So erscheint der Gutschein-Fake bei Facebook

Tauchte das geradezu verführerische Angebot heute auch in ihrer Timeline bei Facebook auf? “Bekomme einen Kostenlosen 500 Euro Gutschein von REWE (Achtung Begrenzt)”.  Wer auf den Link klickt, landet auf einer externen Seite, die sich als Rewe-Sub-Domain ausgibt:  rewegiveaway.com. Dann heisst es in schönstem Denglisch: Erhalten Sie eine kostenlose 'REWE' Shopping Gutschein Today!. Es ist nicht die erste Handelskette mit der Spammer versuchen, aus der Gier und der Unbedarftheit von  Facebook-Nutzern Reibach zu schlagen. 

Auch Händler wie Amazon wurden schon Opfer der dreisten Klick-Diebe.  Die Methode  ist immer  ähnlich: Nutzer sollen den Link teilen und einen Danke-Kommentar hinterlassen. Ob Rewe, Amazon oder dieser Tage auch Media-Markt - immer zeigen die Betrüger dabei auch ein Bild oder ein Logo, dass den Eindruck eines offiziellen Firmenangebots vermitteln soll.

Soll offiziell wirken, ist aber eine Fälschung: Der 500-Euro-Gutschein von Rewe

Was bringt es dem Fälscher, wenn der Link nicht gleich ohnehin auf eine Website mit Abofallen führt? Laut Allfacebook gibt es mehrere Motive:

  • "Wenn er die Seite richtig aufgesetzt hat, kann er über den OpenGraph alle Nutzer die mitgemacht haben wieder mit neuen (Spam-)Nachrichten in deren Newsstream versorgen.
  • Über die Weiterleitung nach dem Teilen und Kommentieren kann er ein Cookie unterbringen und Werbeeinnahmen generieren
  • Mit ein wenig Phantasie kann er auch noch Refferals für alle möglichen Dienste erzeugen und hier ebenfalls, Provision kassieren."

Problematisch, weil imageschädigend,  sind solche Fakes nicht nur für Facebook, das solche Meldungen vergleichsweise zügig in den Orkus jagt.

Auch bei den betroffenen Unternehmen kratzt das am Image. Enttäusche Schnäppchenjäger und so. Da empfiehlt es sich, schleunigst auf der Website oder auf der eigenen Facebook-Fanpage auf den Fake hinzuweisen.  Auch Rewe hat bei Facebook zeitnah reagiert. Bei Twitter hat dies indes noch keiner kommuniziert.

Ziemlich aktuell informiert übrigens bei Facebook die Seite "Zuerst denken - dann klicken! Hier findest du aktuelle Fakemeldungen", über kursierende Fakes.