Mobile E-Mails sind wirksame Marketing-Tools, deren Bedeutung ständig wächst. Return Path hat herausgefunden, dass bis Ende 2012 weltweit mehr Empfänger ihre E-Mails mobil lesen werden als über Desktop oder Web-Client.

Folglich müssen die spezifischen Bedingungen für die mobile E-Mail-Kommunikation wesentlich stärker berücksichtigt werden als bisher.

Jörn Grunert, Geschäftsführer von Experian Marketing Services, erklärt in einem Gastbeitrag, welche Aspekte Händler dabei beachten sollten.

Es beginnt mit der Darstellung der E-Mails auf dem Display von Smartphones, Tablets oder anderen mobilen Endgeräten. Ohne entsprechende Anpassung werden die Inhalte von E-Mails oft zu klein und damit unübersichtlich angezeigt, Bilder reichen über den Bildschirmrand hinaus, der Nutzer muss immer wieder horizontal scrollen und zoomen. Ansprechender und überzeugender wird eine  werbliche oder informierende E-Mail dadurch sicher nicht. Folglich sollten Bilder und Texte für mobile Endgeräte so dargestellt werden, dass der Empfänger nur vertikal, nicht aber seitwärts scrollen muss.

Kürzere Texte und lesbare Beschriftung

Generell gilt für mobile E-Mails: Weniger ist mehr. Das bedeutet unter anderem kürzere Texte und Buttons mit gut lesbarer Beschriftung. Call-to-Action-Buttons sind das zentrale Element jeder Marketing E-Mail und sollten entsprechend gut les- und klickbar sein. Bei Einbindung von Teilen der Seitennavigation in der E-Mail, bringt darüber hinaus eine vertikale Anordnung der Navigationselemente einen deutlich besseren Bedienkomfort.

Ein wichtiger Aspekt bei der mobilen Optimierung ist die Tatsache, dass bei Smartphone & Co. – anders als im Desktop-Bereich – eine Vielzahl unterschiedlicher Betriebssysteme und Bildschirmgrößen zum Einsatz kommt. Diese gilt es bei der Konzeption und Umsetzung von E-Mail-Kampagnen ebenfalls zu berücksichtigen. Sonst kommt es schnell zu Darstellungsfehlern, die eine Marketing E-Mail nicht überzeugender machen. Schnell kann auf diese Weise eine Kampagne ihre Wirkung verlieren, sei sie noch so aufwändig geplant und umgesetzt.

Wer eine E-Mail-Kampagne für mobile Endgeräte plant, braucht ein bestimmtes Verständnis der Materie, wenn er alle Erfolgspotenziale ausschöpfen will. Sonst läuft er Gefahr, in eine der hier reichlich vorhandenen Fallen zu tappen. „Klare Botschaft, klares Design“ heißt es in jedem Fall – übrigens auch bei mobilen Landingpages, über die letztendlich die Konvertierung erfolgen soll.

Anpassung an unterschiedliche Betriebssystem mitdenken

Mindestens ebenso wichtig sind konkrete technische Lösungen bzw. die HTML Programmierung, mit deren Hilfe sich E-Mails automatisch an unterschiedliche Betriebssysteme anpassen lassen, etwa mit Blick auf die Skalierung der E-Mail und der Anpassung von Struktur und Content.

Eine solche Lösung verwandelt beispielsweise mehrspaltige Inhalte in einspaltige - im Zweifel auch der Bewegung des Smartphones vom Hoch- ins Querformat - und bietet die Möglichkeit des „Ein- und Ausblendens“ von Text-Teilen. Mit einer solchen Lösung bedient man nicht nur den Nutzer deutlich besser, sondern trägt damit vor allem zu einem maximalen Ergebnis im E-Mail Marketing bei: Denn nur wenn mobile E-Mails den gewohnten Nutzerkomfort bieten und so eine zielgerichtete Conversion ermöglichen, können bei den Öffnern auf den mobilen Endgeräten dieselben Ergebnisse erzielt werden wie bei den Desktop-Öffnern.

Über den Autor: 

Jörn Grunert ist seit über 10 Jahren Experte im Online Marketing und war zuvor in führenden Positionen verschiedener Ad Server und E-Mail Marketing Anbieter tätig. Nach der Akquisition der United MailSolution durch Experian arbeitet Jörn Grunert als Geschäftsführer von Experian Marketing Services und Experian Deutschland. 

Über Experian: 

Experian Marketing Services ist als Teil der Experian-Gruppe ein weltweiter Anbieter führender Lösungen in den Bereichen E-Mail Marketing, Social Media Marketing und Targeting Services.