Es gibt immer noch Marken, die ihre Ware online nicht vertreiben. Ein Nachzügler in Sachen Internetgeschäft ist das Label Joop. Unter shop.joop.com wird ab sofort ein Produktsortiment der Linien "JOOP! Collection" und "JOOP! Casual" angeboten - dazu gibt es Taschen und Schuhe.

Das Modelabel will seinen Onlinestore "zum digitalen Flagship-Store ausbauen und schrittweise das komplette Sortiment von Joop anbieten.

Der Online-Shop wird zunächst für Deutschland, Österreich und die Schweiz gelauncht und ist auch für die Ansicht auf Tablets optimiert. Joop folgt damit Labels wie Hugo Boss, die zwar schon seit 2008 im Internet verkaufen - damit aber schon relativ spät waren. Zahlreiche Hochpreis-Labels zieren sich, ihre Ware im Internet anzubieten, weil ihr Konzept auf Exklusivität basiert und bei Luxuslabels sogar mit der Verknappung von Kollektionsteilen funktioniert. Dieses mit dem Online-Handel in einen Einklang zu bringen, ist manchenthalben ein schwieriger strategischer Schwenk.

Joop: Onlineshop gelauncht
Joop: Onlineshop gelauncht
Joop: Onlineshop gelauncht

Der neue Onlineshop setzt auf große Bilder und wurde von der Agentur Sinner-Schrader konzeptioniert und programmiert, die für die Holy Fashion Group gleichzeitig auch die Onlineshops für Strellson und Windsor umgesetzt hat. Erst jüngst zeigte sich das Luxuslabel Gucci experimentierfreudig, als es ein Projekt mit der Bildercommunity Pinterest bekanntgab.

Das Beispiel Joop zeigt allerdings auch: Es gibt noch zahlreiche Marken, die bislang im Internet kein Geschäft machen, sondern lediglich eine Informations-Präsenz besitzen. Es ist reichlich spät, wenn man 2012 damit beginnt, im E-Commerce erste Erfahrungen zu sammeln.