Der Spitzenplatz von Amazon bei den Zugriffszahlen von Shopping-Kunden via App und mobilem Browser ist keine Überraschung. 49,6 Million Besucher  nutzten laut Comscore im Juli in den USA Amazon mobil.  Auch Platz 2 und 3,  eBay mit 32,6 Millionen Besuchern und Apple mit 17,7 Millionen, verwundern wenig. Mut machen sollte deutschen Händlern aber das Abschneiden der klassischen Retailer.  Auf den Plätzen 4 bis 6 folgen mit Wal-Mart (16,3 Mio),  Target (10 Mio) und Best Buy (7,2 Mio) gleich drei Player aus dem Brick-and-Mortar-Geschäft. 

Optimistisch stimmt, dass gerade die konsumfreudigere Zielgruppe unter 45 zum Smartphone als Einkaufswagen greift. 70,7 Prozent der Smartphone-Kunden sind unter 45. Bei den Desktop-Kunden sind es knapp 60 Prozent. Weitere  Zahlen bestätigen, dass mobile Nutzer ein höheres Haushaltseinkommen haben, als PC-Kunden.

Position und Nutzung korreliert  meines Erachtens dabei sehr stark mit einer einfachen Benutzbarkeit des mobilen Angebots. Und da zeigt sich, dass Brick-and-Mortar-Player mobil noch Potenzial verschenken.

Das legt eine Studie von ForSee nahe, die die Kundenzufriedenheit  mit mobilen Angeboten von Top-Händlern eruiert hat. Auch hier ist Amazon mit 84 von 100 möglichen Punkten vorn. Der Durschnittswert der 20 untersuchten Händler liegt bei 79. 

Dabei müssen Händler sich vor allem Gedanken machen, wie sie die Usability für Erstnutzer verbessern. Die zeigen sich nämlich tendenziell unzufriedener (77 Punke) mit Layout und Navigation als wiederkehrende Besucher (80 Punkte). 

Auch die klassischen Händler haben hier noch Potenzial. Sie erreichen bestenfalls Durchschnittswerte.  Mit weiter optimierter Usability lässt sich die Traffic-Reichweite gewiss weiter steigern. Zufriedene Kunden aber - eine Binse - kaufen auch mehr ein.