Schnelligkeit zählt in der Logistik. Service aber womöglich auch. etailment stellt zwei Wege vor, die ein gutes Geschäft mit ungeduldigen oder hilfsbedürftigen Kunden versprechen.

Einfach machen lassen
Die Idee des Vermittlungsdienstes ist simpel. Im Verbund mit einen Netzwerk an Dienstleistern liefert das Start-up zur Bestellung den Monteur dazu. Der baut dann die online bestellte Stereoanlage auf oder installiert den neuen Fernseher. Onlinehändler wie Cyberport und Notebooksbilliger.de haben den Service bereits integriert. Auch bei Amazon kann man "Einfach machen lassen" dazu buchen. Vom Branchenverband bevh wurde gerade das Unternehmen mit dem Innovationspreis „Rising Star“ ausgezeichnet.
"Einfach machen lassen" bei Amazon
"Einfach machen lassen" bei Amazon


Jinn und Co
Der persönliche Einkäufer bei Postmates
Der persönliche Einkäufer bei Postmates
Das Geschäft mit der schnellen Lieferung in Stundenfrist ist nicht einfach. Pocket-Shop in London wollte die Waren innerhalb einer Stunde aus dem Supermarkt an die Haustüre bringen und bediente sich dafür bei den Waren lokaler Händler und Ketten wie Tesco und Sainsbury's. Einige tausend Kunden waren aber zu weniger, um den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Jinn versucht es derzeit auf ein neues in Kensington, Chelsea, Westminster, City, Camdem, Islington, Hackney und Tower Hamlets. Die Bezahlung wird direkt über die App erledigt. Den Einkauf in Läden und Restaurants sowie die Zustellung erledigen wie auch bei Pocket-Shop Personal Shopper. Die, quasi laufend im Stand-by-Modus am gleichen Ort wie der Kunde, werden per App über den Auftrag informiert. 

Die Shopper können, wie beispielsweise bei Postmates in den USA, dann auch bewertet werden. Die Lieferung lässt sich tracken. Unterwegs in San Francisco, Seattle, New York City und Washington hat Postmates inzwischen 22 Millionen Dollar bei Investoren eingesammelt.

Instacart
, unterstützt mit einer Millionenspritze unter anderem von Sequoia Capital, nutzt in San Francisco, New York City, Boston, Philadelphia und Chicago einen ähnlichen Ansatz, um die operativen Kosten des Same Day Delivery zu senken. Vielfach geht es dabei aber nicht so sehr um den Einkauf von Waren, sondern um die schnelle Pizzalieferung.

Bei Spoonrocket zeigt sich das schon im Namen. Der Dienst aus San Francisco hat für sein Konzept der flotten Essenslieferung gerade 10 Millionen Dollar eingesammelt.

Im Kampf um Kunden haben natürlich jene Dienste gute Karten, deren Service direkt auf der Website eines Händlers eingebunden ist. So wie beispielsweise Deliv, das mit Einkaufscentern aber neuerdings auch 1800Flowers kooperiert und die Same-Day-Delivery-Option per Personal Shopper in den Check-out-Prozess integriert. Natürlich kann auch in einem Zeitfenster zugestellt werden.

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