Bis 2016 soll das Transaktionsvolumen mit Zahlungen per Smartphone auf über 23 Milliarden Euro steigern. Das prognostiziert die Managmentberatung Mücke, Sturm & Company (MS&C) in ihrer aktuellen Untersuchung - wenn der Handel bis dahin entsprechende Lesegeräte installiert. Offen sei noch, wer auf Mobile Payment Anbieterseite das Rennen machen wird: Die Internetgiganten wie Google und Apple oder die Telekommunikationsunternehmen. Die Voraussetzungen sind günstig: Der E-Commerce hat 2011 allein in Deutschland über 28 Milliarden Euro umgesetzt, der Umsatz wird in 2015 die 50 Milliarden-Euro-Marke knacken. Das theoretische Potenzial für neuartige Bezahlverfahren am Point-of-Sale beträgt rund 380 Milliarden Euro. Die Untersuchung geht davon aus, dass das Transaktionsvolumen 2012 und 2013 zwischen 200 und 600 Millionen Euro betragen wird.

Die Frage, die auch auf den M-Days am 1. und 2. Februar in Frankfurt zu stellen sein wird, ist, wer trägt die Investition? Und welche Vorteile bieten sich dem Handel in dieser neuen Payment-Welt?

Unklar auch, wo der zentrale Payment-Prozessor künftig platziert sein wird: In der SIM-Karte, in der Software des Betriebssytems oder festverankert im Smartphone selbst. „Dies ist eine entscheidende Wettbewerbsfrage, denn sie bestimmt, wer die Wertschöpfungskette kontrolliert und sich so das größte Stück am Kuchen sichert“, erklärt Michael Mücke, Managing Partner MS&C.

Wird es die SIM-Karte, so werden die Telekommunikationskonzerne zum „Master des Mobile Payment“, in den anderen Fällen wird es ein Betriebssystem-Anbieter (allen voran Google) oder ein Hardware-Anbieter. Für die E-Payment-Anbieter und die Paymentinstitute, heißt es bei Mücke, Sturm & Company, wird dies keinen großen Unterschied machen – sie haben lediglich das Interesse, auf der jeweiligen Infrastruktur vertreten zu sein. Daher kooperieren sie auch de facto mit allen in den Feldversuchen.