Dass Deals.com auf die Zukunft des digitalen Couponing schwört, verwundert nicht. Die Macher des Gutscheinportals, das zum amerikanischen Anbieter Retailmenot gehört, leben schließlich von der Vermarktung von Gutscheincodes, Angeboten und Rabatten. Aber sie haben auch belegbare Argumente für ihren Optimismus, wie die nunmehr dritte Ausgabe der "Gutscheinstudie" zeigt, die gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos durchgeführt wurde. Danach haben 39 Prozent der Internetnutzer auch Gutscheincode-Websites genutzt, weitere 55 Prozent können sich vorstellen, das zu tun. Das Potenzial ist also vorhanden.

Die Websites werden auch intensiver genutzt. 29 Prozent der Surfer, die die Websites kennen, besuchen sie häufiger als fünfmal pro Jahr - im Vorjahr gaben dies lediglich 22 Prozent an. Die kräftigsten Zuwächse sind in den Bereichen Mode, Schuhe & Mode-Accessoires sowie Elektronik & Unterhaltungselektronik zu verzeichnen.



Gutscheine, die sowohl im Internet als auch im stationären Geschäft eingelöst werden können, werden vorzugsweise online eingesetzt. Lediglich 3 Prozent der Internetnutzer geben an, prinzipiell keine Gutscheine zu verwenden.



Beliebteste Angebotsvariante ist ein Preisnachlass in Euro, weniger gefragt ist der Preisnachlass in Prozent (das lästige Kopfrechnen!). Der kostenlose Versand, der im Internet ohnehin schon verbreitet ist, spielt keine so große Rolle.



Die Studie bestätigt, dass sich für Händler die Kooperation mit Gutscheincode-Websites vor allem lohnt, wenn sie Neukunden gewinnen wollen. 47 Prozent der Befragten, die Gutscheine nutzen, würde aufgrund eines Gutscheins in einem neuen Shop oder von einer neuen Marke kaufen. 15 Prozent würden einen Kauf sogar abbrechen, wenn sie keinen Gutschein dafür finden. Die Nutzer der entsprechenden Websites packen ihre Warenkörbe häufig auch voller, um den Mindestbestellwert für einen Gutschein zu erreichen (46 Prozent).  

Für die Studie wurden über das "Interactive Panel" von Ipsos von Februar bis April 2014 insgesamt 1002 deutschsprachige Internetnutzer befragt, die repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Region sind.