Kurz vor 9: Zalando mit Angeber-Prognose, Etsy, Farfetch, Amazon, Scarosso, GartenXXL, Weltbild, Wayfair, Best Buy, Groupon, Globetrotter

Zalando, Vorstand

Zalando zackig:

Mit ein bisschen Rechenkunst und einem Tunnelblick auf Mode und Online und wenn man Fünfe ein wenig grade sein lässt, da könnte man schon mal wetten, dass Zalando den alten Platzhirschen Otto (2,27 Milliarden Euro) 2015 im Umsatz vielleicht schon überholt. Ein angeberisches Umsatzwachstum von 20 bis 25 Prozent verspricht Zalando jedenfalls in diesem Jahr angesichts der jetzt final vorgestellten Zahlen für 2014.

Zalando zeigt dabei Muskeln und erwartet auch für 2015 eine EBIT-Marge in etwa auf dem Niveau von 2014. 

Zalando hat im Geschäftsjahr 2014 ein anhaltend starkes Umsatzwachstum und zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte einen konzernweiten Gewinn verzeichnet. Das Unternehmen bestätigt damit die im Februar 2015 veröffentlichten vorläufigen Geschäftszahlen. Zalando steigerte im Jahr 2014 den Konzernumsatz um 26 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro (2013: 1,8 Milliarden Euro) und baute den Marktanteil im Europäischen Onlinemarkt für Mode weiter aus. Die Kernregion DACH wuchs um 17 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro (2013: 1,1 Milliarden Euro), während der Umsatz im Segment Übriges Europa um 37 Prozent auf 0,9 Milliarden Euro zulegte (2013: 0,6 Milliarden Euro).

Konzernweit erzielte Zalando ein bereinigtes EBIT von 82 Millionen Euro (2013: -109 Millionen Euro), was einer bereinigten EBIT-Marge von 3,7 Prozent entspricht. Mit einem bereinigten EBIT von 83 Millionen Euro (2013: 8 Millionen Euro) - oder einer Marge von 6,7 Prozent (2013: 0,8 Prozent) - ist die DACH-Region klar profitabel. Im Hinblick auf Profitabilität hat sich das Segment Übriges Europa im Jahr 2014 stark verbessert, die Marge sprang auf -1,3 Prozent (2013: -15,7 Prozent). Geschäftsbericht: der Zalando-Code

Spannend wird nun, welche Wachstumszahlen und Profite Otto.de Mitte des Monats vorstellen wird. Anlass zum schwungvollen Optimismus gibt es aus der Gruppe nicht allzuviel.
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Kurz vor 9: eBay dreht an der Gebührenschraube, eBay kopiert Amazon Prime, Otto ändert Logo, Dehner, Planet Sports, MyTheresa, Lesara

ebay, logo

eBay dreht an der Gebührenschraube:

eBay verlangt den Verkäufern nicht nur immer neue Optimierungen ab, wie verpflichtende, aber zugleich komfortable Rückgabeprozesse über die eBay-Webseite, sondern macht es nun auch streckenweise noch teurer, über den Marktplatz zu verkaufen. Ab April wird der Basis-Shop teurer, zudem gibt es bald eine zusätzliche Gebühr für erfolglose Angebote. Allerdings werden beispielsweis die Abonnementgebühren für einen Premium-Shop günstiger. Von den Änderungen der Verkaufsprovision für Auktionen sind die Kategorien unterschiedlich betroffen. eBay-Verkäuferportal


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Kurz vor 9: Ernsting's Family - Absage an Amazon, Outfittery, Katag, Amazon Prime, eBay, Uber, Ikea

Kurz vor 9: ehling

Ernsting's Family wächst zweistellig:

Auf dem etailment Summit 2014 gehörte der Vortrag von Johannes Ehling, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb bei Ernsting’s Family, zu einem der am meisten beachteten Auftritte. Kein Wunder. Ehling schilderte wie detailversessen und unaufgeregt Ernsting’s Family das Multichannel-Geschäft seit langem betreibt. Und wie erfolgreich. Einige der Insights damals: 80 Prozent der Online-Bestellungen werden in einer Filiale des Händlers abgeholt. Und 30 Prozent der Kunden, die ihre Ware im Geschäft abholen, kaufen hier noch zusätzlich ein.

Der Erfolg ist konstant: "Wir wachsen deutlich im zweistelligen Bereich - mit einem sehr attraktiven und über dem Markt liegenden Deckungsbeitrag für den Online-Shop." Das sagte Ehling jetzt gegenüber Internet World.  Online sorge derzeit für 4,5 Prozent des Gesamtumsatzes (brutto knapp eine Milliarde Euro). Ehling weiter: "Wie viele andere Handelsketten auch haben auch wir den überall propagierten Zehnprozentanteil irgendwann mal auf einen Zettel geschrieben, aber ich kenne niemanden, der diese Zahl erreicht hat. Mit 4,5 Prozent sind wir in der Kürze der Zeit schon ganz gut aufgestellt." Künftig will Ehling auch Beacon erproben. Plattformen wie Amazon oder Ebay will er weiter nicht nutzen und stattdessen organisch wachsen. Der etailment-Kongress 2.015 findet in diesem Jahr übrigens vom 11. bis 12. November in Frankfurt statt.

