Während sich die Otto-Tochter Quelle.de mit Erfolgsmeldungen hierzulande noch zurückhält und beispielsweise mit dem Start seines Affiliate-Programms weiter am Aufbau bastelt, zeigt sich das österreichische Pendant quelle.at mehr als ein Jahr nach Start im Januar 2011 mit der Entwicklung "sehr zufrieden".

2012 werde Quelle.at einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag im Umsatz erreichen, sagte Reinhard Lengauer, Markenmanager Quelle Österreich, der Internetszene.at. Vom mittelfristigen Umsatzziel von 100 Millionen Euro sind die Österreicher damit aber noch ein gute Stück entfernt. 

Zum Vergleich: Für den deutschen Marktplatz hatte Otto-Konzernchef Hans-Otto Schrader beim Start Ende August 2011 einen Umsatz im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich als mittelfristige Zielmarke ausgegeben. Man darf getrost vermuten, dass es bis zu dem Ziel noch ein langer Weg ist. 

Die Erfahrungen in Österreich zeigen zumindest eines:  Marke schafft Vertrauen und zieht immer noch Kunden an. Die Homepage erreicht  rund 1 Mio. Besucher pro Monat. Reinhard Lengauer: "Am meisten verkaufen wir bei Quelle Produkte der Marke Privileg. Wir konnten im Startmonat im Jänner 2011 mit einer Privileg-Waschmaschine einen Marktanteil von rund 10 % am gesamten österreichischen Waschmaschinen-Markt erreichen".

Zudem sei es gelungen, viele langjährige Kunden mit dem neuen Geschäftsmodell anzusprechen und andererseits  mit dem Konzept viele neue Online-Käufer zu erreichen, so Lengauer. 

Das klingt mir indes auch mit mit Blick auf den deutschen Markt ein wenig zu sehr nach freundlichem Marketing-Gemeinplatz. 

Kernfrage ist schließlich, wie sehr es dem Markplatz gelingt, sich in allen Altergruppen und nicht nur bei den von Deutschland-Chef Tim von Törne so gepriesenen kaufkräftigen älteren Semestern, als Online-Marke in den Köpfen zu etbalieren.

Schließlich, so ist beispielsweise aus dem Otto-Versand zu hören, kommen rund 40 Prozent der Kunden direkt und ohne Umwege auf die Otto.de-Website, sorgen ohne SEO-Kosten für Umsatz.  Weil die Marke im Relevant Set schlichtweg ein Aktivposten ist. Da muss Quelle erst wieder hinkommen.