Über 90.000 beschlagnahmte Produkte - so lautet das Ergebnis der Arbeit des Produkt-Identifikationsdienstes von Microsoft für das letzte Jahr. Windows 98, Windows NT, Windows 2000 und Office 97 waren dabei die beliebtesten Softwareprodukte bei Fälschern.

Über 90.000 beschlagnahmte Produkte - so lautet das Ergebnis der Arbeit des Produkt-Identifikationsdienstes von Microsoft für das letzte Jahr. Der Servicedienst bietet Händlern und Kunden die Möglichkeit, verdächtige Produkte auf ihre Echtheit hin prüfen zu lassen. Auch von Strafverfolgungsbehörden konfiszierte Software wird untersucht. Nach Angaben von Microsoft verzeichnet das Angebot große Erfolge: Während vor drei Jahren circa 6.000 Softwarepakete geprüft wurden, waren es zwischen Juli 2001 und März 2002 bereits mehr als 92.000. Der Anteil der illegalen Produkte erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 80% auf 99,8%.

Den Einsendungen nach zu urteilen waren im letzten Jahr Windows 98, Windows NT, Windows 2000 und Office 97 die beliebtesten Softwareprodukte bei Fälschern. Wie Microsoft weiter mitteilt, nimmt die Qualität der Fälschungen zu. Viele Produkte seien auf Anhieb nicht als Raubkopien zu erkennen. So handelt es sich bei 83% der beschlagnahmten Software nicht um Komplettfälschungen, sondern um manipulierte Produkte. Hierbei handelt es sich um Softwarepakete, deren Bestandteile einzeln verkauft werden oder bei denen originale Komponenten mit gefälschten kombiniert werden. Auf diese Weise kann ein Händler mit großem Gewinn aus einem Originalprodukt mehrere neue Produkte generieren.

Für eine zuverlässige Überprüfung der Software ist Microsoft auf ausführliche Angaben des Kunden angewiesen. So müssen neben dem Musterpaket des verdächtigen Artikels eine Kopie der Rechnung sowie eine unterschriebene eidesstattliche Versicherung eingesandt werden. Der Einsender wird in der Regel 24 Stunden nach Produkteingang informiert. Sofern sich die Software als gefälscht oder manipuliert entpuppt, behält Microsoft das illegale Produkt ein und liefert im Gegenzug ein Originalprodukt. Dies gilt allerdings nicht für die Einsendung mehrerer gleicher Produkte. (ST)


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