Kurz vor 9: E-Commerce wächst 2014 um knapp 25 Prozent, Zalando, Rewe, reBuy, Bepado, Marks & Spencer, Barbie, Spotify, Candy Crush

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 19. Februar 2014 |

Prognose: Für dieses Jahr erwartet der bvh ein Wachstum von 24,8 Prozent für den E-Commerce. Das entspricht einem Umsatz von 48,8 Milliarden Euro im reinen Online-Handel. Auf 15,4 Prozent schätzt der Branchenverband das Wachstum für den gesamten interaktiven Handel.
 Das entspricht 55,8 Milliarden Euro. 2013 lag der Warenumsatz im interaktiven Handel bei 48,3 Milliarden Euro netto, 22,9 Prozent mehr als 2012. Der E-Commerce-Anteil des interaktiven Handels steht dabei mit einem Wachstum von 41,7 Prozent auf 39,1 Milliarden Euro für rund 80 Prozent des Branchenumsatzes. etailment

bvh prognose 2014

Jetzt lesen: Marks & Spencer setzt im neuen Shop auf Content und Zalando testet Upcload für die virtuelle Anprobe.


Zalando: Auf 315 Millionen Euro schätzt ein Analyst laut Wirtschaftswoche Zalandos Marketingetat für 2013. Selbst wenn man zu recht unterstellt, dass Zalando in gigantischem Umfang in Adwords investiert und das bei einer Marktbeobachtung preislich nicht sauber zu identifizieren ist, halte ich die Zahl für "ein wenig" übertrieben. Zum Vergleich: Media-Saturn steckte 2013 laut Nielsen kumuliert brutto 372 Millionen Euro in die Werbung above the line. Zalando darf man nach der Nielsenrechnung im hohen zweistelligen Millionenbereich verorten.

 

Zitat des Tages: "Wir erfüllen alle Voraussetzungen, um weitere Erfolgsgeschichten à la Zalando zu bauen", sagt Mato Peric, Kopf des ProSieben Sat1-Inkubators Epic Companies. Die Wirtschaftswoche versucht sich an einer Erklärung, warum der TV-Konzern Start-ups pusht.

 

Rewe: Ein Hacker erpresst Rewe. Er hat vertrauliche Informationen aus dem E-Mail-Account eines Aufsichtsrats geklaut, droht mit Veröffentlichung. Rewe erklärte, so wichtig sei das alles nicht, was in diesen Mails stünde.


reBuy: Der Re-Commerce-Anbieter reBuy, die mit dem TV-Spot aus dem Wasserwerk, machte 2013 55 Millionen Euro Umsatz (2012: 40 Mio. Euro) und zahlte über 27 Millionen Euro an seine Kunden für gebrauchte Artikel aus.


Bepado:
Das Händlernetzwerk bepado ist ein vernetzter Marktplatz zum Warenaustausch für Händler aber auch Lieferanten. Shopsystemhersteller Shopware hat das Konzept aus der Taufe gehoben und das B2B-Netzwerk nun weiter verbessert. Nun können Shopsysteme praktisch aller Software-Hersteller an das Netzwerk angedockt werden. Erreicht wird dies durch eine Schnittstelle, die an den sogenannten Google Shopping Feed angelehnt ist.

 

Modehandel: Vom Gesamtumsatz mit Textilien und Bekleidung von knapp 60 Milliarden Euro entfiel nach Berechnungen des Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) im vergangenen Jahr nur noch etwa die Hälfte auf den Bekleidungsfachhandel. Via E-Commerce wurden Waren im Wert von rund 8 Milliarden Euro umgesetzt – ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Online-Anteil liegt damit bei rund 13 Prozent. Insgesamt setzte der Modefachhandel laut BTE rund 30 Milliarden Euro um. Warenhäuser, Möbelgeschäfte und Lebensmittel-Discounter kommen auf 24,5 Milliarden Euro. TextilWirtschaft


Peter Hahn: Der Multi-Channel Modeanbieter Peter Hahn hat seine Onlineshop überarbeitet. Auffallend ist der Responsive-Design-Ansatz bei der Umgestaltung und ein Mode-Blog, in dem auch die Geschäftsführerin Einkauf, Maximiliane Ways, über aktuelle Mode- und Lifestyle-Trends berichtet.


Anzeige

Hier könnte Ihre Textanzeige stehen! Diese Anzeigenplatzierung interessiert Sie? Dann klicken Sie einfach hier: www.etailment.de/textanzeigen!


