Die Deutschen hatten die Abwrackprämie für Autos, die Österreicher die Trennungsprämie für Haushaltskühlgeräte. Das Anreizprogramm hat laut GfK im Alpenland zu kräftigen Absatzsteigerungen geführt.

Wie effektiv sind Anreizprogramme für energieeffiziente Hausgeräte? Sehr effektiv, wie ein Beispiel aus Österreich zeigt. Dort gab es im vergangenen Jahr die "Trennungsprämie" für Kühl- und Gefriergeräte.

Die österreichischen Verbraucher haben von dieser zeitlich auf die letzten vier Monate des Jahres 2009 beschränkten Aktion regen Gebrauch gemacht. Dabei bekamen die Konsumenten nach dem Kauf eines Kühl- oder Gefriergeräts der Energieeffizienzklasse A++ bis zu 100 Euro zurückerstattet, wenn sie ihr altes Gerät abgaben.

Zweistelliges Wachstum

Der Markt für Kältegeräte ist daraufhin im September und Oktober zweistellig im Umsatz (plus 16 Prozent) sowie im Absatz (plus 12 Prozent) gestiegen, informierte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Im Vergleich dazu betrug das Wachstum vor der Aktion durchschnittlich lediglich fünf Prozent. Das Jahresendgeschäft in den Monaten November und Dezember konnte mit Zuwachsraten von über 20 Prozent sogar noch stärker zulegen.

In einem stark wachsenden Markt konnten energieeffiziente A++-Geräte ihren Anteil auf 30 Prozent im September und Oktober steigern. Im November und Dezember ihren Marktanteil sogar auf 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verdreifachen.