Wer wie die myToys-Gruppe von Otto im Verdacht steht, verkauft zu werden, auf der Bilanzvorstellung der Otto Group mit Liebesentzug gestraft wurde, der hübscht sich mit beeindruckenden Umsatzzahlen für den Markt besser erst einmal auf. Der MyToys-Gruppe ist das gelungen.

Unter der Marke myToys betreibt das Unternehmen neben dem Online-Shop 14 Filialen. Im Jahr 2010 wurde der Damenmode Online-Shop Ambellis gestartet. Seit 2013 gehören der Online-Schuhshop Mirapodo sowie die Shopping-Community Limango zur Gruppe
Unter der Marke myToys betreibt das Unternehmen neben dem Online-Shop 14 Filialen. Im Jahr 2010 wurde der Damenmode Online-Shop Ambellis gestartet. Seit 2013 gehören der Online-Schuhshop Mirapodo sowie die Shopping-Community Limango zur Gruppe

 

Der vernetzte Bauchladen aus myToys, Ambellis, Mirapodo und Limango steigerte seinen Umsatz erstmals auf über 500 Millionen Euro. Das war ein bisschen abzusehen, nachdem die Tochter Limango dieser Tage schon mit einem Umsatzplus von 40 Prozent auf 129 Millionen Euro Umsatz beeindruckt hatte.

Das beste Umsatzergebnis seit seiner Gründung von MyToys 1999 führt myToys auch auf die „verstärkten Investitionen in die Logistik und IT“ zurück, die in den Vorjahren noch Löcher in der Erlöskasse gerissen hatten.

Gleichwohl setzt der Onlinehändler für Family-Shopping weiter auf einen Ausbau seiner Logistik in Gernsheim und die Weiterentwicklung der technischen Infrastruktur. So soll eine neue Multi-Device-Plattform auf RTF-Basis noch in diesem Jahr in allen Shops der Gruppe zum Einsatz kommen. Der Mobile-Anteil der Gruppe liegt schon jetzt bei über 60 Prozent.  

Bislang gehörte Mytoys immer zu den Sorgenkindern, die der Otto Group ein paar schlechte Karten in die Bilanz steckten. Mit der jüngsten Erfolgsstory, die das Wachstumspotenzial unterstreicht, könnte sich Otto-Konzernchef Schrader nun auf Brautschau begeben oder über einen Börsengang ala Windeln.de nachdenken.

Vielleicht aber entwickelt Otto, dass erst im Herbst die Beteiligung um 20 Prozentpunkte aufstockte und nun 94,8 Prozent der Gesellschaftsanteile hält, jetzt auch so richtig Freude an dem Online-Versender. Der Aufbau eines TechLabs in Madrid, dass das rund 100köpigfe Entwicklerteam in Berlin unterstützen soll, klingt jedenfalls eher nach einem zweiten Frühling in der Beziehung.