Seit vergangenem Sommer ist Alexander Birken der neue starke Mann bei Otto. Jetzt präsentierte er erstmals die Zahlen der Einzelgesellschaft. Mit einem leichten Lächeln. Otto schließt das Geschäftsjahr 2012/13 (28. Februar 2013) mit dem höchsten Gewinn seit über einem Jahrzehnt ab. Gesamtumsatz: über 2,1 Milliarden Euro. Plus rund zwei Prozent. Da geht noch mehr.

Weiteren Rückenwind soll nun die Frühjahrskampagne von der Berliner Agentur Heimat bringen, die zumindest diesmal den Stammbetreuer Kolle Rebbe ablöst.

Es ist ein mutiger Vorstoß. Die sonst eher biedere Kommunikation der Marke kann eine Kehrtwende vertragen. Heimat könnte da die richtige Wahl sein, um Lifestyle-Anspruch und Modekompetenz zu zeigen. Die Kreativagentur brachte mit frechen und abstrusen TV-Spots schon Hornbach ins Gespräch und gab dem Baumarkt einen stylischen Glanz. Auch Otto zeigt sich nun deutlich moderner und macht im Slogan (siehe Bild) noch mal überdeutlich klar, dass man ein E-Commerce-Player ist.

Das Wachstum selbst, da wird mancher wieder unken, das sei mit dem Blick auf die Marktentwicklung und Mitbewerber so dolle nicht. Amazon machte in Deutschland immerhin 21 Prozent Plus.  Der Online-Handel in Deutschland legte branchenweit um 27 Prozent zu. Und da muss sich auch Otto angesichts eines E-Commerce-Anteils von über 80 Prozent einreihen. Aber: Die Rendite liegt laut Birken zwischen drei und fünf Prozent. Das ist auch ganz schön. Das hat nicht jeder.

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