1-2-Fashion: Otto-Geheimprojekt "Collins" enttarnt?

12fashion otto collins
Gerade erst hat Tarek Müller, Geschäftsführer von Antevorte, hinter diesem Firmennamen betreibt Otto derzeit sein geheimes Vorzeigeprojekt Collins, in einem Video-Interview bei Kassenzone verraten, dass es im Web bereits Testläufe unter dem Radar gibt. Schon scheinen erste Probe-Projekte enttarnt. Das endgültige Ergebnis dürften die aber noch nicht sein.

Unter der Webadresse 1-2-Fashion.de ist ein Mode-Shop reüssiert, der die Handschrift von Otto trägt. Die Artikel stammen von Otto, Versender ist Hermes und als Payment-Dienst wird die Otto-Tocher Ratepay angedient. Auch Collins soll sich ja die starke Vertikalisierung der Otto Group zu Nutze mache.

Für die Verbindung des "Onlineshop mit Herz für Fashion" zu "Collins" spricht auch der Name Alexander Graf. Der ist Kompagnon von Tarek Müller und Geschäftsführer von eTribes, und war bereits bei der Planung und Konzeption des Projekts Collins involviert. Alexander Graf firmiert nun über die APU Services UG als Geschäftsführer für 1-2-Fashion.   Deren Adresse verweist mal auf den Kiebitzhof 9 in Hamburg, mal auf den Christoph-Probst-Weg 4. Dort hat auch die Collins-Schmiede Antevorte ihren Sitz.

"Collins" soll ein hipper Shop für jungen Frauen mit Sortimenten im Bereich Mode und Lifestyle werden, für das Otto mit dem Thronerben Benjamin Otto an der Spitze eine dreistellige Millionensumme einplant.

12fashion otto collins
Testlauf für Collins? 1-2-Fashion

Und ein bisschen Hip sieht auch 1-2-Fashion mit seiner großformatigen Bilderöffnung schon aus.  Dazu kommt schon ein recht ansehnlicher Filter nach Marke, Farbe, Preis, Größe in der Navigationsleiste. Es gibt auch einen Facebook- und Pinterest-Button. Aufschlussreich: Versand und Retoure sind kostenlos. Bei Facebook hat der Shop am 6.Dezember sein erstes Posting hinterlassen.

Vieles wirkt aber noch rudimentär und unter Otto-Standard. Auch von den erhofften USP, die Alexander Graf kürzlich beschrieben hat, der nach eigenen Angaben operativ nicht in Collins eingebunden ist, ist wenig zu spüren.  "Ein Feldversuch, zB. um zu testen wie die einzelnen Otto-Komponenten technisch zusammenspielen bzw. diese “schnell” für einzelne Shops zusammengesteckt werden können", vermutet daher Peter Höschl, der den Shop entdeckt hat.

Die Beta-Version von Otto.de, die mit der eigenen Shop-Software Lhotse Otto im Herbst auf Vordermann bringen soll, macht da schon mehr her.

otto beta
Beta-Version von Otto.de


Update:
Als weiteres Testprojekt könnte Sister Surprise ins Rennen geschickt worden sein, das vor allem Damenwäsche und Bademoden im Fokus hat, aber noch ohne Shop daherkommt, dafür aber umso mehr Content bietet. Der Tipp von Jochen Krisch klingt solide: Als Geschäftsführer von Sister Surprise fungiert Tarek Müller unter dem Dach der vStores Trading GmbH. Auch die sitzt am Christoph-Probst-Weg 4 und ist ein Unternehmen der Otto Group, das Online-Nischenshops aufbauen und betreiben soll. Tarek Müller verneint bei Exciting Commerce eine direkte Verbindung mit "Collins".

Interview mit Tarek Müller:



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Thema: E-Commerce

Schlagworte: Otto, Collins, Antevorte

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Susanne Vieser
    Erstellt 8. Juli 2013 17:17 | Permanent-Link
    Ungelegte Eier

    Warum machen eigentlich so viele gerade kostenlose PR für Collins? Otto will offensichtlich nichts darübner verlautbaren, die herren Graf und Müller indes schon. Und zu sehen ist - so gut wie nichts. Aber die Branche zerreißt sich schon das Maul. Und spekuliert über Adressen, Geschäftsführungen etc.pp. Verwertbares ist daraus nicht zu ziehen. Interessantes aschon gar nicht. In der Branche entsteht ein neuer Shop. Und dieser Pups wird zum Elefanten aufgebläht - nur weil otto dahinter steckt? Oder die Herren Graf und Müller? Eih ich habe gerade was bei Facebook gepostet .... Ist das jetzt Sommerloch? Gibt's nichts Wichtigeres zum Diskutieren als über ungelegte Eier?

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