Stellen Sie sich vor, Sie verknüpfen eine Shopping-Plattform mit ein wenig der visuellen Wucht von Pinterest, der Leichtigkeit des Bloggens von Tumblr und nutzen das als Hebel für den E-Commerce, wobei Designer und private Verkäufer ihre eigenen Produkte einstellen können, diese mit Bildern und anderen Inhalten simpel garnieren und verknüpfen das ganze noch mit Empfehlungselementen.  

Fertig ist "The Cools", das gerade gestartet ist, eine Finanzspritze von 2,5 Millionen Dollar im Rücken, unter anderen vom MTV-Gründer Bob Pittman.

Tumblr gilt vielen als moderne Form des Bloggens.  Mit einem simplen Klick lassen sich fremde Beiträge ins eigene TumblrBlog übertragen. Das ist vor allem  auch eine kunterbunte Bilderstrecke, eine reduzierte Variante von Pinterst.  Top in den USA, aber hierzulande noch nicht so recht durchgestartet. 

Das Modell Tumblr, das hörte ich auf Kongressen zuletzt immer wieder, böte gleichwohl angesichts seiner Komplexitätsreduktion und der visuellen Ansprache der Nutzer interessante Ansätze für den E-Commerce

 "The Cools" macht das nun wahr. Dort können Sie die stylischen Bilder nicht nur schlicht als "Cool" anklicken und weiterempfehlen, sondern die gezeigten Produkte auch direkt über die Plattform einkaufen.  Neue Produkte und Empfehlungen werden dabei ähnlich wie bei Tumblr in einer Art Blog-Feed präsentiert. Kernsegmente sind Fashion, Design und Arts. Nutzer und Themen können Sie zudem folgen. 

Vor dem Start fragt "The Cools" optisch hübsch kredenzt kurz ihre persönlichen Stil-Vorlieben ab und liefert so jedem Nutzer eine individuelle Variante der Plattform. 

Nicht jedes Bild hat indes einen "Buy"-Link, manches dient auch nur der Inspiration. Dann ist "The Cools" nicht mehr als ein Style-Blog. Für den Einkauf auf die Schnelle vielleicht etwas mühselig, für eine inspirierende Shopping-Tour aber eine spannende Abwechslung - und wenn vielleicht auch nicht als Stand-Alone-Konzept tragbar, dann aber zumindest eine ansprechende und ergänzende Option für Markplätze.  

Laut Venture Beat sollen unter anderem Antoine Arnault vom Luxuskonzern  LVMH und Beth Ferreira vom Fab.com’s  dem US-Startup beraten zur Seite stehen.