Besser spät als nie: Mit knapp zwei Monaten Verspätung soll das iPad am 28. Mai endlich in den Regalen der deutschen Händler liegen - und kostet ab 499 Euro aufwärts. 

Bei der Vorstellung von Apples iPad Ende Januar in San Francisco hatte Steve Jobs noch versprochen, dass der Tablet-Computer Anfang April in den Läden verfügbar sein würde – und zwar ausdrücklich weltweit. Kurz darauf ruderte der Apple-Chef allerdings zurück: Dieser Termin könne nur für die USA gehalten werden. Die anderen Länder sollten Ende April folgen.

Doch auch daraus wurde nichts. Erst am 28. Mai soll das iPad, dem so mancher eine große Karriere als Onlineshopping-Star prognostiziert, nun in Deutschland auf den Markt kommen. Bis zu 814 Euro soll es dann kosten. Das günstigste iPad ist nach Angaben von Apple für 499 Euro zu haben.
 
Als Grund für die Verzögerung nennt das Computerunternehmen eine "überraschend starke Nachfrage" in den USA – mehr als 500.000 iPads seien in der ersten Woche verkauft worden. Nach einem Monat wurde Anfang Mai Unternehmensangaben zufolge das einmillionste iPad verkauft.

Insgesamt soll es dann in neun Ländern, darunter auch in Großbritannien und der Schweiz, in die Verkaufsregale kommen, teilte Apple am Freitag mit. Ab 10. Mai kann das Gerät online bestellt werden. In Österreich ist der Verkaufsstart für Juli geplant.

Springer-Chef ist aus dem Häuschen

Das Computerleichtgewicht, das gerade einmal 680 Gramm wiegt, wird in Deutschland schon sehnsüchtig erwartet – auch und vor allem von der Medienbranche: "Jeder Verleger der Welt sollte sich einmal am Tag hinsetzen, um zu beten und Steve Jobs dafür zu danken, dass er die Verlagsbranche rettet", sagte Springer-Verlag-Chef Mathias Döpfner in einem Fernsehinterview.
 
Diese enthusiastische Begrüßung verwundert nicht: Aus Verlegersicht soll das von Apple bereits etablierte einfache Bezahlmodell für Inhalte die Rettung der Branche werden. Die Publikumsmedien leiden massiv unter dem Verlust von zahlenden Lesern und Anzeigenkunden.