So verlogen ist der Streit um die Rabatte für E-Books

So verlogen ist der Streit um die Rabatte für E-Books
Hilfe vom Kartellamt erhofft sich der Börsenverein des deutschen Buchhandels im Konditionenpoker um die Rabatte für E-Books. Amazon verzögere die Auslieferung von gedruckten Büchern der Verlagsgruppe Bonnier, so der Vorwurf, um höhere Rabatte beim Einkauf von E-Books zu erzwingen. Amazon widerspricht. Ohnehin zeigen Zahlen zur E-Book-Kalkulation, dass auch dort höhere Rabatte die Verlage keineswegs ins Armenhaus bringen - ist doch die operative Marge deutlich höher als im Printbereich. Für Verlage sind E-Books trotz teils noch überschaubarer Verkaufszahlen also ein mehr als ordentliches Geschäft. Davon gibt man natürlich ungern etwas ab.
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Schlagworte: E-Book, Amazon, Buchhandel, eBooks

Kurz vor 9: Buchhandel will Amazon mit Kartellamt ausbremsen, Amazon spart Papier, Kreditech, 3Suisses, Reserved, Mobile Commerce

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 25. Juni 2014 |

Amazon entschuldigt sich im Verlagspoker

Buchhandel: Der Börsenverein des deutschen Buchhandels geht per Beschwerde beim Bundeskartellamt gegen Amazon vor und beklagt sich, Amazon nutze seine Marktmacht als Einkäufer von E-Books aus. Anlass sind unter anderem die Verzögerungen bei der Auslieferung von gedruckten Büchern der Verlagsgruppe Bonnier, um höhere Rabatte beim Einkauf von E-Books zu erzwingen. Die Rede ist von Rabatten beim E-Book-Einkauf bis zu 50 % (Derzeit rund 30 %). Amazon will mit seinem Vorgehen die Konditionen für E-Books denen für gedruckte Bücher angleichen. Da gibt es traditionell höhere Rabatte.
Amazon missbrauche damit seine Marktmacht, klagt dagegen der Verband. Laut Verband der Versandbuchhändler hat Amazon beim Online- und Versandhandel mit Büchern in Deutschland einen Marktanteil von rund 70 Prozent. Nicht bekannt ist, ob die Verlage ob solcher Forderungen lieber nur noch im Einzelhandel verkaufen würden, wo Werbekostenzuschüsse, Boni und Rückvergütungen schon für simple Listings verlangt werden.

Jetzt lesen: Kreditech kassiert 40 Millionen Dollar, Amazon verzichtet auf Papierrechnungen.
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Kurz vor 9: So kaufen wir übermorgen ein, Zooplus, Fressnapf, E-Books, Amazon, Marks & Spencer, Shitstorm

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 21. Mai 2014 |

Kurz vor 9: So kaufen wir übermorgen ein, Trends

Trends: Schneller, automatisch und vorausschauend. Das sind die großen Trends in der Logistik in den kommenden Jahren, sagt DHL in der zweiten Auflage des „Logistics Trend Radar“.  Das Ziel: Nach der Analyse von der Daten aus Produktsuchen von Kunden, Wunschlisten und sogar aus Bewegungen des Mauszeigers die Sendung schon auf den Weg bringen, noch bevor der Kunde den Auftrag erteilt hat. Klar, irgendwo in Frankfurt wird grad sicher ein iPhone bestellt. Kann man ja schon mal auf Verdacht mitnehmen. Amazon hat "anticipatory shipping" in den USA sogar schon zum Patent angemeldet.

Noch weiter über den Tellerand schaut DHL in der Studie  "Global E-Tailing 2025". Dort werden vier globale Zukunftsszenarien für den Einkauf von Morgen aufgezeigt. Im Video wirkt das alles ein bisschen wie bei "Star Trek". Das kann man ein wenig als Spielerei abtun.

