Von PR verstehen sie etwas, die Macher der Dating-Plattform BetterDate. Schlagzeilentauglich ordnet sich  das Portal als "Sex and the city meets Zalando" ein.  

Doch die Mechanik mit der sich BetterDate in der Datingbranche absetzen will, klingt ein wenig halbseiden: Frauen shoppen Männer.

Die Frauen können die Männer ihrer Wahl als Produkt in den Warenkorb legen, woraufhin es den Männern erst möglich gemacht wird mit den Damen in Kontakt zu treten. Männer registrieren sich als “Produkte” oder gar kostenpflichtig als "Luxusgut", um besser und schneller auf eine "Einkaufsliste" der Frauen zu kommen. 

Das Dating-Portal von den Machern der Rocket-Internet-Partnervermittlung eDarling setzt bewusst auf die Provokation: "Zugegeben, ein bisschen unverschämt ist es, die Herren der Schöpfung als Ware zu behandeln. Aber Jungs, seht es als Chance: wenn ihr euch statt Feinripp-Felix als Luxus-Lukas darstellen könnt, dann werden sich die Frauen regelrecht auf euch stürzen", heißt es auf der Website. 

Kontaktiert werden können die Männer erst, wenn sie von den Frauen in den Einkaufskorb gelegt wurden.  Das soll den Damen die völlige Kontrolle über den gesamten Dating-Prozess verschaffen. 

Männer indes, die sich immerhin die Steckbriefe der Frauen ansehen können, werden so zum Produkt degradiert und im TV-Spot zu Schaufensterpuppen. 

Man stelle sich einmal die umgekehrte Mechanik vor: Männer würden in einem Dating-Portal Frauen "shoppen". Die Vergleiche wären schnell bei der Hand.

Immerhin: Die Mechanik und PR-Positionierung ist clever. Sie macht schnell klar, dass Frauen beim Datingprozess (Achtung schlechter Wortwitz) Herr im digitalen Haus sind.