Die deutschen Kunden reagieren auf die Ereignisse der Kölner Silvesternacht offensichtlich mit einem stärkeren Sicherheitsbedürfniss und einem wachsenden Drang, sich selbst zu bewaffnen. Das spürt auch der Onlinehandel. Immer mehr Menschen decken sich mit im Onlinehandel frei erhältlichen Waffen ein, um sich selbst zu verteidigen.

Pfefferspray, Gaspistole, Elektroschocker, kleiner Waffenschein. Schon bei Google Trends, dort lässt sich anhand der Zahl der Suchanfragen das Interesse der Nutzer an einem Thema ablesen, verzeichnet einen gewaltigen Anstieg der Suchen zu Selbstverteidigungsmitteln. Das Suchvolumen ist somit ein deutliches Barometer für das gestiegene Sicherheitsinteresse und wohl auch für ein gestiegenes Bedrohungsgefühl.


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Nachfrage nach Pfefferspray und Co. steigt nach Kölner Übergriffen - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Nachfrage-nach-Pfefferspray-und-Co-steigt-nach-Koelner-Uebergriffen-id36561422.html
Damit verstärkt sich ein langfristiger Trend. Info Meinhard, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB), schätzt, dass sich schon 2015 der Umsatz mit Pfefferspray, Reizgas oder Schreckschusswaffen im Vergleich zum Vorjahr "mindestens verdoppelt" habe.
Vom gestiegenen Sicherheitsbedürfnis profitiert natürlich auch gerade Amazon. Google registriert beispielsweise eine Steigerung der Suchanfragen nach "amazon pfefferspray" um 180 Prozent.

Damit nicht genug: In der Kategorie Sport & Freizeit, wo sonst Fitness-Armbänder und Co auf den vorderen Plätzen rangieren, sind derzeit die ersten 12 Plätze bis auf eine Ausnahme von diversen Pfeffersprays belegt. 3 der ersten 6 Aufsteiger des Tages in der Kategorie sind Pfeffersprays. Einzelne Produkte haben dabei um bis zu 188 Prozent zugelegt. Anderen Onlinehändlern dürfte es ähnlich gehen, meldet doch der stationäre Handel vielfach: Ausverkauft.


Die Anbieter wissen die Lage zu nutzen. So wirbt Hersteller Umarex auf seiner Fanpage mit dem Hinweis "Wenn eine Armlänge nicht ausreicht" und spielt damit mit dem unglücklichen Vorschlag von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Frauen sollten zu Fremden „eine Armlänge“ Abstand halten.