An den meisten Bio-Produkten von Aldi, Lidl & Co. ist nichts zu beanstanden, meldet Ökotest. Für drei Produkte war das Ergebnis jedoch verheerend.

Können sich die Verbraucher auf die Qualität der Bio-Produkte beim Discounter verlassen? Wo Bio drauf steht, ist meistens Bio drin - so lässt sich das Ergebnis einer Prüfung der Zeitschrift Ökotest zusammenfassen.

"Das Laborergebnis zeigt, dass auch bei den Discountern fast immer Bio drin ist, wenn Bio drauf steht", berichtet das Magazin. Doch es gäbe Ausnahmen, kritisiert Chefredakteur Jürgen Stellpflug: "Bei drei der 36 von uns getesteten Bio-Produkten - das sind immerhin acht Prozent - bestehen erhebliche Zweifel, ob sie das Bio-Siegel zu Recht tragen."

Bio-Siegel am bekanntesten

Mit "sehr gut" schnitten Bio-Kartoffeln ab. Auch an den getesteten Milch-Marken gab es nichts zu beanstanden. Ökotest lobte den hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, der auf viel Gras und Heu im Futter hindeute. Vollkommen in Ordung waren auch naturtrübe Apfelsäfte und Tiefkühlmischgemüse.

Drei Produkte jedoch erfüllten die Anforderungen an Bio nicht: So sei in
einem Erdbeerjoghurt Allylhexanoat nachgewiesen worden, der in einer echten Erdbeere nichts zu suchen hat. Ein Sojagetränk enthielt einen Zusatzstoff, der nach den Vorschriften für Bio-Produkten nicht zulässig wäre.

Des Weiteren fanden die Tester in einem Früchtemüsli das Pestizid Chlormequat in einer Menge, die von dem Orientierungswert des Bundesverbands Naturkost Naturwaren abweicht.

Das bekannteste und am häufigsten genutzte Label unter 300 Gütesiegeln sei das staatliche Bio-Siegel. Es kennzeichnet Lebensmittel, die die Grundregeln für Bio erfüllen, etwa der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, mineralische Stickstoffdünger und Gentechnologie.