Wer über Social Media und Handel redet, der hat zumeist nur Facebook und vielleicht noch Twitter im Blick. Google+ ist ein Stiefkind. Dabei wächst das Netzwerke gewaltig. Und wenn andere Retailer das Netzwerk links liegen lassen, bieten sich Wettbewerbern umso bessere Chancen sich bei Google+ Gehör zu verschaffen. Doch wie? etailment stellt Beispiele vor.

Promotion

Stellen Sie neue Produkte vor. Verlinken Sie auf entsprechende Websites. Natürlich auch die eigenen. Das tut dem SEO gut. Werfen Sie nach Möglichkeit nicht nur einen Link ins Netzwerk. Lidl garniert seine Empfehlungen mit einem Plauderton. Angebote, Gutscheine und Co funktionieren auch hier.

Information

Denken Sie daran; Es geht nicht nur ums Verkaufen. Bieten Sie Informationen, die anderswo so nicht zu bekommen sind. Erlauben Sie einen Blick ins Unternehmen. Boss liefert beispielsweise Fotos von der Fashion-Show - hinter den Kulissen. Nutzen Sie auch die Option, die Follower in Kreise einzuteilen. Zum Beispiel nach Ort, Geschlecht, Alter,  um sie gezielter anzusprechen.

Diskutieren

Sie wollen wissen, wo dem Kunden der Schuh drückt, vielleicht sogar erfahren, was der Kunde bei Google+ erwartet: Die Nutzer bei Google+ sind vielfach deutlich gesprächiger als bei Facebook. Diskutieren Sie mit Ihnen.

Beratung

Der Versender Otto nutzt Google+ unter anderem auch zur Fashion-Beratung. Profitiert von der simplen Art, gleich etliche Bilder einbauen zu können, um aktuelle Trends zu präsentieren.

Umfragen

Der Klassiker: Kleine Marktforschung im digitalen Kosmos. H&M fragt seine Kunden nach ihren Vorlieben und bekommt selbst zu einem Standard-Thema wie der Kombi Schwarz-Weiß reichlich Antworten

Google Hangouts:

Die Chance zum Kundenchat live per Video mit bis zu zehn Personen gleichzeitig und weiteren Zuschauern erinnert vielleicht noch am ehesten an das klassische Gespräch im Tante Emma-Laden. Die technischen Voraussetzungen sind simpel. Was es aber braucht, sind Ideen für den Talk. Produktinfiormationen, Demonstration von Artikeln, Kundenpanels. Oder laden Sie ihr prominentes Testimonial zum Hangout ein. Arnold Schwarzenegger hat so seinen Total Recall-Buch vorgestellt. Weil Hang-outs aufgezeichnet werden können, lassen sie sich auch weiter einsetzen. Fleißaufgabe: Holen Sie ihren Geschäftsführer vor die Kamera. 

Community

Google+  ist kürzlich mit dem Feature Community an den Start gegangen. Dort können sich Nutzer zu einem Thema versammeln, das ihnen am Herzen liegt. Vielleicht gibt es ja ein Thema bei dem Sie mitmischen wollen. Oder Sie gründen eine Community jenseits des Themas Vertriebs und tun etwas für ihr Image. Aber geben Sie sich  dabei auch als Unternehmen zu erkennen. Otto hat schon eine Fashion-Community gestartet

Ganz wichtig: Denken Sie daran, auf der Website auch zum Profil bei Google+ zu verlinken. Binden Sie Hinweise auf G+ in die Werbemittel mit ein. Denn auch hier gilt: Kunden gewinnt man nicht bei Google+, man holt sie zu Google+. Dafür aber sollten Sie daran denken, dass auch  Google+ keine Einbahnstraße der Kommunikation ist. Agieren und reagieren Sie auf das Feedback der Nutzer.

Lernen Sie von den Besten:

Das US-Ranking der Markenprofile mit den meisten Followern bei Google+

Die deutschen Google+Charts. Ein Ranking aller Nutzer.