first-e hatte sich als die erste paneuropäische Online-Bank bezeichnet. Nun steht der Online-Ableger des französischen Finanzkonzerns Banque d'Escompte vor dem Aus.

Der französische Finanzkonzern Banque d'Escompte schließt seine Online-Filiale first-e in Deutschland und Großbritannien. first-e-Kunden haben ab sofort die Möglichkeit, ihre Vermögenswerte von der DAB bank AG, München, verwalten zu lassen. In Großbritannien springt die DAB-Tochter Self Trade ein.

Auf der Website des Unternehmens wird darauf hingewiesen, dass first-e-Konten ab dem 2. Oktober nicht mehr über das Internet zu verwalten und einzusehen sind. Ab diesem Zeitpunkt werden alle verbleibenden Einlagen im Namen des Kontoinhabers unter veränderten Konditionen bei der Banque d'Escompte in Paris geführt. Wer sich also nicht rechtzeitig für die DAB entscheidet, wird automatisch Kunde des französischen Mutterhauses.

DAB-Vorstand Matthias Körner hat bereits ein Willkommens-Paket geschnürt: Kosten bis zu 150 DM für Wertpapierüberträge werden von der DAB übernommen. Wer mindestens 5.000 Euro auf sein neues DAB-Depotkonto überweist, erhält zudem 3 DAB-Aktien gratis.

Wie es auf der Website von first-e heißt, habe eine "Analyse der strategischen Geschäftsausrichtung" zur Geschäftsaufgabe geführt. first-e hatte sich als die erste paneuropäische Online-Bank bezeichnet. Die Plattform war im Frühjahr 2000 ans Netz gegangen. (ST)


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