Die im Onlinehandel beliebten Überweisungs- und Lastschriftverfahren werden ab Februar 2014 von europaweit einheitlichen Zahlungsverfahren (SEPA) abgelöst. Welche Alternativen gibt es für Onlinehändler, um keine Käufer zu verlieren und im besten Fall neue zu gewinnen?

Jesper Wahrendorf, Geschäftsführer von RatePAY, einem Unternehmen, dass sich auf die Zahlungsmethoden Ratenzahlung, Rechnungskauf und Lastschrift spezialisiert hat, plädiert im Gastbeitrag für den Rechnungskauf. Dann aber sollten sich Händler absicheren. 

Um Probleme zu vermeiden, lohnt es sich, schon jetzt über Optionen nachzudenken und Käufer- sowie Zielgruppen genau unter die Lupe zu nehmen: Welche Zahlungsweisen sind beliebt, welche wünschen sich die Kunden? Und wie kann ich als Händler gleichzeitig das Zahlungsausfallrisiko so gering wie möglich halten? Onlinehändler bevorzugen Vorauskasse, Nachnahme oder Kreditkarte.

Demgegenüber steht jedoch die Käufersicht: Laut dem EHI Retail Institute macht der Anteil der Lastschriften per Bankeinzug zirka 16 Prozent aus, per Vorauskasse zahlen rund 13 Prozent, Kreditkarte nutzen lediglich etwa 17 Prozent. 57 Prozent der Deutschen besitzen gar keine Kreditkarte.

Die beliebteste Zahlungsmethode der Deutschen ist nach wie vor die Rechnung: Mehr als ein Viertel der Deutschen nutzen die Methode im Onlinehandel. Wie das elektronische Lastschriftverfahren empfinden Onlineshopper den Rechnungskauf als besonders sicheres und einfaches Verfahren. Denn hier müssen sie nicht ihre Kontodaten im Internet preisgeben und zahlen erst, wenn sie ihre Ware erhalten haben.

Wenn der Shop den Rechnungskauf als Zahlungsmöglichkeit anbietet, geht die Quote der Kaufabbrüche nachweislich um bis zu 80 Prozent zurück, zudem können neue Kunden gewonnen werden, die sonst nicht bestellt hätten.

Nachteil für die Händler: Das Zahlungsausfallrisiko. Damit Onlinehändler das Risiko vor Zahlungsausfällen minimieren, übernehmen Anbieter wie RatePAY diese Zahlungsprozesse für die Shops und tragen das Zahlungsausfallrisiko.

Das wird während des Check-outs in Echtzeit überprüft. Auch Retouren oder Änderungen des Bestellvorgangs wie Stornos, Gutschriften oder Nachbelastungen kann der Händler einfach weiterreichen oder über das unternehmenseigene System übermitteln. Ähnliches gilt für den Ratenkauf.

Über den Autor

Jesper Wahrendorf ist seit 2011 Geschäftsführer von RatePAY. Zuvor war er myfab.com-Geschäftsführer. Davor hat er in der Otto Group als Leiter Business Development Neue Medien die Akquisition des Private Shopping-Anbieters limango verantwortet und den Aufbau internationaler E-Commerce Aktivitäten vorangetrieben. Das Berliner Unternehmen RatePAY hat sich auf die Zahlungsmethoden Ratenzahlung, Rechnungskauf und Lastschrift spezialisiert. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2009 von Internet- und Zahlungsdienstexperten gegründet. RatePAY gehört zur international agierenden EOS Gruppe, einem Unternehmen der Otto Group.