Ganz klar, mit der Einführung der PLA (Product Listing Ads) in der Shopping-Suche von Google, werden jene zu den Verlierern gehören, die ihr Geld weiter zusammenhalten wollen. "Sie werden den kompletten kostenlosen Traffic verlieren", warnt Dominik Wojcik, Geschäftsführer bei  TA Trust Agents Internet  und ehemaliger SEO von Zalando und guenstiger.de auf Seo-Day.de.

Doch gerade für Shop-Betreiber, die bisher keine Product Listings Ads geschaltet haben, bringt die Umstellung einige Herausfoderungen mit. Marcel Pirlich, Bid Management-Experte und Geschäftsführer der Bidmanagement GmbH (www.adspert.de) hat sieben Tipps zusammengestellt, um PLA-Kampagnen zum Erfolg zu führen und Angebote weiterhin ganz oben in den Suchergebnissen zu präsentieren.

Die meist rechts oben auf den Ergebnisseiten angezeigten Product Listing Ads unterscheiden sich nicht nur optisch von klassischen AdWords-Anzeigen. Auch die Aussteuerung passiert nicht mehr nach festgelegten Keywords wie bei den bekannten AdWords-Textanzeigen, sondern wird auf Grundlage eines im so genannten Merchant Centers hinterlegten Datenfeeds bestimmt. Dafür muss das AdWords-Konto mit dem Merchant Center verknüpft werden. Neben vielfältigen formalen und inhaltlichen Anforderungen, die erfüllt werden müssen, spielt wie auch bei den klassischen AdWords-Textanzeigen das Gebot eine große Rolle bei der Platzierung der Anzeige. Wer also das höchste Gebot zahlt, wird auch hoch platziert.

1. Früh loslegen

Da die Anzahl der Online-Shops, die auf Product Listing Ads zurückgreifen, noch nicht so hoch ist, sind auch die Klickpreise noch geringer. Wer Anzeigen mit Produktinformationen schalten will, sollte zeitnah alle Vorkehrungen treffen. Neben dem Google AdWords-Konto bedarf es auch eines Merchant-Center-Kontos: Hier können die Produkte, die als Produkt-Anzeige erscheinen sollen, einfach hochgeladen, verwaltet und mit Google AdWords verknüpft werden.

2.Strukturierter Datenfeed

Screenshot Product Listing Ads, Quelle: Adspert 

Product Listing Ads werden stets mit Produktbild, -preis sowie konkreter Produktbezeichnung angezeigt. Der Datenfeed muss vollständig sein, damit Google diesen für die PLAs nutzen kann. Dabei ist darauf zu achten, dass dieser regelmäßig gepflegt und auch aktualisiert wird. Sind beispielsweise Produkte veraltet, die Landing Page nicht mehr erreichbar oder der Datenfeed nicht regelmäßig gepflegt, werden die Anzeigen von Google nicht mehr berücksichtigt und somit nicht ausgeliefert.

3. Produkte einzeln bewerben

Es gibt verschiedene Varianten für die Aussteuerung der PLA. Klassisch werden die PLA mit dem sogenannten Autotargeting "all products" aufgenommen, was allerdings dazu führt, dass die Optimierungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt sind. Deshalb sollten die Kampagnen und Anzeigen nach "brand" oder "product type" ausgesteuert werden. So können Gebote spezifisch gesetzt und die Optimierungsmöglichkeiten optimal gesteuert werden, um jeden Cent gewinnbringend einzusetzen. Also: Nicht zu viele Produkte in einer AdGroup bündeln.

 4. Positive Bewertungen für mehr Conversions

Nicht nur im Interesse der Wiederkaufsrate sollten E-Commerce-Unternehmen stets für ein angenehmes Shopping-Erlebnis sorgen. Positive Shop-Bewertungen führen zu einer erhöhten Conversion Rate - aber Achtung: Das Feedback muss von echten Kunden stammen.  

5. Gute Produktbilder

Google empfiehlt Produktbilder in einer hohen Auflösung und Qualität für die Product Listing Ads zu nutzen. Ein gutes Aussehen der Anzeigenbilder sollte auf allen Geräten sicher gestellt werden. Gute Produktbilder optimieren die Click Rate.

6. In der Kürze liegt die Würze

Da der Werbetext von Product Listing Ads wie auch bei den klassischen AdWords-Textanzeigen nur wenige Zeichen umfassen darf, gilt es frühzeitig zu testen, welcher Text am besten funktioniert. Da der Werbetext nicht für jedes Produkt individuell angelegt wird, sollte dieser allgemein gehalten werden (Beispiel: Jetzt mit kostenlosem Versand).

7. Tools für die automatisierte Optimierung nutzen

Auch für die Optimierung von Product Listing Ads gibt es Tools, die automatisch neue Kampagnen auf Artikel-Ebene, Anzeigengruppen sowie Produktanzeigen anlegen. Das erspart Shop-Betreibern viel Zeit und erhöht gleichzeitig die Anzeigenwahrscheinlichkeit. Wie auch bei den Google AdWords-Anzeigen lohnt sich zusätzlich die Nutzung eines vollautomatischen Bid Management Tools, um die Gebote der PLAs zu optimieren und die Performance signifikant zu steigern.

Übrigens: Noch bis zum 12. April bietet Google Händlern die Möglichkeit, sich einen 75 Euro Gutschein zu sichern.

Über den Autor:

CEO Marcel Pirlich ist seit mehr als zehn Jahren in der Online- und Mobile-Branche tätig und hat in verschiedenen Positionen Innovations- und Business Development-Projekte umgesetzt. Vor der Gründung der Bidmanagement GmbH 2010 hat er als selbständiger Berater für Strategie, Monetarisierung und Marketing Unternehmen zu den Medien Online & Mobile beraten.