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eit heute ist die Nummer 3 im Reigen der Design-Shopping-Clubs online: Monoqi. Noch ruckelt es ein wenig, wie Monoqi selbst auf der Facebook-Fanpage bemerkt.  Einen Ruck aber dürfte das Konzept dem Segment  der Shopping-Clubs insgesamt verpassen.

Denn kaum ein Bereich eignet sich so gut zur Vermarktung von ein bisschen gefühltem Luxus, zum Schwelgen in Snobismus wie Designartikel und all die hübschen Dinge, die, dem Volksmund nach, die Welt nicht braucht.

Doch wie viele Design-Shopping-Clubs braucht die Welt? Denn mit  Bamarang aus dem Haus Rocket Internet und Fab.com buhlen bereits zwei weitere Anbieter um Kunden, die ein Faible für internationale Designartikel zu Vorteilspreisen haben. Fab.com hat zudem gerade den deutschen Shoppingclub Casacanda übernommen. 

Doch hinter Monoqi steckt kein Abenteurer, sondern mit  Christophe Maire von Atlantic Ventures, ein Mitgründer und Investor, der schon in Startups wie Amen und Gidsy investierte. Atlantic Ventures zählt zudem zu den Lead-Investoren bei der Audioplattform Soundcloud.  

Während sich Bamarang auf schlichtes Copy&Paste von Fab.com und Netzwerke-Effekte innerhalb des Samwer-Reiches verlassen mag, peilt Fab.com längst höhere Ziele an und sieht sich bereits auf dem Weg zu einem Amazon für Design und richtet für die zwei Millionen Mitglieder gerade zeitlich befristete Spezialkategorien wie Mode und Food ein.

Monoqi muss da mit einem guten Konzept überzeugen, für das Trendscouts entsprechende Produkte liefern. Zum Start stehen Designer-Namen wie Pia Wüstenberg, Boomwehmeyer, Komat und Shanghai Trio im Portfolio. Monoqi will, sagt Simon Fabich GigaOM, anders sein und obendrein noch schwer kopierbar werden. Das Sortiment, seit jeher wichtiges Differenzierungsmerkmal im E-Commerce, wäre dafür ein guter Ansatz.  

Ein zweiter Ansatz: Gute Geschichten, die Nähe erzeugen. "Wir geben den Designern ein Gesicht und eine Stimme", heißt es bei Monoqi. Kunden kaufen nicht nur wohlklingend gelabelte Produkte, sondern bekommen auf der Website und im Blog auch die Story über die Designer dazu.  Das ist klug: Selbst Bauhaus wäre wohl nur halb so spannend ohne die Geschichte und die Namen dahinter.  Die ersten Produkte zeigen zudem, dass man sich mit diesem Konzept keineswegs nur im hochpreisigen Segment bewegen kann. 

Anders ist Monoqi bei in jedem Fall das Office. Kein schickes, hippes Loft, sondern eine ehemalige, fast schon spießig wirkende  Filiale der Dresdner Bank