Mato Peric, CEO E-Commerce bei Rocket Internet, soll für ProSiebenSat.1 den neuen Inkubator aufbauen

Der gefährlichste  Gegner für den Handel - er kommt vermutlich aus der Medienwelt. Verlage und Sender rüsten im E-Commerce auf. So päppeln sie Kunden für das Werbegeschäft heran und schaffen sich zudem ein weitere Erlösquelle.

ProSiebenSat.1, via SevenVentures bereits mit Media-Share-Deals dick im Geschäft, und mit dem Förderprogramm ProSiebenSat.1 Accelerator auf der Suche nach unverbrauchten Start-ups, will nun mit einem eigenen Inkubator nachlegen und holt sich dafür mit Mato Peric einen Top-Manager von Rocket Internet.

Wie Deutsche Startups berichtet, soll der E-Commerce-Experte und Ex-Rocket Internet-Manager Mato Peric das Projekt führen. Der ehemalige McKinsey-Manager Peric war als CEO E-Commerce für das globale E-Commerce-Portfolio von Rocket verantwortlich, baute Jabong in Indien und Zalora in Asien mit auf. Drei bis fünf neue Start-ups sollen mit Millionenunterstützung pro Jahr in dem noch namenlosen Inkubator auf die Bahn gebracht werden.

ProSiebenSat.1 lässt damit nichts unversucht, im digitalen Umfeld noch intensiver mitzumischen. Gerade erst hat sich  Seven Ventures an den Fashion-Plattformen Stylight und Outstore beteiligt. etailment berichtete. Bei Outstore erwarb Seven Venture im Rahmen eines reinen Media-Share-Deals knapp 20% der Anteile. Bei Stylight hält Seven Venture 22% der Stylight-Anteile. Das Portfolio enthält ohnehin einige illustre Namen der E-Commerce-Szene wie Zalando und Tirendo.

Ähnlich bunt ist Holtzbrinck unterwegs. Das Medienhaus hat sich zwar mit StudiVZ eine blutige Nase geholt, investiert aber munter in nahezu jede  Branche und besonders gerne auch in Rocket-Internet-Unternehmungen. Das Portfolio liest sich beinahe wie ein Who-is-Who der heißesten Start-ups im Web. 

Ähnlich offen ist das ProSiebenSat.1 Accelerator-Programm ausgerichtet. Dort konzentriert man sich nicht allein auf E-Commerce, sondern will auch im Bereich Digital Entertainment, Online Games, Online Video, Online Music, Mobile Apps, Social Discovery, TV/Screen Technology und Advertising Technology Anschubhilfe leisten.

Springer wiederum hat sich gerade an der internationalen Start-up-Konferenz hy! Berlin beteiligt. Eine kleine Spielwiese angesichts mächtiger Portale wie idealo, KaufDa, autohaus24.de, buecher.de und ladenzeile.de im Portfolio. Und da ist ja auch noch der Bildshop.

Burda geht ja bereits mit offenem Visier Richtung Online-Handel.