Einige Kernaussagen aber klingen sinnig: Zustellzeiten im Expressversand liegen künftig standardmäßig unter 24 Stunden, Tauschkulturen (Sharing Economy) und Do-it-Yourself-Mentalität machen sich breit, womöglich kaufen sogar Avatare für uns ein. 

Die Entwicklung hängt natürlich stark von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab und wie sich das Wertesystem der Gesellschaft entwickelt, mahnt die Studie zur Vorsicht. Trotzdem regiert Zuversicht: Je nach Szenario könnte der E-Commerce-Anteil bis 2025 in den entwickelten Volkswirtschaften auf bis zu 40 Prozent ansteigen

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Amazon contra Hachette: Im Clinch mit Verlagen pfeift Amazon auf Tempo und Kundenorientierung

Von Holger Ehling | 16. Mai 2014 | 1 Kommentar Kommentieren

Amazon contra Hachette: Im Clinch mit Verlagen pfeift Amazon auf Tempo und Kundenorientierung
„Ist der Ruf erst ruiniert …“ – wie der Spruch weitergeht, wissen Sie natürlich. Für Amazon in den USA scheint der Spruch zum Leitbild geworden zu sein: Jetzt wurde bekannt, dass der Online-Riese seit gut zwei Monaten mit dem Großverlag Hachette um die Rabatte feilscht. Und dabei greift Amazon zu Mitteln, die nicht wirklich als hasenrein zu bezeichnen sind: Viele Titel des Verlags werden auf der Amazon-Website als gar nicht oder nur mit langer Verzögerung lieferbar ausgewiesen. Bei anderen Shops und natürlich im stationären Buchhandel sind die Titel aber problemlos zur bekommen.
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Schlagworte: Amazon, Buchhandel, Verlage

Barnes & Noble: Keiner kennt Nook - Geschenke sollen das ändern

Von Holger Ehling | 12. Mai 2014 |

Barnes & Noble: Keiner kennt Nook - Geschenke sollen das ändern -

Jahre hat es gedauert und viele Ankündigungen hat es gebraucht, bis der US-amerikanische Buchhandelsriese Barnes & Noble (BN) sein Vorhaben wahr machte und seine Digitalplattform „Nook“ auch im Ausland an den Start brachte. Seit Ende vergangenen Jahres sind Nook-Shops jetzt in 32 Ländern und in 21 Sprachen unterwegs – so weit, so gut. Offensichtlich hapert es allerdings noch gewaltig bei der lieben Kundschaft, denn in Spanien, Italien, in der Schweiz und den Niederlanden versucht der Buchhandelsriese mittels Geschenken die Nutzer anzulocken: Magazine und E-Books zuhauf werden kostenlos feilgehalten, wenn denn die Nook-App heruntergeladen wird.
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Schlagworte: E-Book, Buchhandel

Kurz vor 9: Wal-Mart startet Online-Preisvergleich, Spreadshirt im Plus, Strauss, Trbo, bvh, Design3000, Buchhandel, Facebook

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 26. März 2014 |

Kurz vor 9:  Wal-Mart startet Online-Preisvergleich

Wal-Mart: Stellen Sie sich vor, Sie kaufen bei Media-Markt im Laden eine Waschmaschine, checken dann nochmal den Preis und stellen hinterher fest, es hätte sie bei Elektronik Schmitz um die Ecke günstiger gegeben - weil Media-Markt ihnen beim Preisvergleich geholfen hat. Ein Unding? Ein dolles Ding. Denn mit "Savings Catcher" hat Wal-Mart ein Online-Preisvergleichs-Tool aus der Taufe gehoben, mit dem Kunden den Preis eines Produktes bei der Handelskette mit dem Preis in lokalen Supermärkten vergleichen können. Kunden geben nach dem Kauf bei Wal-Mart in dem Web-Tool die Quittungs-Nummer ein. Findet das System einen günstigeren Preis bei einem lokalen Mitbewerber, erstattet Wal-Mart die Differenz. Das System vergleicht aber nur stationäre Preise und nicht Online-Angebote. Sortimente wie Elektronik sind im System gegenwärtig nicht hinterlegt.  Tampa Bay

