Über den Einkauf entscheidet nicht allein der Preis. Ein Forscherteam der Universität von Kalifornien hat gerade bestätigt, dass  Kunden beim Shoppen lieber Geld als ihre Selbstachtung und positives Selbstbild verlieren.  Ob nachhaltiges Wirtschaften des Unternehmens, ein abgezwackter Obolus für den guten Zweck oder schlicht Bio - Shoppen soll auch gut tun.

Auf diesen Trend setzt beispielsweise gerade  die Non Profit-Spendenplattform HEROshopping.org. Initiatoren sind die Würzburger Rainer Maiores und Christian Kalb. Als Schirmherr unterstützt der Münsteraner Skateboard-Pionier und Anstifter Titus Dittmann das ehrenamtliche Projekt.

Das System ist simpel:  Der Kunde startet den Einkauf auf der Internetplattform www.heroshopping.org. Von dort geht es – ohne Anmeldung oder Registrierung - per Mausklick auf einen von aktuell 130 „HEROshops“. Mit dabei sind beispielsweise Zalando, Amazon, Expedia, SportScheck, iTunes. 

Mit jedem Einkauf  löst der Online-Käufer eine Spende aus. Der jeweilige Prozentsatz vom Einkaufsbetrag der gespendet wird, wird vorher auf Heroshopping.org ausgewiesen. Den Kunden kostet das nichts. Der  Onlineshop-Anbieter zahlt eine Affiliate-Provision an die Plattform. Diese Provision fließt direkt in die Projekte von skateaid und Welthungerhilfe

Konsum und Karmapunkte sammeln. Darauf setzt auch Red Boto. Buy One, Give One lautet  das Prinzip von Gründer Marc Uthay. Für jedes verkaufte Produkt in dem Mode-Shop, bekommt ein Kind in einem Entwicklungsland eine Schuluniform. 

Der Online-Modeanbieter wurde mit dem Konzept  ein „Ausgewählter Ort 2012“ im Land der Ideen. Die Auszeichnung geht an 365 herausragende Projekte und Ideen, die einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands leisten. 

Derartige gute Taten nutzen natürlich nicht nur dem Wohlgefühl des Kunden, sondern auch dem Image des Online-Händlers: Wer gut zur Welt ist, der ist auch gut zum Kunden. 

Und dann sind da natürlich noch all die Anbieter, die bei den Waren selbst, der Produktionskette und bei Vertrieb durchgehend auf Nachhaltigkeit und Ökologie setzen und nebenbei soziale Projekte unterstützen.  

Beispiele wie Manomama, das ökosoziale Kleidung produziert, Armedangels oder Avocado-Store zeigen dabei, dass dies längst keine Projekte mehr sind, die von Idealismus leben müssen. Für derart soziale Business-Modelle gibt es vielfach Unterstützung von Venture Capital-Unternehmen und immer mehr Kunden. 

Mit Iamfair ist gerade eine Online-Plattform gestartet, die ein umfangreiches Sortiment an ausschließlich Fairtrade zertifizierten Produkten bietet. Waren es zum Start knapp 300 Artikel hat sich nach zwei Wochen das Angebot verdoppelt. Seit wenigen Tagen ist mit Preciosa einer der größten Hersteller für fair gehandelte Baby- und Kleinkindermode auf dem Marktplatz vertreten.

Die Wachstumsaussichten für solche Modelle sind gut. Und glaubt man den US-Forschern, nicht nur,  weil die Kunden die Welt ein Stück besser machen wollen, sondern auch, weil es ihre Selbstachtung stärkt.