Kurz vor 9: Amazon stoppt Preisdiktat, Media-Saturn, 9flats, Tennis-Point, Fab, Paypal, Otto, Coupies, Shopping-Apps

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 27. November 2013 | 1 Kommentar Kommentieren

amazon-weihnachtspaket
Amazon: Jetzt hat Amazon seine Preisparität amtlich. Das Bundeskartellamt hat das Verfahren gegen Amazon rund um die Preisparität im Amazon Marketplace eingestellt. Das Unternehmen habe die Vorgaben des Amtes nun erfüllt, heißt es aus Berlin. Zuvor hatte Amazon von seinen Händlern jahrelang verlangt, auf dem Amazon-Marketplace stets den günstigsten Preis anzubieten. Das Amt hatte die rechtlich verbindliche Streichung der Preisparität aus den Vertragsbedingungen aller Händler gefordert sowie eine unmissverständliche Mitteilung an die Händler über die Änderung der Bedingungen und des Verhaltens von Amazon zur Durchsetzung der Preisparität. Amazon reagierte darauf zunächst mit Salami-Taktik. Die Folge: Das Bundeskartellamt musste die Maßnahmen von Amazon zunächst noch beanstanden, nachdem der Händler im Sommer die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nur für einen Teil der Händler geändert hatte.

Jetzt lesen: Teure Kundenakquise bei Fab und die beliebtesten Shopping-Apps der Deutschen.


Media-Saturn: Das Wirtschaftsblatt sieht Media-Saturn in Österreich im Sinkflug. Grund: Die Märkte machen angesichts zusammenschmelzender Margen weniger Gewinn. Online legt die Elektronikkette zwar massiv zu, doch auch dort dürften die Margen kein Grund für Jubelarien sein.  Unkenrufe hierzulande behaupten sogar, dass Media-Saturn hin Deutschland für sein fulminantes Online-Wachstum massiv Geld verbrennt. In Deutschland stiegen die Online-Umsätze im ersten Halbjahr um 76 Prozent auf 565 Millionen Euro,  Umsatzanteil 6 Prozent.

 

Zitat des Tages: "Es geht darum, die Vertriebswege so zu vernetzen, dass der Kunde die Barrieren nicht wahrnimmt", sagt Stefan Herzog, Chef der Otto-Tochter Sport-Scheck, in der W&V (Print) und will Kunden auf Facebook und Co auch von den Filialen aus betreuen und beraten.



9flats: Der Privatzimmer-Vermittlungsdienst 9flats gibt sein Berliner Büro auf und entlässt 25 Mitarbeiter. Künftig will man von Hamburg aus weiter arbeiten. Bei 9flats ist man ziemlich angefressen, dass der Berliner Senat ein „Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum“ verabschiedet hat. Das soll unterbinden, dass Mietwohnungen als Ferienwohnungen vermietet werden. Zwar heißt es aus dem politischen Raum, die gelegentliche Vermietungen privater Wohnungen solle toleriert werden, aber verlassen möchte man sich bei 9flats nicht darauf. Für die Aufgabe des Standortes dürften im Wettbewerb mit Airbnb und Wimdu aber auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle spielen. Enger zusammenrücken und so.  So soll der Fokus "nicht mehr auf der Gewinnung neuer Vermieter und auf Wachstum liegen, sondern auf die Erzielung von Gewinnen mit dem existierenden Bestand." Anders gesagt: die Gelegenheit für den Abschied aus Berlin war PR-mäßig günstig.  9flats


Tennis Point: Der deutsche Tennisversandhändler Tennis-Point übernimmt die MRS Tennis AG, den größten Online-Tennis-Shop der Schweiz. Höhe des Kaufpreises: unklar.


Otto Group:
Computop übernimmt künftig den Online-Zahlungsverkehr für die Otto Group und ihre Einzelgesellschaften. Über das Computop Paygate erhalten die Kunden der Otto-Tochter EOS Payment Solutions damit Zugang zu über 50 nationalen und internationalen Zahlungsmethoden einschließlich RatePay und Yapital. EOS Payment Solutions will seine eigenen Payment-Plattformen (Otto Pay, Click-Pay und Neo-Pay) dann ab 2015 einstellen.

