Ein österreichischer Handelskonzern hat den insolventen Nonfood-Discounter Mäc Geiz übernommen. Damit ist die überwiegende Mehrheit der Arbeitsplätze vorerst gerettet.

Der insolvente Haushalts-Discounter wurde am Freitag an die österreichische MTH Handels-Holding GmbH verkauft, wie Mäc Geiz heute mitteilte. Der Käufer übernimmt den Geschäftsbetrieb aller drei Mäc-Geiz-Gesellschaften mit 184 Filialen sowie den meisten Mitarbeitern.

Die MTH Handels-Holding GmbH gehört zur MTH AG, einer österreichischen Unternehmensgruppe mit einem Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2009/10 von rund 500 Millionen Euro. Zur Holding gehören die beiden österreichischen Handelsketten "Libro" und "Pagro" sowie der deutsche Discount-Filialist "Pfennigpfeiffer".

An den deutschen Aktivitäten der MTH Handels-Holding ist der Dresdner Unternehmer Christoph Pfeiffer mitbeteiligt. Alle drei Gesellschaften zusammen betreiben über 460 Filialen und beschäftigen rund 2.900 Mitarbeiter.

Übernahme Mitte September perfekt

Der Geschäftsübergang findet voraussichtlich Mitte September statt, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Zustimmung des Kartellamts gilt als sicher. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Mäc Geiz hatte im Mai Insolvenz angemeldet.  Bei der Investorensuche und den Verkaufsverhandlungen wurde Mäc Geiz von der Commerzbank begleitet. Die MTH Handels-Holding wurde ihrerseits von der Lampe Corporate Finance GmbH beraten, eine Tochtergesellschaft der Bankhaus Lampe KG.

Der Textildiscounter NKD hatte bereits einen Teil der Filialen des Discounters übernommen.