Es war das Event des Jahres. Zumindest für alle Golf Fans. Millionen saßen vor dem Fernseher und sahen zu, wie McIlroy, Poulter und Co den Titel verteidigten. Es war irgendwas um 00.30 Uhr deutscher Zeit, als Martin Kaymer den entscheidenden Putt versenkte. Ich selber kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal so nervös war. Das ganze Wochenende hatte ich vor dem Fernseher gesessen und geschaut, mit welcher Präzision die Sportler die kleine weiße Kugel über den Platz jagten.

Gar nicht so einfach. Nur zu häufig verzweifle ich auf der eigenen Runde. Dachte ich doch nach dem letzten mal, so nun klappt es. Aber nicht nur sportlich war der Ryder Cup 2012 eine Herausforderung.

 Online Sales Of Ryder Cup Merchandise Already At Record Levels

Europe Online Shop, Ryder Cup 2012

Schon vor dem Beginn des Events waren die Menschen in absoluter Kaufleute. Kurz nach dem die Teams ihre Kleidung für dieses Jahr vorstellten, strömten die Interessenten in die Online Shops. So wurde zum Beispiel der Unterstützer für das Team Europe extra in einem eigens dafür aufbereiteten Online Shop abgeholt.

Von Zubehör, wie Bällen, Pitching Gabeln und Ball-Markern bekam man hier natürlich auch Shirts, Pullover, Hosen, Kappen und und und.

Den Fan und dem Veranstalter gefiel das natürlich.

 Die digitalen Möglichkeiten bauen Barrieren ab 

Während man noch oft genug hört, dass das ganze Digitale vieles verkomplizieren würde, hatte ich eigentlich das Gefühl, dass die Kanäle, die sich uns in der vergangenen Zeit geöffnet haben, neue Möglichkeiten aufgezeigt haben. Vor allem die Kommunikation in den Streams von Sky und Co war immens. Während die Spieler über die Runde schritten, die Familien die Tweets der Pro´s abfeuerten, verwerteten es die Fans gleich beim zugucken. Und während man sich gerade darüber unterhielt, wer denn nun die coolste Mütze trug, wurde sie einem gleich neben dem Stream angezeigt.

Das führte unter anderem dazu, dass der Shop der PGA.com neue Rekordzahlen aufweisen konnte. Auf shop.pga.com wurden Besucherzuwächse um bis zu 186% verbucht. (Quelle: sportsbusinessdaily)
Weitere Statistiken beweisen, dass man auch zukünftig wesentlich stärker auf die digitale Verzahnung achten wird:

"Sales during the final round of the PGA Championship on Aug. 12 and the Monday following the event resulted in the two highest sales days in the history of the tournament."

oder

"Even before the tourney starts, Shop.PGA.com has sold more Ryder Cup merchandise than in any other calendar year." 

Und schon jetzt kann man sicher sein, dass die Kollegen, die in 2 Jahren das Event in Schottland austragen werden, schon darüber nachdenken, wie und wo man den online affinen Golffan abfangen kann. Denn was man heute schon mit großer Sicherheit sagen kann ist, dass wesentlich mehr das Event am heimischen Fernseher oder Rechner sehen werden, als vor Ort. Und da von der Couch zu Hause bekanntlich gerne gekauft wird, bietet sich auch hier eine wunderbare Möglichkeit, um den Abverkauf zu steigern. Das merkt mittlerweile auch die Sportwelt. Da die Damen und Herren in der Golfwelt eh eine sehr investitionsfreudige Zielgruppe besitzen, wird es hier mit großer Wahrscheinlichkeit noch interessante Plattformen und Cases geben, die wir in Zukunft aufzeigen werden.