Als Facebook versuchte, mit Facebook Deals Schnäppchenjäger und Händler zu ködern, stieß das auf nicht allzuviel Gegenliebe.  Der Service kam nicht in die Gänge. Mit Facebook Offers kommt das Discount-Prinzip jetzt zurück. Mit dem Daily-Deal-Service können lokale Geschäfte über ihr Facebook-Konto Kunden Sonderangebote zukommen lassen.  Vorerst testet Facebook die Offers nur in einigen Testmärkten. Der globale Launch soll aber bald folgen.

Gutscheine und  Rabatt-Coupons sollen dabei im Newsfeed des Nutzers aufploppen. Die Angebote werden nach einem Klick auf das Angebot  an die erste E-Mail-Adresse, die mit dem Facebook-Konto verknüpft ist, zugestellt. Die  E-Mail wird dann im Laden vorgezeigt, um den Rabatt einzulösen.  

Ein Facebook-Angebot zu erstellen ist kostenlos - macht aber ohne begleitende Werbemaßnahmen in Netzwerk nur wenig Sinn. Der Dienst steht denn bislang wohl auch  nur großen Werbepartnern von Facebook zur Verfügung, die nach dem Willen des Netzwerkes dem Nutzer hochwertige Angebote machen sollen. Rabatte sollten demnach mindestens 20 % des regulären Preises ausmachen. Der Erstellung der Offers (Beschreibung als pdf in englisch)  ist kinderleicht, wenn man der eingedeutschten Erklärung folgt. Letzeres lässt zudem auf einen raschen Start in Deutschland schließen. 

Wie ernst es Facebook offensichtlich mit dem neuerlichen Versuch ist, das zeigt auch die Übernahme des Coupon-Anbieters Tagtile. Das Unternehmen entwickelt für stationäre Geschäfte Lösungen zur Kundenbindung und könnte Facebooks eigenem Daily-Deal-Service Offers zugute kommen. Bei Tagtile können sich Kunden über eine Registrierbox direkt im Laden mit ihrem Smartphone bei stationären Händlern anmelden. Anschließend bekommen sie Coupons und Sonderangebote auf ihr Gerät geschickt.