Chef der Otto-Gruppe, Hans-Otto Schrader, rechnet fulminantes Wachstum vor

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 1. November 2013 |

Otto Hans-Otto Schrader
Die Otto Group will im laufenden Geschäftsjahr konzernweit mit 3,5 Prozent wachsen. Währungsbereinigt liegt das Wachstum nach den ersten sechs Monaten sogar bei vier Prozent. Otto.de wächst um gut zehn Prozent, viele zur Gruppe gehörende Internetfirmen legen hoch zweistellig zu. Die Zahlen nannte der Chef der Otto-Gruppe, Hans-Otto Schrader, erstmals im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Angesichts der fuliminanten Zahlen, (der gesamte Einzelhandel hat bis August nominal um 1,5 Prozent und real nur um 0,1 Prozent zugelegt), scheint Otto zur alten Stärke zurückgefunden zu haben. So schaffte Otto im letzten Geschäftsjahr nur ein einstelliges Plus. Das jetzige Wachstum ist umso bedeutender, als auch Amazon von Beobachtern unterstellt wird, dass der Riese in Europa und wohl auch in Deutschland zuletzt nur einstellig gewachsen ist.

Da muss es Schrader in den Fingern gejuckt haben, auch jenseits der alljährlichen Bilanzpressekonferenz mit klaren Zahlen an die Öffentlichkeit zu gehen. Man darf das übrigens nicht nur als ein Zeichen für den Markt, sondern auch als Signal an die eigenen Mitarbeiter sehen.

Die Dynamik bei Otto stammt - natürlich - wesentlich aus dem Internet. „Wir kommen von 5,7 Milliarden Euro Umsatz im Netz und werden zweistellig wachsen“, sagte der Konzernchef. „Damit knacken wir erstmals die Marke von sechs Milliarden Euro, legen allein in diesem Jahr um mindestens 570 Millionen Euro zu.“

"Der Spielwarenanbieter MyToys wuchs im ersten Halbjahr um knapp 20 Prozent, der Einkaufsklub Limango um 28,6 Prozent und unser Gemeinschaftsunternehmen mit Hagebau namens Baumarkt direkt um 15 Prozent“, erläuterte der Manager. „Wenn wir ein gutes Weihnachtsgeschäft bekommen, wächst auch die Kerngesellschaft Otto wie bislang zweistellig.“

Auch verdient wird gut: Schrader: „Bereits im vergangenen Geschäftsjahr konnten wir die Rendite (Ebit-Marge) von 2,2 Prozent auf im Handel vorzeigbare 3,3 Prozent erhöhen. Wie es derzeit aussieht, werden wir dieses ordentliche Niveau sicher halten können.“


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