich nicht in ihrem Sinne.

"Die W3B-Studienergebnisse zeigen somit deutlich, dass Facebook-Commerce kein »Selbstgänger« sein wird. Wer die Potentiale des neuen Vertriebskanals nutzen möchte und die Social Networker für F-Commerce begeistern will, hat Überzeugungsarbeit zu leisten. Zielgruppenorientierte und überzeugende Angebote sind gefragt. Dafür sollten angehende »Facebook-Verkäufer« die Einstellungen und Anforderungen potentiellen Käufer genau kennen", kommentieren die Studienautoren des Marktforschungs- und Beratungsunternehmen das Ergebnis.

Allerdings würden Nutzer durchaus auch  Vorteile des F-Commerce schätzen, so die Option Angebote mit Freunden teilen zu können, was sie aber meiner Beobachtung nach zunehmend auch bei Pinterest tun. Laut Studie würden zudem einige Nutzergruppen in Facebook-Shops vor allem Exklusiv-Angebote und Fan-Artikel erwarten. Andere seien vornehmlich an Preisvorteilen interessiert. 

Der W3B-Report »Shopping via Facebook: Akzeptanz und Anforderungen der Nutzer« liefert weitere Auswertungen.