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Kurz vor 9: Plant Amazon die eigene Lieferflotte?, Otto erfindet Marken, Payment, Buchhandel, DHL

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 14. März 2014 |

Amazon fresh startet in Deutschland -

Amazon: Amazon und eine eigene Lieferflotte? Das galt bislang immer als ein verschwurbeltes Gedankenkonstrukt. Auch wenn manch einem das mit Blick auf den Lebensmittel-Onlinehandel als einzig sinnvolle, aber kaum machbare Option erschien. Rund um die Pläne für einen möglichen Deutschlandstart von Amazon fresh kochten derartige Gedankenspiele auch hierzulande immer mal wieder hoch. Doch mehr als ein paar umlackierte Fahrzeuge schienen nicht drin.
Medienmeldungen aus den USA deuten an, dass Amazon konkret über eine eigene Fahrzeugflotte für Amazon fresh im heimischen Markt nachdenkt - auch um Same Day Delivery zu forcieren. Da gibt es wohl sogar Pläne, wie man das Land logistisch und flottentechnisch aufteilt und andere Logistiker einbindet. Vielleicht aber auch nur eine Nebelkerze, um Logistiker bei den Preisen unter Druck zu setzen, weil die Transportkosten in der Bilanz horrende sind. DC Velocity stellt die Details vor.

Jetzt lesen: Amazon erhöht die Preise für Prime in den USA, Otto wirbt mit erfundenen Marken.
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Thema: E-Commerce

Schlagworte: Amazon, Otto, Payment, Buchhandel, DHL

Kurz vor 9: eBay macht Kollektionen zum Schaufenster, Dehner, Rossmann, Schwab, Reflektion, Buchhandel, Amazon

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 5. März 2014 |

eBay-Kollektionen:

eBay: Mehr Shopping-Erlebnis, mehr Inspiration will eBay seinen Nutzern mit den eBay-Kollektionen bieten, die jetzt auch in Deutschland eingeführt werden. Und dabei natürlich seine Produktvielfalt herausstreichen. Jeder Nutzer, der so zum Produkt- und Sortiments-Botschafter wird, kann bei eBay nun Artikel nach beliebigen Themengebieten bündeln und eigene Kollektionen erstellen, die wiederum mit anderen teilen und auch selbst den Kollektionen anderer Nutzer folgen. Auch Händler und Marken sollen eigene Shopping-Pinwände im Pinterest-Stil anlegen können und damit ein weiteres Schaufenster (Beispiel Styleranking) in die eBay-Welt öffnen. etailment

Jetzt lesen: Dehner startet Click & Collect und Rossmann wird mobiler.
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Kurz vor 9: Social Media hilft im "War for Talents", Zalando vor P&C, Expert, Eyeglass24, Amorelie, EPIC, Buchhandel, Alibaba, Asos, eBay, Zalora

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 15. Januar 2014 |

Kurz vor 9: Social Media hilft im

Recruiting: Dieser Tage sprach ich noch mit einem mittelständischen Einzelhändler, der Facebook auch dazu nutzt, um in Kontakt mit möglichen Auszubildenden zu kommen. Den "War for talents" gibt es schließlich auf allen Ebenen. Dieser Händler folgt bei der Ansprache von Jugendlichen über soziale Netzwerke einfach seinem Bauchgefühl. Dass er damit richtig liegt, bestätigt ihm die Studie „Social Media Recruiting Reports 2013“ des Institute for Competitive Recruiting (ICR). Jede zehnte Stelle wird demnach inzwischen mittels Social Media besetzt. Es ist damit inzwischen der wichtigste Kanal nach Stellenanzeigen, Jobbörsen und die eigene Karriereseite. Für die Studie befrage ICR 10.000 Personaler. Einen Einblick in die Studie gibt es auch bei Slideshare.

Jetzt lesen: Buchhandel erholt sich leicht. P&C und C&A sind Zalando auf den Fersen.
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