 

Paypal: Zahlen mit dem netten Gesicht. Zusammen mit Orderbird, Anbieter von iPad-Kassensystemen, und zehn Berliner Gastronomen am Rosenthaler Platz testet Paypal das bargeldlose Bezahlen per Smartphone mit simplem "Check in". Sobald der Kunde über die PayPal-App im Restaurant eincheckt, erscheinen sein Name und sein Foto im Kassensystem des Händlers und er kann mit seinem Smartphone bezahlen. Die Autorisierung des Kunden erfolgt über Bildabgleich.


Coupies: Der Couponing-Dienst kooperiert künftig mit Barcoo, Meinestadt.de, Mobile-pocket, Wer-kennt-wen und Nubon. Diese werden Coupies-Coupons in ihren Apps anzeigen.


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Mobile Payment: Kehl am Rhein sieht sich als deutsches Zentrum in Sachen Mobile Payment. Dort wollen gleich 60 Händler auf die Infrastruktur der mCommerce Lösung „GO4Q“ zurückgreifen. Den Grundstein soll ab Januar ein neues Gutscheinsystem der Kehler Einzelhändler (City Forum Kehl) liefern. Die bisherigen Papiergutscheine werden dann durch Gutscheine mit QR-Code ersetzt. Pressebox
 

Digitale Welt:


Fab: Das Design-Kaufhaus Fab soll für die Neugewinnung von Kunden, genauer schlicht für die Gewinnung von Kundenadressen pro Kunden 6 Dollar investiert haben. Mit dem Start von TV-Werbung in den USA stiegen die Akquisekosten gar auf 15 Dollar, schreibt PandoDaily. Gesund ist das nicht.

Digitale Praxis:

Google Analytics: Die Datenvielfalt von Google Analytics ist schon toll. Doch gerade als kleiner Händler hat man oft weder Zeit noch Lust sich da derart reinzufuchsen, damit das Dashboard auf einen Blick die Zahlen zeigt, die man wirklich sehen will. EConsultancy hat deshalb ein paar fertige Reports zusammengestellt, die man sich direkt aneignen kann.


Digitales Wissen:

 

Weihnachten: Computerspiele, Elektronikgeräte, Spielzeug und Bekleidung stehen als Weihnachtsgeschenke hoch im Kurs. Und wenn Sie denken, man schenkt Ihnen zu Weihnachten was modisches, dann versuchen Sie sich schon mal über Socken, Parfüm und Bademäntel zu freuen. Das ist bei den Deutschen besonders gefragt. Google weiß das, dank einer Analyse seiner Suchanfragen. Google



Digitale Trends & Fakten:



Zahl des Tages: 12 statt bislang 5 Prozent (2012) der Internet-Nutzer wollen Geschenke in diesem Jahr per Tablet PC kaufen. Bei den Smartphones steigt der Anteil der Weihnachtseinkäufer von 4 auf 8 Prozent. Die Zahlen nennt der W3B-Report Mobile Commerce von Fittkau & Maaß.



Grafik des Tages: ebay Mobile ist mit einer Nutzungsreichweite von 30,3 Prozent der deutschen iPhone-Nutzer hierzulande die beliebteste Shopping-App. Auf Platz zwei folgt mit 24,9 Prozent die App des Online-Versandhauses Amazon. (Grafik: Statista)

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Lesetipp des Tages: Debatte erwünscht: 44 Thesen zur Zukunft der Buchbranche. Die ausführlichen Statements von Frank Krings, Ihno Fokken, Pia Kleine Wieskamp, Wibke Ladwig, Steffen Meier, Ulrike Langer, Sascha Hüsing, Christoph Kappes und meiner einem gibt es zudem im Upload-Magazin sowie als pdf.

 

Beliebtester Beitrag am Vortag: Kanal fatal: Miese Noten für den Service im Omnichannel (plus Infografik)

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 4. Dezember 2013 01:00 | Permanent-Link

    Dass die Lidl-App so weit vorne ist hätt ich mir nicht gedacht. Kommt doch sehr überraschend für mich.

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