Fair Queen: Virtuelle Anprobe grüner Business-Mode
Fair Queen: Virtuelle Anprobe grüner Business-Mode

Allerlei technischen Schnickschnack bietet seit jeher der Onlineshop von Fair Queen. Das Angebot steht für nachhaltige Alternativen bei Geschäftsbekleidung für Frauen. Zu klassischen Ladenöffnungszeiten ist ein Chat aktiv.

Die Produkte können vergrößert und in einer Slideshow betrachtet werden und künftig soll die Kundin diese auch am Computer anprobieren können. Das klingt nach Augmented Reality - oder zumindest einem ersten Schritt in diese Richtung.

Wie das funktioniert? Die Kundin klickt auf einen Größenberater, der die Körpermaße über die Laptop-Webcam vermisst und in einem persönlichen Profil speichert. Fair Queen brüstet sich damit, als erster Onlineshop einen Großteil des Sortiments zu vermessen, so dass die Shopbesucher die  Teile mit den eigenen Maßen abgleichen können. Wenn das funktioniert, ist eine geringere Rücksendequote das wertvolle Resultat. Hier kommt eine Technologie zum Einsatz, die sich "Upcload" nennt. Der Anbieter verspricht, dass Onlineshops 30 Prozent weniger Retouren verzeichnen, wenn sie die Webcam-Methode in ihren virtuellen Laden einpflanzen.

Otto: Click'n'Style
Otto: Click'n'Style

Der Versender Otto hat sich schon seit längerem der Forschung in dem Trendthema Augmented Reality verschrieben und experimentiert mit einer Facebook-App, mit der Kunden über ihre Webcam die Klamotten interaktiv anprobieren und dann auch mit den Online-Freunden teilen können. Die App wurde von der aufstrebenden Hamburger Agentur Elbkind entwickelt.

Unter Augmented Reality versteht der Fachmann neben der reinen virtuellen Produktpräsentation eine erweiterte, erlebbare Realität mit zusätzlichen Informationen. "Handel im Dialog", titelt die Fachzeitschrift "Lead Digital" (10/2012, S. 40f.). Das charakteristische Merkmal von Augmented Reality ist laut dem Fachbeitrag des Otto-Strategen Ralf Klein-Bölting Erlebbarkeit in Echtzeit.

Spannend wird das Thema, wenn es auch auf's Handy wandert und eben zum kommunikativen Austausch führt. Ein mobiles "Wie steht's mir?" Onlineshopping als soziales Erlebnis ist also das Ziel und gleich, ob man online eigene Outfits individualisieren, verändern oder wie bei Fair Queen anprobieren kann - zahlreiche Unternehmen sehen Social Shopping und Augmented Reality als Zukunftsfelder.

Der grüne Modeshop Fair Queen mit Gründerin Sandra Hoffer von Ankershoffen ist übrigens aktuell noch in der Rechtsform einer "UG" unterwegs - ein Startup also mit haftungsbeschränkter Kapitalgesellschaft auf dem Weg zu einer GmbH. Was die Großen wie Otto können, können die kleinen Grünen also schon lange...