Neues Datenmaterial für die Showrooming-Diskussion: Nach einer aktuellen Studie von ECC nutzen 43 Prozent der Smartphone-Besitzer ihre Geräte mehrmals im Monat, um in einem Laden Preisinformationen abzurufen. 17,4 Prozent tun dies sogar mehrmals pro Woche. Es liegt auf der Hand, dass dies häufig zum von den Retailern gefürchteten Showrooming-Verhalten führt: im Laden gucken und beraten lassen, im Netz später billiger kaufen. „Die Zahlen zeigen deutlich, dass die Informationssuche mit mobilen Endgeräten bereits zum festen Bestandteil im Kaufprozess von vielen Konsumenten geworden ist“, sagt Aline Eckstein, Bereichsleiterin des ECC Handel am IFH Köln. „Die neue Informationssouveränität der Konsumenten stellt stationäre Händler vor eine Reihe neuer Herausforderungen.“


Die Studie „Mobile Commerce in Deutschland – Die Rolle des Smartphones im Kaufprozess“ gibt darüber hinaus weitere interessante Infos. So suchen 38,8 Prozent der Smartphone-Besitzer über ihr Gerät im Laden „Informationen über die Verfügbarkeit von Waren“, 37,3 Prozent allgemein „Informationen über Produkte und Dienstleistungen“.

Die Studie belege die „Bedeutung von mobilen Endgeräten auch für Multichannel-Konzepte“, schreibt ECC, eher im Trend- und Marktforschungs-typischen Alles-wird-gut-für-alle-Duktus. Aber die Mehrzahl ruft im stationären Handel gar nicht die Web-Informationen des gerade besuchten Anbieters ab (nur 22 Prozent), sondern die von Preisvergleichsportalen (37 Prozent) und der anderer Anbieter (29 Prozent). Wie oft es sich bei Letzteren um Onlineanbieter handelt, wurde leider nicht gefragt. E-Commerce-Anbieter dürften über die wachsende Verbreitung von zunehmenden Showrooming-Effekten also profitieren.

Hier übrigens noch ein nicht ganz ernst gemeinter Leitfaden für stationäre Händler im Konkurrenzkampf mit dem Web auf Handelskraft