Kurz vor 9: Neues Verbotskartell bei Amazon?, eBay, Buchhandel, Rocket Internet, Home24, Uber, Neiman Marcus

Kurz vor 9: Neues Verbotskartell bei Amazon?,

Markenrecht - Amazon riegelt Marktplatz ab:

Amazon hat offenbar Marktplatz-Beschränkungen mit Markenherstellern vereinbart und zeigt Onlinehändlern nun die rote Karte, wenn sie vom Hersteller keine Erlaubnis haben, berichtet Internet World. Die Händler sollen in einer E-Mail von Amazon kurzfristig darüber informiert worden sein, dass sie Markenprodukte nicht mehr verkaufen dürfen, wenn die Markenherstellern den Vertrieb nicht abgenickt haben.

Hintergrund: Hersteller und Kartellamt streiten seit Jahren über die Rechtmäßigkeit von Vertriebsbeschränkungen auf Marktplätzen. Zuletzt krachte es zwischen dem Sportartikelhersteller Asics und dem Kartellamt. Das Kartellamt will Beschränkungen des Internetvertriebs verhindern, Asics mit neuen Regeln aber beispielsweise sicherstellen, "dass Kunden zu jeder Zeit und an jedem Ort, wo sie Asics-Produkte kaufen, dasselbe Qualitätsniveau von Beratung und Service vorfinden." Derlei Formulierungen sollen "freischaffenden" Händlern den Garaus machen.
Nach Ansicht des Kartellamts schränken Hersteller den Wettbewerb aber zu stark ein, wenn sie Händlern die Nutzung von Online-Marktplätzen wie eBay oder Amazon ohne Ausnahme untersagen. Im Zuge von Verhandlungen hatte beispielsweise Adidas sein Verkaufsverbot über Online-Marktplätze aufgegeben.
Die neue Entwicklung könnte das Kartellamt abermals auf den Plan rufen. Der Branchenverband BVOH empfiehlt Händlern denn auch beispielsweise schon länger den Rechtsweg gegen Asics.

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Kurz vor 9: Bauer Venture polstert Navabi mit Millionen, Aetka, Hawesko, Klarna, Buchhandel, Mydays, Barcoo, Porch, Amazon, Sonntagslieferung

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 21. Januar 2015 |

Kurz vor 9: Bauer Venture polstert Navabi mit Millionen

Navabi - dickes Finanzpolster:

Der XXL-Modehändler Navabi verkauft Übergrößen-Mode an Damen – und das inzwischen international. Um die Expansion und die eigenen Modelabels weiter voranzutreiben, hat Navabi jetzt in der aktuellen Finanzierungsrunde 25 Millionen Euro hereingeholt. Und wer führt die Investoren-Truppe an? Ein Neuling im Startup-Geschäft: Bauer Venture Partners. Der Venture Capital Fond des Medienhauses wurde erst vor etwa einem halben Jahr gegründet mit dem Ziel, die kommenden zehn Jahre 100 Millionen Euro in junge Technologieunternehmen zu investieren. Mehr zum Thema in Kürze bei etailment.

Jetzt lesen: Aetka plant mehr Engagement bei eBay, Barcoo wirbt per Beacon für Tee.
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Kurz vor 9: Kaufhof - Winter is coming, Preiskniffe von Amazon, Home24, eBay, Buchhandel, Asos, Tesco, Google Glass

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 14. Januar 2015 | 1 Kommentar Kommentieren

winter

Kaufhof macht Metro zu schaffen:

Falls Sie mal wieder eine Zahl brauchen, die das Ende der Warenhäuser bestätigt: Galeria Kaufhof hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2014/15, also im wichtigen Weihnachtsquartal, flächenbereinigt 1,4 Prozent Umsatz verloren (Grund, man kennt das: Das Wetter. Genauer: die milde Witterung im Herbst). Die Erlöse sanken auf rund eine Milliarde Euro. Besser steht bei der Metro das einstige Sorgenkind Media-Saturn da. Plus 3,8% auf 6,9 Milliarden Euro. Metro

