Der österreichische Einzelhandel erzielte 2009 ein stabiles Ergebnis, beim Weihnachtsgeschäft gab es gar ein Rekordergebnis. Optimusmus herrscht auch für 2010 vor.

Der österreichische Einzelhandel hat sich 2009 deutlich stabiler als die übrige Wirtschaft des Alpenlandes entwickelt. So sind die Einzelhandelsumsätze gegenüber dem Vorjahr mit einem Volumen von rund 48,6 Milliarden Euro real lediglich um 0,3 Prozent gesunken. 

"Der Handelsmotor in Österreich läuft damit vergleichsweise rund", resümierte Erich Lemler, Obmann der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Zum Vergleich: Das statistische Bundesamt geht in Deutschland für 2009 von einem realen Minus von 1,9 bis 2,1 Prozent beim Einzelhandelsumsatz aus.

Spielwaren, Lebensmittel und Sportartikel liefen am besten

In Österreich haben vor allem die Händler von Spielwaren, Lebensmitteln, Sportartikeln und Bekleidung ihre Umsätze ausgebaut. Mit einem Umsatzplus von jeweils rund vier Prozent lief es im Sportartikelhandel am besten, gefolgt vom Spielwarenhandel mit 3,5 Prozent.

Auf den weiteren Plätzen folgen Drogerien und Parfümerien (plus drei Prozent). Im Einzelhandel mit Eisenwaren, Bau- und Heimwerkerbedarf und im Lebensmittelhandel machten die Umsatzsteigerungen mehr als zwei Prozent aus. 

Umsatzrückgänge verzeichneten der Papier- und Buchhandel, der Lederwarenhandel sowie der Radio- und Elektrohandel. Alle anderen Branchen haben das Umsatzniveau des Vorjahres nicht erreicht, wobei das Minus im Lederwaren- sowie im Papier- und Buchhandel am höchsten ausfiel.

Rekordergebnis am Weihnachten

Rund um Weihnachten wurde so viel gekauft wie nie zuvor. Im Weihnachtsgeschäft erzielten die Händler einen Rekordumsatz mit mehr als 1,5 Milliarden Euro, was einem Plus von drei Prozent entspricht.  

Zuversichtlich sind die Einzelhändler für das laufende Jahr: So ist der Anteil jener Betriebe, der in den nächsten Monaten mit einer Verschlechterung rechnet, von 24 auf 14 Prozent zurückgegangen. Der Anteil jener Befragten, die eine Verbesserung der Geschäftsentwicklung erwarten, ist allerdings nur geringfügig, nämlich von 16 auf 18 Prozent, gestiegen.