Infografik: Die Top 100 Fashion Blogs - Was Fashion Retailer von Blogs lernen sollten

Top 100 Fashion Blogs
Welche Fashion Shops deutsche Kunden am liebsten mögen, zeigt die Mode-Studie "Service Atlas Fashion Shops 2013". Zumindest was die "Kundenorientierung" betrifft.
Doch reicht dieses Kriterium in einer bald unüberschaubaren Vielfalt an Fashion- Shops überhaupt noch aus?

Wer bestimmt künftig eigentlich, was sich die Kunden auf den virtuellen Kleiderbügel hängen werden? Allein die Marketing-Maschinerien der großen Ketten? Multichannel-Konzepte? Oder bloggende "Influencer"?
Diese könnten dem Fashion-Segment im E-Commerce wenigstens etwas von dem geben, was im Handel eigentlich alle irgendwie sein wollen, oder jetzt schon gern behaupten es zu sein. Eine "Erlebniswelt".

Online Fashion = "Erlebniswelt"? Denkste. Viele Online-Shops wirken steril, austauschbar und sexy wie "trocken Brot". Im Sinn der "Kundenorientierung", der Benutzerführung und damit letztlich der Conversion Rate mag das auch richtig und wichtig sein.
Das Problem: Die Austauschbarkeit der Shops macht auch irgendwann die Marken selbst austauschbar.

Wie man Mode auch anders präsentieren kann zeigen die Top 100 Fashion Blogs.

Markenbindung bei Online Fashion? Esprit, Tom Tailor, s.Oliver und Co - Kaum zu unterscheiden.


Im niedrigen bis mittleren Preisegment ist Online Fashion doch längst zum "Einheitsauftritt" verkommen. Die "Kundenorientierung" mag auf Nachfrage vielleicht jeweils top sein, aber was nützt das, wenn kundenseitig erst gar kein Anreiz vorhanden ist, die Online-Shops dieser Retailer überhaupt zu besuchen? 

Ein Blick auf die Topplatzierten im Service Atlas Fashion Shops 2013 lockt doch niemanden wirklich hinter dem Ofen hervor: Austauschbare Marken, austauschbare Shops. Einheitsbrei, der einem im Alltag lediglich dann ins Bewusstsein gerät, wenn "Sale" ist: Mal fix reinklicken und unambitioniert ein paar Kilo Freizeitkleidung shoppen. Das war es. Bitte, Danke, Tschüss. Bis zum nächsten "Sale".

Markenbindung und längerfristige Markentreue? Kaum zu erwarten. Inspiration, Reizpunkte und Hilfestellung, dank derer sich auch Non-Fashionistas zu höheren Warenkörben "durchringen" würden? Eher weniger. Wenn sich die Shopgestaltung aber den Vorgaben der Benutzerführung unterordnen muss, dann müssten die Emotionen an anderer Stelle geweckt werden. Blogs bieten sich dafür an. 

Die Stichprobe zeigt jedoch, dass es dahingehend düster ausssieht: Esprit kommt nüchtern bis klinisch daher, bei s.Oliver wird auf "Frau Schwarz" verlinkt und Service Atlas-Gewinner Tommy Hilfiger befeuert lustlos ein Tumblr-Blog, das ein überkommenes Emotions-Gewölle, irgendwo zwischen James Dean-Coolness und Prince Denmark-Lagerfeuerromantik, auf den Bildschirm zu zaubern versucht. Und Tom Tailor findet gar nicht statt.

Dass es auch anders geht, zeigt das Otto-Fashion Blog TwoforFashion. Das kennt sogar der Urheber der Infografik Couponaudit und setze es an die Spitze seiner Top 100. Aus Gründen. Für Schreibfaule gibt es alternative Top Lists, in denen die Blogs jeweils direkt verlinkt sind: Teens. Beauty & Fashion allgemein. Marketer, die Online um mehr Profilschärfe bemüht sind, sollten einen Blick darauf werfen und sich Anregungen holen. 

Infographic Top 100 Fashion Blogs

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Thema: E-Commerce

Schlagworte: Fashion E-Commerce

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 13. Mai 2013 13:18 | Permanent-Link

    Super schlecht recherchiert. Grüße vom Fashion Insider...

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