Jetzt lesen: Preistricks von Amazon, Home24 baut aus.
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Das Amazon-Jahr 2014: Die Innovations-Maschine

Von Julian Heck Julian Heck | 7. Januar 2015 |

Das Amazon-Jahr 2014: Auf Wachstumskurs mit Rekord-Verlust

Langweilig war das Jahr aus Sicht von Amazon keineswegs. Der E-Commerce-Riese unter der Führung von Jeff Bezos hat Monat für Monat für Schlagzeilen gesorgt. Von Instant Video über Kindle Unlimited bis hin zu mehr oder weniger erfolgreichen Fire-Produkten – Amazon hat wieder versucht, die Messlatte im E-Commerce hochzulegen. Wie das Jahr von Jeff Bezos' Unternehmen im Detail aussah, zeigen wir hier.
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So verlogen ist der Streit um die Rabatte für E-Books

So verlogen ist der Streit um die Rabatte für E-Books
Hilfe vom Kartellamt erhofft sich der Börsenverein des deutschen Buchhandels im Konditionenpoker um die Rabatte für E-Books. Amazon verzögere die Auslieferung von gedruckten Büchern der Verlagsgruppe Bonnier, so der Vorwurf, um höhere Rabatte beim Einkauf von E-Books zu erzwingen. Amazon widerspricht. Ohnehin zeigen Zahlen zur E-Book-Kalkulation, dass auch dort höhere Rabatte die Verlage keineswegs ins Armenhaus bringen - ist doch die operative Marge deutlich höher als im Printbereich. Für Verlage sind E-Books trotz teils noch überschaubarer Verkaufszahlen also ein mehr als ordentliches Geschäft. Davon gibt man natürlich ungern etwas ab.
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Thema: Player

Schlagworte: E-Book, Amazon, Buchhandel, eBooks

Kurz vor 9: Buchhandel will Amazon mit Kartellamt ausbremsen, Amazon spart Papier, Kreditech, 3Suisses, Reserved, Mobile Commerce

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 25. Juni 2014 |

Amazon entschuldigt sich im Verlagspoker

Buchhandel: Der Börsenverein des deutschen Buchhandels geht per Beschwerde beim Bundeskartellamt gegen Amazon vor und beklagt sich, Amazon nutze seine Marktmacht als Einkäufer von E-Books aus. Anlass sind unter anderem die Verzögerungen bei der Auslieferung von gedruckten Büchern der Verlagsgruppe Bonnier, um höhere Rabatte beim Einkauf von E-Books zu erzwingen. Die Rede ist von Rabatten beim E-Book-Einkauf bis zu 50 % (Derzeit rund 30 %). Amazon will mit seinem Vorgehen die Konditionen für E-Books denen für gedruckte Bücher angleichen. Da gibt es traditionell höhere Rabatte.
Amazon missbrauche damit seine Marktmacht, klagt dagegen der Verband. Laut Verband der Versandbuchhändler hat Amazon beim Online- und Versandhandel mit Büchern in Deutschland einen Marktanteil von rund 70 Prozent. Nicht bekannt ist, ob die Verlage ob solcher Forderungen lieber nur noch im Einzelhandel verkaufen würden, wo Werbekostenzuschüsse, Boni und Rückvergütungen schon für simple Listings verlangt werden.

Jetzt lesen: Kreditech kassiert 40 Millionen Dollar, Amazon verzichtet auf Papierrechnungen.
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Kurz vor 9: So kaufen wir übermorgen ein, Zooplus, Fressnapf, E-Books, Amazon, Marks & Spencer, Shitstorm

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 21. Mai 2014 |

Kurz vor 9: So kaufen wir übermorgen ein, Trends

Trends: Schneller, automatisch und vorausschauend. Das sind die großen Trends in der Logistik in den kommenden Jahren, sagt DHL in der zweiten Auflage des „Logistics Trend Radar“.  Das Ziel: Nach der Analyse von der Daten aus Produktsuchen von Kunden, Wunschlisten und sogar aus Bewegungen des Mauszeigers die Sendung schon auf den Weg bringen, noch bevor der Kunde den Auftrag erteilt hat. Klar, irgendwo in Frankfurt wird grad sicher ein iPhone bestellt. Kann man ja schon mal auf Verdacht mitnehmen. Amazon hat "anticipatory shipping" in den USA sogar schon zum Patent angemeldet.

Noch weiter über den Tellerand schaut DHL in der Studie  "Global E-Tailing 2025". Dort werden vier globale Zukunftsszenarien für den Einkauf von Morgen aufgezeigt. Im Video wirkt das alles ein bisschen wie bei "Star Trek". Das kann man ein wenig als Spielerei abtun.

Einige Kernaussagen aber klingen sinnig: Zustellzeiten im Expressversand liegen künftig standardmäßig unter 24 Stunden, Tauschkulturen (Sharing Economy) und Do-it-Yourself-Mentalität machen sich breit, womöglich kaufen sogar Avatare für uns ein. 

Die Entwicklung hängt natürlich stark von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab und wie sich das Wertesystem der Gesellschaft entwickelt, mahnt die Studie zur Vorsicht. Trotzdem regiert Zuversicht: Je nach Szenario könnte der E-Commerce-Anteil bis 2025 in den entwickelten Volkswirtschaften auf bis zu 40 Prozent ansteigen

Jetzt lesen: Zooplus springt ins Plus, Börsenverein beklagt Erpressung durch Amazon.
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Amazon contra Hachette: Im Clinch mit Verlagen pfeift Amazon auf Tempo und Kundenorientierung

Von Holger Ehling | 16. Mai 2014 | 1 Kommentar Kommentieren

Amazon contra Hachette: Im Clinch mit Verlagen pfeift Amazon auf Tempo und Kundenorientierung
„Ist der Ruf erst ruiniert …“ – wie der Spruch weitergeht, wissen Sie natürlich. Für Amazon in den USA scheint der Spruch zum Leitbild geworden zu sein: Jetzt wurde bekannt, dass der Online-Riese seit gut zwei Monaten mit dem Großverlag Hachette um die Rabatte feilscht. Und dabei greift Amazon zu Mitteln, die nicht wirklich als hasenrein zu bezeichnen sind: Viele Titel des Verlags werden auf der Amazon-Website als gar nicht oder nur mit langer Verzögerung lieferbar ausgewiesen. Bei anderen Shops und natürlich im stationären Buchhandel sind die Titel aber problemlos zur bekommen.
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Thema: Player

Schlagworte: Amazon, Buchhandel, Verlage

Barnes & Noble: Keiner kennt Nook - Geschenke sollen das ändern

Von Holger Ehling | 12. Mai 2014 |

Barnes & Noble: Keiner kennt Nook - Geschenke sollen das ändern -

Jahre hat es gedauert und viele Ankündigungen hat es gebraucht, bis der US-amerikanische Buchhandelsriese Barnes & Noble (BN) sein Vorhaben wahr machte und seine Digitalplattform „Nook“ auch im Ausland an den Start brachte. Seit Ende vergangenen Jahres sind Nook-Shops jetzt in 32 Ländern und in 21 Sprachen unterwegs – so weit, so gut. Offensichtlich hapert es allerdings noch gewaltig bei der lieben Kundschaft, denn in Spanien, Italien, in der Schweiz und den Niederlanden versucht der Buchhandelsriese mittels Geschenken die Nutzer anzulocken: Magazine und E-Books zuhauf werden kostenlos feilgehalten, wenn denn die Nook-App heruntergeladen wird.
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Thema: Marketing

Schlagworte: E-Book, Buchhandel