Jetzt lesen: Mehr Geld für Outfittery, mehr Service bei Katag.
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Kurz vor 9: Yapital am Ende?, Burda will Zooplus verkaufen, Zalando puristisch, PayPal, Bastei, Apple, Amazon

Yapital Mobile Payment

Burda verkauft Zooplus:

Rechte Lust hat Burda an seiner einstigen Vorzeige-Investition Zooplus schon länger nicht mehr. Nach und nach schrumpfte die Beteiligung auf rund 30 Prozent. Jetzt will Burda ganz raus. „Wir wollen über die nächsten zwei, drei Jahre bei Zooplus aussteigen“, sagte Burda-Digitalvorstand Stefan Winners im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Zooplus bringt aus Sicht von Burda zu wenig Dividende. Logisch: Das Geld wandert stattdessen vor allem in die Expansion. Mit dem Denken steht Burda übrigens in der Verlagswelt nicht alleine da. Etliche Medienunternehmen schrecken vor Investitionen in Startups zurück, weil die nicht den schnellen Euro versprechen oder auf Jahre hinaus nur kleine Münze.
Zudem bietet Zooplus keine Überschneidung mit dem eigenen Kerngeschäft, seufzt man nun bei Burda. Dabei galt genau das vielen jahrelang als wichtiges Signal für die Verlagswelt.

Zooplus hatte erst kürzlich für 2014 ein Umsatzplus von 33 Prozent auf 543 Millionen Euro gemeldet. Werbeerträge und andere Erlöse mitgerechnet beläuft sich die Gesamtleistung auf 571 Millionen Euro. Plus 34 Prozent. Damit übertraf der Internethändler die eigene Prognose von 550 Millionen Euro.

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Kurz vor 9: Amazon verschärft Retouren-Richtlinie, Digitale Top 100, Nordstrom, Target, Yoox, Rakuten, Bitcoin

Kurz vor 9: Amazon verschärft Retouren-Richtlinie

Amazon - neue Daumenschrauben:

Die guten ins Töpfchen ... Amazon hat einen neuen Dreh gefunden, die Qualität seines Marktplatzes weiter zu verbessern. Denn nun verpflichtet Amazon seine Händler auf internationalen Marktplätzen dazu, entweder eine lokale Retouradresse anzubieten oder die Retourenkosten zu übernehmen - auch ins Ausland. Wer die neuen Regeln nicht bis zum 12. März umsetzt, kann seine Verkaufslizenz verlieren. Händler, per Mail informiert, stöhnen. Doch man nennt das Kundenorientierung. Wer weiß, wie kompliziert und nervig bei manch einem Marketplace-Händler der Rücksendeprozess ist, wird den Schritt begrüßen.Dienstleister begrüßen das auch. Neugeschäft winkt. Anbieter wie SalesSupply bieten bereits eine entsprechende Servicelösung an.


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Thema: News

Schlagworte: Amazon, Rakuten, Target, nordstrom, Yoox, Bitcoin

Kurz vor 9: WestwingNow - Jetzt gibts Möbel für Alle, Amazon down, Ikea, Click & Collect, Weltbild

Kurz vor 9: llalal

Westwing öffnet den Shopping-Club:

Der auf Home & Living spezialisierte Shopping-Club Westwing launcht nun mit WestwingNow zusätzlich zum Club ein dauerhaftes Sortiment für alle Kunden. Westwing will dabei mit schnellem Versand und einer kuratierten Auswahl ("Shop the Look") punkten. Das klingt zwar alles ein bisschen wie bei dem an seiner eigenen Hybris zugrunde gegangenen Design-Shoppingclub Fab, doch das deutsche Online-Einrichtungshaus mit Stil geht seinen Weg auch etwas bedächtiger an. Auch Westwingnow ist erst einmal ein Pre-Opening. 

Westwing liefert zudem anders als Fab laut Rocket Internet Business Update (pdf) solider werdende Zahlen. Der Umsatz lag in den ersten neun Monaten 2014 bei 124 Millionen Euro, plus 61 Prozent im Vorjahresvergleich. Der Umsatz im dritten Quartal ereichte 47 Millionen Euro. Das Ebitda konnte mit inzwischen über 0,6 Millionen Kunden zudem im dritten Quartal deutlich verbessert werden (+33 Prozent). Im ersten Halbjahr stand ein negatives EBITDA von -26,9 Millionen Euro in den Büchern. Zu Beginn des Jahres hatte Westwing von den bestehenden Investoren 25 Millionen Euro erhalten. Bislang eingesammeltes Geld: 179 Millionen Euro

Jetzt lesen: Amazon war down, Click & Collect bei Ikea.
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windeln.de-Gründer Alexander Brand: "Die Drogeriemärkte müssen sich im Bereich Onlineshop erst noch erfinden"

Von Julian Heck Julian Heck | 10. Februar 2015 | Kommentieren Kommentieren

windeln.de-Gründer Alexander Brand
Der Babyartikel-Markt ist heißt umkämpft. Amazon versucht sich hier zu positionieren, der Drogeriemarkt dm hat gerade einen Online-Shop in der Pipeline und windeln.de erhielt erst neulich 45 Millionen Euro frisches Kapital. Wir haben uns mit Alexander Brandt, Gründer von windeln.de, über die Zukunftspläne, wachsende Konkurrenz und Spekulationen über einen Börsengang unterhalten.
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Kurz vor 9: So sieht es aus, wenn Amazon offline verkauft, Baur, Burda, NeueTischkultur, Alibaba, Drohne, Target, Ocado, Marie Claire

amazon pick-up

Amazon startet Pick-up-Station:

Steigt Amazon mit dem Kauf von RadioShack-Filialen aus der Insolvenzmasse in das Retail-Geschäft ein? Diese Frage muss man sich nach den gestern von etailment gemeldeten Spekulationen stellen. Wie weit Amazon tatsächlich schon mit seinen Brick & Mortar-Plänen ist, das zeigt der Blick nach Indiana. Auf dem Campus der Purdue-Universiät hat Amazon seine erste richtige Pick-up-Station namens Amazon@Purdue aufgestellt. Amazon will das Konzept ("a customer order pickup and drop-off location”) ausweiten.

Bei Bestellungen ihrer Bücher via Amazon bekommen die Studenten zudem einen satten Rabatt. Eine weitere Pick-up-Station plus Store soll wohl im Juni an der Amherst-Universität in Massachusetts folgen.

Ein Store-Konzept macht für Amazon nicht nur mit Blick auf einen Showroom für Smartphone und Kindle Sinn. Lagerfläche vorausgesetzt könnte Amazon die Stores auch nutzen, um die wachsende Riege der Prime-Kunden in Ballungszentren noch rascher mit Schnelldrehern zu beliefern. Mit dem Pick-up-Konzept wie in Purdue könnte zudem ein Teil der Margen-Fressenden Versandkosten gedeckelt werden.   Amazon

Jetzt lesen: Baur verliert Spitze an Burda, neuer Marktplatz für Fachhändler.
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Thema: News

Schlagworte: Amazon, Baur, Burda, Alibaba

Kurz vor 9: Zalando buhlt um Marken, Amazon mit weniger Schwung in Deutschland, Stylebox, Brille24, Samwer-Fond, Asos, Argos, Sainsbury

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 2. Februar 2015 |

Kurz vor 9: Zalando buhlt um Marken,

Zalando: Mehr Marken, mehr Plattform:

Zalando will sich für Marken weiter aufbrezeln. Die sollen sich deutlicher mit einem eigenen Shop bei Zalando zeigen können. Der kommt dann wie bei Topshop erheblich wertiger daher. Kein Einzelfall mehr bei Zalando. Aber noch lange nicht genug. Ziel sei es, so Vorstand Rubin Ritter im Interview mit der „Wiwo“, so noch mehr bekannte Marken auf die Seite zu holen, gerade auch Marken, die keine eigenen Läden eröffnen wollen. Vorstand David Schneider soll die Partnerschaften mit Marken vorantreiben.

Jetzt lesen: Stylebox will ein dickes Bündel schnüren, Argos zieht bei Sainsbury ein.
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Thema: News

Schlagworte: Amazon, Zalando, Asos, Sainsbury, argos

Kurz vor 9: Rewe kippt Preisversprechen bei E-Food, Zooplus geht ab, Amazon verzückt, Media-Saturn, MyTheresa, Asics, eBay, Alibaba

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 30. Januar 2015 |

Rewe online wagen

Rewe-Lieferservice dreht an der Preisschraube:

Es ist eine kleine Revolution, die zeigt wie schwer es ist, im E-Food-Segment einigermaßen auf einen grünen Zweig zu kommen. Rewe kippt nämlich die Preis-Egalität zwischen Filiale und Online-Store, verzichtet daher auch auf den Slogan "Preise wie im Markt". Der Löwenanteil der Preise bleibe zwar identisch, weiß der Supermarkt-Blog, doch auf etliche Schnäppchen werden Online-Kunden verzichten müssen. Das Ende der Preiseinheit zeigt, wie schwer es ist, den Lieferservice kostendeckend zu betreiben. Zuletzt hatte Rewe den Lieferpreis bei Getränkekisten angehoben. Bei der Lieferung von Getränken fällt seitdem ab der dritten Getränkekiste ein Aufschlag von 1 Euro je Getränkekiste an.

Jetzt lesen: Zooplus übertrifft die Erwartungen, Amazon zurück auf  Gewinnkurs.
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