Propheten, die dem M-Commerce Höhenflüge versprechen, erhalten durch eine Studie der Initiative D21  neue Nahrung.  Denn mittlerweile besitzen knapp 24 Prozent der Bevölkerung bereits ein Smartphone und fünf Prozent einen Tablet-Computer. Dieser Trend wird sich fortsetzen, schreibt D21, "denn in den nächsten zwölf Monaten wird sich die Zahl der Tablet-Besitzer voraussichtlich verdoppeln".

Schon jetzt greifen 26,5 Prozent der Bevölkerung von unterwegs auf das Internet zu. Knapp 40 Prozent davon würden deutlich häufiger mobil online gehen, wenn die Übertragungsgeschwindigkeiten höher wären. 43,4 Prozent der Befragten können sich sogar vorstellen, das Internet ausschließlich über einen mobilen Zugang zu nutzen. Diese Nutzer würden dann also wohl auch nur noch mobil einkaufen. 

Händler sollen sich somit darauf einrichten, ihre Webshops möglichst rasch mobil optimal zu gestalten. Und das heißt möglichst einfach. Noch einfacher als den klassischen Webshop. Wie simpel und doch elegant man mobile Websites gestalten kann, das zeigt übrigens beispielsweise Nordstrom.

Händler müssen sich dabei noch deutlicher auf die Wünsche der Kunden fokussieren. Es macht bei der Planung wenig Sinn, eine lange Liste an "Must haves" in Pre-Tests zu eruieren. Die Ergebnisse sind dann häufig komplexe Monster, die eher den Anforderungen von IT, Einkauf, Vertrieb und Marketing entsprechen, als den Wünschen der Kunden. 

Stattdessen sollten sich die Lösungen an der "Must have"-Vorgabe von Steve Jobs für das iPhone orientieren. Der soll von seinen Techniker sinngemäß lediglich gefordert haben, ein Smartphone zu entwickeln, dass die Menschen lieben werden. Der Rest ist Geschichte. Ein mobiler Webshop sollte mit dem gleichen Anspruch entwickelt werden.    

„Mobile Internetnutzung – Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft?“ ist eine Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest und unterstützt durch die Huawei Technologies Deutschland GmbH. Für die Studie wurden 1.005 Telefoninterviews durchgeführt.