Gegenwärtig bereite ich zwei Vorträge für Kongresse (hier und hier)  in Wiesbaden vor. Bei der Durchsicht meiner Notizen und der Recherche bin ich auf einige spannende Start-ups und E-Commerce-Ideen gestoßen. Fünf davon stelle ich Ihnen an dieser Stelle vor.  Dabei geht es um Video-Shopping, Steaks per Facebook-Shop, rahmengenähte Schuhe nach Maß, Sharing per App und sonnige QR-Codes. Lutebox

Warum nicht statt Mailings, Like-Buttons oder Facebook-Vernetzung beim Shoppen gleich mit den Freunden über die Einkaufspläne plaudern?  Bei Lutebox aus London kann mit Freunden einen Videochat zu führen, während man in gleichen Fenster durch den Shop stöbert.  Die Zuschauer können dann live Feedback geben. Sicher nichts für den Sockenkauf, aber bei hochpreisigen Artikel eine attraktive Social-Shopping-Option. 

 Omaha Steaks

Okay, Carnivoren läuft da das Wasser im Mund zusammen, Freunde des F-Commerce beklatschen eher die Umsetzung. Omaha Steaks verkauft Fleisch. Und das auch via Facebook-Shop. Mit einer leckeren Mechanik, auf die der Facebook-Commerce angewiesen ist. Exklusive Preise für Fans, spezielle Incentives für Facebook-Shopper und ein Belohnungssystem beim Einkauf. 

Scarosso

Mode nach Maß läuft ja grad nicht so gut im Web. Siehe Youtailor. Warum sollen da Schuhe nach Maß gehen? Vielleicht, weil Scarosso, ein junges Modelabel,  attraktive Preise für in Italien handgefertigte, rahmengenähte Schuhe bietet? Vielleicht, weil die Macher Marco Reiter und Moritz Offeney so aussehen, als würden sie gute Schuhe selbst zu schätzen wissen? Vielleicht, weil sie auf eine regionale Schuhmanufaktur vertrauen? Vielleicht aber auch, weil der Webshop mit dem Scarosso-Studio auf der Website einen cleveren und ansprechend gestalteten Konfigurator für das individuelle Schuhwerk bietet. 

Whyownit

Sharing statt Besitz - vielleicht ein der kommenden Bedrohungen für den E-Commerce. Wie tauschen mobil funktioniert, zeigt die App Whyownit.  Per App kann man sehen, welche Gegenstände die Freude und Bekannte  - Facebook-Login empfohlen - besitzen und welche sie verleihen. Dann kann man sie mobil "anfunken".

Hinter dem Hamburger Start-up stecken  Avocado-Store-Gründer Philipp Gloecker und Nils Hausig. Händler sollten ob solcher Lösungen nicht den Kopf schütteln, sondern sich fragen, wie sie sich diesen Trend und seine Tools zum Freund machen können.  

Emart

Okay, hier Nummer 5.  Weil es warm ist und die Sonne scheint. In Seoul, Korea, hat die Handelskette Emart QR-Codes als 3D-Objekte verteilt. Gescannt werden können sie erst, wenn die Sonne in einem bestimmten Winkel die nötigen Schatten wirft. Wer den QR-Code in dieser Zeit einscannt, erhält einen Discount im Webshop.