SEO-Fuchs: Norman Nielsen von Zalando

Zalando verdankt seinen Erfolg nicht nur einer gelungenen TV-Werbung. Wer im Internet verkaufen will, der muss bei Google auch möglichst weit oben im Ranking auftauchen. Dem Modeversender gelingt das. Wie sich Zalando Google zum Freund macht, dazu erlaubte Norman Nielsen, Head of SEO bei Zalando, auf dem Europäischen Online-Handelskongress - etailment Summit 2012 in Berlin einige Einblicke.

Die ernüchternde Erkenntnis: Das ist kein Hexenwerk, sondern harte Arbeit auf vielen Feldern. Einige davon rückte Nielsen besonders in den Fokus.
Google will dem Leser vor allem relevante Inhalte vorzeigen. Das kann man sich zunutze machen. „Google erwartet User-zentrierte Inhalte“, sagte Nielsen und betonte zugleich, dass die Qualitätsanforderungen der Suchmaschine gestiegen seien.

Gutes Content-Marketing und gute Inhalte seien daher der Schlüssel zum Erfolg, so der SEO-Experte.
Wichtige Keywords gehören natürlich dann auch dazu.

Zudem sei guter Content auch ein wichtiger Faktor zur Linkgenerierung.
Das muss nicht immer nur Text sein. Bilder, Videos, Games können dabei eine wichtige Hilfe sein. Nicht ohne Grund dürfte Zalando also im Oktober sein erstes Online-Mini-Game gelauncht haben. Auch ein Angebot an Grafiken, E-Books oder Whitepaper könnten zur Linkgenerierung beitragen.

Musik´haus Thoman klärt online ausführlich auf. Ratgeber lohnen sich für Kunden und Google

Wer auf Texte setzt, dem empfiehlt Nielsen jenseits lesernaher Produktbeschreibungen beispielsweise über Corporate Blogging, lösungsorientierte Top-Listen oder Ratgeber nachzudenken. Um zu sehen, wie man seinen Content professionell einsetzt, muss man nicht einmal einen Blick auf die schmucklosen Editorials oder das Glossar bei Zalando werfen.

Auch das Musikhaus Thomann zeigt exemplarisch wie ein guter Ratgeber aussehen kann, der Kunden hilft und Google nutzt. Content, der auch das Markenimage beeinflusst.

Nicht unterschätzen sollte man auch die Folgen sozialer Signale (Facebook, Twitter, Google+), die das Suchergebnis mit beeinflussen. Wichtig sei es deshalb, genau zu wissen, welche Ziele ein Posting in den sozialen Netzen haben soll und die Resonanz zu tracken.

Monitoring und ständige Optimierung ist eh Pflicht.

Tools für SEO

Da brachte Nielsen denn auch gleich einige Vorschläge für Tools mit:

Open Site Explorer: ein kostenloses Tool zur Linkprüfung.

Sistrix: eine der bekanntesten professionellen Lösungen, die unter anderem die Bedeutung von Keywords aufzeigt und einen Visibility Index liefert.

Searchmetrics Suite: Ein umfangreiches Tool zur Suchmaschinenoptimierung für den fortgeschrittenen Anwender.
Seolyze: Ein Tool zur Analyse und Onpage-Optimierung

Und dann empfahl er noch interessante Kleinigkeiten aus dem Bereich der Rich Snippets. So kann man die Website derart optimieren, dass die Suchergebnisse Fettungen von Markennamen, Sonderzeichen wie Herzchen oder Bulletpoints anzeigen. Damit fällt man in den Suchergebnissen besser auf.  Auch „Sternchen“ aus Bewertungsmodulen lassen sich mit Hilfe des Quellcode sichtar machen.

Haken dran: Das macht das Suchergebnis auffälliger

Mehr dazu auch in seinem Blog brandkraft.de