Eine Umfrage zeigt: Mehr als drei Viertel der Onlinekunden brechen die Suche im Webshop vorzeitig ab, wenn die Produktsuche zu lange dauert. Doch es gibt Wege, um dies zu verhindern.

Hauptgründe für Kaufabbrüche im Onlinehandel sind die unzureichende Darstellung der Artikel sowie eine zu komplizierte Suche und Navigation. Häufige Probleme sind nicht ausreichend kategorisierte Daten, was die Suche nach Produkten stark einschränkt.

Dies zeigt die aktuelle Trendstudie "PIM 2011" zum Umgang mit Produktinformationen im E-Commerce des Beratungsunternehmen novomind. Dafür wurden im Mai und Juni 1.069 Deutsche befragt, die in den vergangenen zwölf Monaten online eingekauft haben.

Junge Onlinekunden sind ungeduldig

Vor allem junge Konsumenten verlassen bei niedrigem Komfort schnell den Webshop: Jeder dritte Kunde zwischen 14 und 20 Jahre bricht die Suche besonders häufig ab, so die Umfrage. Bei älteren Kunden ist dies nur jeder Fünfte.

"Speziell die Generation der Digital Natives will Produkte schnell finden und unkompliziert vergleichen können", sagt Markus Rohmeyer, Mitglied der Geschäftsleitung bei novomind.

Um den Kunden bei der Suche nach dem passenden Produkt mehr zu bieten und damit das Umsatzpotenzial zu steigern, müssten sich Onlinehändler akribisch um die Aufbereitung der Produktinformationen kümmern.

Produktdaten gut aufbereiten

"Erst gut strukturierte und klassifizierte Produktinformationen ermöglichen eine moderne Suche, die auch Synonyme und Teile eines Suchworts antizipiert", so Rohmeyer. Eine solche Funktion erlaube dem Kunden auch dann sein Wunschprodukt zu finden, wenn er den genauen Suchbegriff nicht kennt.

Zudem bildeten detailliert aufbereitete und verknüpfte Produktdaten die Basis für neue Filternavigationskonzepte. Dazu gehöre die Eingrenzung der Suchkriterien, zum Beispiel per Schieberegler, durch die sich große Datenmengen signifikant einschränken lassen. Der Kunde tastet sich somit schrittweise an das Wunschprodukt heran.

Mehr Informationen

Darüber hinaus sollten E-Shop-Betreiber mit mehr Informationen ein schärferes Produktbild beim Kunden erzeugen. Für eine verbesserte Darstellung eignen sich etwa zoomfähige Bilder, 3D-Ansichten und Beratungsvideos, Vergleichsmöglichkeiten verschiedener Varianten sowie Bewertungen anderer Käufer.

"Gerade die kaufkräftigen Kunden von morgen sind deutlich empfänglicher für eine emotional ansprechende Produktinszenierung: Sie wollen neben der reinen Information auch unterhalten werden und sich austauschen", so die Studie.