Kurz vor 9: Amazon sperrt Retouren-König, Fab-Blase erreicht Asien, Amazon, Apple, Yahoo, Yelp, 3D-Druck

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 1. August 2013 |

Leipzig_Amazon Turm_Außenansicht
Amazon: „Amazon.de ist eine Website für Verbraucher, also Personen, die haushaltsübliche Mengen bestellen. Dies kommunizieren wir in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie auf unseren Hilfeseiten. Maßnahmen wie eine Kontoschließung nehmen wir nur in Ausnahmefällen nach eingehender und umfassender Prüfung vor, wenn eindeutig feststeht, dass bei dem betroffenen Konto kein Einkaufs- und Retourenverhalten eines Verbrauchers vorliegt.“ So lautet die Standard-Antwort von Amazon, nach dem öffentlich wurde, dass der Online-Riese offenbar besonders dreiste Viel-Retournierer vor die Tür setzt. Das ist im Handel durchaus verbreitete Praxis - nicht nur bei Zalando-Partys. Dafür hat jeder Verständnis. Zumal Kunden immer dreister werden und Retouren fest einplanen. Kritisch kann es aber werden, weil von der Kontoschließung womöglich auch Cloud-Dienste betroffen sind, sagt Rechtsanwalt Christian Solmecke.

Jetzt lesen: Die Fab-Blase wandert nach Asien und Amazon tanzt Apple auf der Nase herum.


Fab: Die gigantische Bewertung von Fab lässt Alexander Graf  in der Kassenzone zweifeln. Nicht nur, weil im Sortiment reichlich "Tinnef" angeboten werde. Vor allem glaubt er nicht, dass das Konzept viele wiederkehrende Kunden langfristig glücklich machen kann und sich die Kauffrequenz gewaltig steigern lässt. Zwar sei das Geschäftsmodell smart, biete aber wenig Vorbildfunktion für andere Händler. Neue Kunden müssten mittlerweile teuer akquiriert werden.  Fab hat gerade verkündet, etailment berichtete, dass Fab sein Berliner Büro zusammenstreicht und sein Geschäft in New York zentralisiert. Zu den Gedanken von Alexander Graf passt diese Grafik:


Fab II:
10 Millionen Dollar hat gerade eine Finanzierung von Singtel in die Kassen von Fab gespült. Singtel ist die Telekom Asiens. Erst letzten Monat hatte der chinesische Internetgigant Tencent sich an einer 150 Millionen Dollar-Finanzierungsrunde beteiligt. Asien möchte Jason Goldberg nämlich als nächstes mit Schönen-Dingen-die-de-Welt-nicht-braucht überziehen. Tja, Berlin, gewöhn dich dran, du bist einfach "out". NWT


Yelp:
Die Bewertungsplattform Yelp, zu der inzwischen auch das deutsche Qype gehört, hat im 2. Quartal mächtig gut zugelegt. Plus 69 Prozent beim Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 55 Millionen Dollar. VentureBeat


Rocket Internet: Oliver Samwer kennt die Zahl seiner Lufthansa-Meilen nicht. Viel mehr Neues erfährt man in einem großen Focus-Stück über Oliver Samwer und Rocket Internet nicht. Was Samwer so sagt, kann man sich auch sonst überall zusammenlesen.

 

Amazon: Amazon tanzt Apple mit seiner neuen Kindle-App auf der Nase herum. Eigentlich verbieten die Regularien des In-App-Purchase-Zwangs im App-Store Wege jenseits des eigenen Verkaufsnetzes. Apple bekommt schließlich 30 Prozent von jedem In-App-Einkauf. Amazon hat aber in der neuen Kindle-App eine Funktion eingefügt, mit der Kindle Books über den Umweg einer Leseprobe und einem Mailpostfach bezogen werden können. Apple geht so leer aus. Gizmodo


Earlybird: EarlybirdVC schließt einen 4. Fonds bei 150 Mio. Euro. Mit dem frischen Geld will der Venture Capital auch einen Fokus auf Later Stage-Finanzierungen setzen. VC-Magazin


Digitale Welt:


Yahoo: Das Uns-Gibt-Es-Immer-Noch-Und-Wir-Kaufen-Alles-Ein-Unternehmen Yahoo kauft sich das Start-up Lexity. Die Softwareschmiede baut App-orientierte Services für den E-Commerce und Marketing-Lösungen. CNet


Facebook I: Das Netzwerk ist wieder so viel wert wie beim Börsengang. Gestern stand die Aktie bei 38 Dollar, zeitweise sogar über dem Ausgabepreis. Facebook hatte bei Umsatz und Gewinn zuletzt deutlich zugelegt.


Facebook II: Laut Nachrichtenagentur Bloomberg bereitet Facebook offenbar die Einführung neuer Werbeformate per Bewegtbild vor. Die Videos nach dem Vorbild von TV-Spots sollen 15 Sekunden lang werden dürfen und maximal dreimal am Tag zu sehen sein.


Twitter: Bereitet der Microbloggindienst einen Börsengang vor? Per Stellenanzeigen bei LinkedIn sucht Twitter Mitarbeiter, die Dokumente für die US-Börsenaufsicht vorbereiten können. Die Stellenanzeige wurde inzwischen gelöscht. USA Today


Spotify: Der Musikstreaming-Dienst Spotify schafft bald 500 Millionen Euro Umsatz - aber auch die Verluste steigen. Den Umsatz hat Spotify 2012 von 190 Millionen auf 434,7 Millionen gesteigert. Die Verlust kletterten von 45,4 auf 58,7 Millionen Euro. Gründe: Expansion und steigende Lizenzkosten.

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Digitales Wissen:


Showrooming: 43 Prozent der US-Amerikaner haben schon mal "geshowroomed" und dann online geshoppt. Das sagt eine Studie von Harris Interactive. Wichtigstes Kriterium: der Preis. 69 Prozent der Showroomer schauen bei Elektronik nach, 48 Prozent bei Mode und Schuhe. Practical ECommerce


Google Analytics: Wie nutzen kleine Händler Google Analytics? Eine Anleitung führt direkt zu den jeweils passenden Schritten und erleichtert so den Einstieg. Winlocal



Digitale Trends & Fakten:

3D-Druck:
Brillengestelle kann man Hobby-Werkstattmäßig schon jetzt aus dem 3D-Drucker zaubern. Jetzt will Protos Eyewear individuelle Brillen für die Masse erstellen. Noch steckt das Projekt im Crowdfunding-Stadium. Übrigens im Zusammenspiel mit der Plattform Crowdhoster. Die erlaubt es, Sammelaktionen auch auf der eigenen Website zu lancieren.


Zahl des Tages: 2.000 US-Dollar kann ein Haushalt durch 3D-Druck jedes Jahr einsparen. Das sagt eine Hochrechnung der Michigan Technological University. Techchrunch


Grafik des Tages: Infografik: Der Aufstieg des mobilen Onlinehandels plus 4 Strategie-Tipps


Lesetipp des Tages: Ich weiß, wo Du morgen einkaufen wirst - oder Überwachungsmaschine Google Now und Co: Apps That Know What You Want, Before You Do.

 

Beliebtester Beitrag am Vortag: Amazon zeigt Viel-Retournierer die rote Karte - Ist das erlaubt?

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