Bitcoin: Der Online-Shop Parfümerie.de akzeptiert nun dauerhaft die Krypto-Währung Bitcoin als Zahlungslösung. Wird bei parfuemerie.de im Warenkorb die Zahlungsmethode "Bitcoin" ausgewählt, wird der Kunde auf die Seite von Bitpay Deutschland, einem Anbieter dieser digitalen Geldbörse, weitergeleitet. Der Betrag wird nun in Euro und in Bitcoins angezeigt. Über eine alphanumerische "Einzahladresse" wird anschließend mit dem Bitcoin-Client vom Handy (einfaches Scannen mit QR-Code) oder vom Computer die entsprechende Summe Bitcoins angewiesen und der Online-Einkauf ist bezahlt.

Digitale Welt:


Marks & Spencer: Marks & Spencer startet nach langem Anlauf seinen eigenen Webshop und beendet damit zugleich seine langjährige Partnerschaft mit Amazon-Webstore-Plattform. Knapp zwei Jahre lang hat der Modeanbieter die eigene Plattform getestet. Herausgekommen ist ein Magazin-artiger Look mit reichlich Content. Wirkt sehr inspirierend. Aber zuweilen sucht man ein wenig nach der Ware. Designweek


Spotify: Der Musikstreamingdienst Spotify sucht per Stellenanzeige einen Kenner in Sachen Bilanzen und US-Finanzaufsicht. Das nährt Spekulationen, Spotify bereite einen Börsengang vor. Bei einem Umsatz von 435 Millionen Euro und einem Nettoverlust von 58,7 Millionen Euro in 2012 trauen Analysten dem Unternehmen einen Wert von rund 8 Milliarden Dollar zu. Reuters


Digitale Praxis:


Zalando: Der Modehändler testet jetzt das System von Upcload für die virtuelle Anprobe bei Mode. Upcload bietet eine statistikbasierte Lösung, die nach Eingabe von Körpergröße, Gewicht und Figurtyp über einen Algorithmus einen Größenvorschlag macht. Kann man beispielsweise hier (Button: "Welche Größe passt mir?") ausprobieren.


Same Day Delivery: eBay-Chef John Donahoe hat gegenüber Analysten bei Same Day Delivery und den Erwartungen an eBay Now die Luft herausgelassen. Das Medienecho sei gewaltiger als das Interesse der Kunden, so Donahoe. ECommerce Bytes


Digitales Wissen:

barbie
Barbie Entrepreneur (Foto: Mattel)
Candy Crush: King Digital Entertainment, der Entwickler des Spielehits Candy Crush Saga, will an die Börse. 2013 machte das Unternehmen 1,88 Milliarden Dollar Umsatz und knapp 568 Millionen Dollar Gewinn. Allerdings hängt der Erfolg, verdient wird am Verkauf virtueller Hilfen für das Spiel, vor allem an dem einen Spielehit Candy Crush. Das Spiel macht 78 Prozent des Umsatzes aus. Business Insider rät daher zur Vorsicht.


Barbie: Mattel macht Barbie zur Start-up-Ikone und bringt sie als "Entrepreneur"-Barbie mit Tablet und Smartphone auf den Markt. Entrepeneur



Digitale Trends & Fakten:



Zahl des Tages: 262,51 Milliarden Dollar gaben die US-Kunden 2013 im E-Commerce aus. Das ist ein Plus von 16,9 Prozent. Die Zahlen nannte jetzt das US-Handelsministerium. Internet Retailer

 

Beliebtester Beitrag am Vortag: bvh: Bilanz 2013 zeigt Boom im Multichannel und die brutale Macht der Marktplätze

Etailment.de gibt es auch bei Facebook, Twitter und Google+. Oder abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter.

Sie wollen mit uns werben? Unsere Mediadaten.


Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

hellofresh
Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!Vernetzte Geräte, die für uns die Einkäufe erledigen? Di ...
Topartikel
Kurz vor 9: Amazon erschreckt mit massiven Verlusten, PayPal, eBay, Urbanara, Apple,
Amazon ist die Produktsuchmaschine Nummer 1 der Deutschen. Gute Sichtbarkeit im Ranking kann daher d ...
Die Top 100 der umsatzstärksten Onlinehändler in Deutschland
Die Dominanz der Top 3 im deutschen Onlinehandel - Amazon, Otto, Zalando - ist schier erdrückend. Zu ...
Christoph Lange, Zalando
Christoph Lange ist VP Brand Solutions bei Zalando in Berlin. Als Mitarbeiter Nr. 3 kam er 2008 zu Z ...
Rewe Digital: Schweizer Taschenmesser im Kampf gegen Amazon
Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!Eine Studie der News-Organisation ProPublica zeigt gerad ...
Marc Opelt
Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!Den Satz kennen Sie sicher: Kunden brauchen keine Bohrma ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats