Kurz vor 9: Ikea will online angreifen, KaufDa, Weltbild, Valmano, Starbucks, Rocket Internet, eBay, Staples

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 29. Oktober 2013 |

ikea katalog 2014
Ikea: Entdeckt digital neue Möglichkeiten
Ikea: Das schwedische Möbelhaus galt bislang als heißer Kandidat, wenn es um Beispiele für große Händler ging, die sich klebrig langsam im Web bewegen. Das soll nun anders werden. Zwar beendete Ikea das Geschäftsjahr in Deutschland gerade mit einem Umsatz von 3,99 Mrd Euro (plus 2,8 Prozent), will aber nun auch im E-Commerce mehr erreichen. Denn der E-Commerce-Umsatz stieg zwar gerade um 26,8 Prozent, mutet aber mit 92 Millionen Euro eher wie ein Billy-Regal an und weniger wie ein Pax-Kleiderschrank. Das Ziel ist ein Online-Anteil von 10 Prozent (derzeit 2,5 Prozent) bei einem Gesamtumsatz von 10 Milliarden Euro - "in den nächsten Jahren". Eine Tempovorgabe sieht anders aus. Der Handel

Jetzt lesen: KaufDa geht in die USA und eBay startet In-Store Pickup.


KaufDa:
KaufDa exportiert das Erfolgsmodell des digitalen Prospekt-Portals in die USA und launcht als RETALE, eine Plattform für lokale digitale Angebotsprospekte. Handelsketten wie Target, Kohl’s, Toys“R”Us, RadioShack und Family Dollar sind zum US-Start mit an Bord. Geleitet wird das neu gegründete Unternehmen von Pat Dermody, die zuvor bei Sears Holding, einem der größten Einzelhandelskonzerne Nordamerikas, als Vice-President den Bereich Marketing Services leitete. Der Axel-Springer-Verlag, der an den KaufDa-Machern von Bonial International beteiligt ist, hat rund 50 Millionen Euro in Bonial investiert. RETALE will in den USA binnen 18 Monaten 10 Mio US-Nutzer gewinnen. WSJ


Weltbild: Der angeschlagene Weltbild-Konzern holt Josef Schultheis als "Aufräumer an Bord", titelt Buchreport. Der soll die Interessen der unterschiedlichen Gruppen unter einen Hut bringen und die Neuausrichtung koordinieren. Schultheis ist als Ex-Vorstand bei Praktiker und Finanzchef bei Karstadt erprobt in Sachen Restrukturierung, wenn auch nicht zwingend mit glücklichem Ende. 


Axel Springer: Mit Axel Springer Plug and Play betreibt der Verlagsriese ein eigenes Accelerator-Programm für mediennahe Geschäftskonzepte und digitale Gründerideen. Dort agiert nun mit Jörg Rheinboldt ein E-Commerce-Experte als Geschäftsführer. Rheinboldt gründete 1994 mit denkwerk eine der ersten Internetagenturen. 1999 war er Mitbegründer von Alando, das wenig später an eBay verkauft wurde. Dort verantwortete er bis 2004 als Geschäftsführer den Ausbau zu eBay Deutschland. Axel Springer


Valmano: Den etwas schmierig-lasziven Signor Valmano, eine Art Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer als Latin Lover, schickt Valmano, Onlineshop für Uhren und Schmuck, nun mit einem neuen Spot in die Welt. Diesmal hilft der Signore ("Dein Geschenk ist totaler Müll und Du weißt es auch...") einem jungen Kerl beim Weihnachtseinkauf. Prädikat: Sehr schräge Werbung von Scholz & Friends


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Zumnorde: Der westfälische Schuhhändler Zumnorde ist nun auch mit einem Webshop in Netz und bietet gleich 1500 Artikelpositionen an, meldet die TextilWirtschaft. Kinderschuhe gibt es im Online-Sortiment nicht. Die könne "man nicht ruhigen Gewissens online verkaufen, sie müssen im Geschäft angepasst werden", meint Geschäftsführer Heinrich Zumnorde. Der mittelständische Händler betreibt 28 Geschäfte an 14 deutschen Standorten.

Digitale Welt:


Rocket Internet: Inkubator-Gigant Rocket Internet schickt mit Carmudi einen Autokleinanzeigen-Marktplatz in den Wachstumsmärkten Mexiko, Nigeria, Pakistan, Bangladesch und Myanmar auf die Strecke. Weitere Länder sollen folgen. Erst kürzlich hatten die Samwer-Brüder unter der Dachmarke Lamudi eine globale Immobilien-Gruppe in zwölf Ländern Asiens, Lateinamerikas und Afrikas zusammengebaut. 


Starbucks: TweetACoffee nennt sich ein Goodie-Programm mit dem Nutzer per Twitter einen Starbucks-Gutschein an andere Nutzer schicken können. Wer Twitter und Starbucks folgt, muss dazu nur "@tweetacoffee to" gefolgt vom Namen des Nutzers twittern und schon macht sich ein 5-Dollar-Gutschein auf die Reise. Der Empfänger bekommt einen Link, mit dem er dann den Gutschein herunterladen kann. Details erklärt ein Video.


eBay: Zusammen mit Best Buy und Toys`R`Us hat eBay jetzt in den USA sein Click & Collect-Programm auf die Fläche gebracht. Kunden shoppen aus dem Sortiment des Retailers bei eBay und können dann entscheiden, ob sie sich die Ware liefern lassen oder im Laden abholen. eBay zeigt zudem an, in welchen Läden die Ware verfügbar und somit ein In-Store Pickup" möglich ist. ECommerce Bytes


Staples: Die US-Kette Staples will ihr Online-Sortiment von derzeit 200.000 Artikel auf eine Million Artikel ausdehnen. Und weil sie das alleine kaum schafft, will Staples einen Marktplatz für externe Händler anbieten und so im Segment von Amazon und eBay wildern. Binnen 18 Monaten soll das Konzept umgesetzt sein. Internet Retailer


Wal-Mart: Der US-Handelsriese macht Schluss mit seinem Lebenmittel-Abo-Dienst Goodies. Internet Retailer


UPS: Der US-Paketdienst UPS machte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 3 Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar beim Umsatz gut. Der Gewinn stieg auf 1,1 Milliarden Dollar. Über eine Milliarde Pakete schickte UPS auf die Reise. EFT


Digitale Praxis:

Weihnachten:  Ein 14-seitige ebook mit zehn Strategien sowie diversen Marketing-Tipps, die Händler Schritt für Schritt bei ihren Vorbereitungen für das Weihnachtsgeschäft 2013 unterstützen, bietet Shopgate an. Eine monatliche Checkliste gibt es ebenfalls dazu. Für den Download ist eine Registrierung notwendig.

Digitale Trends & Fakten:



Zahl des Tages: Im vergangenen Quartal sammelten deutsche Start-ups 135 Millionen Euro ein. Deutlich weniger als in den vergangenen Jahren. Auch die Zahl der Deals ging mit 53 gegenüber dem zweiten Quartal (69) zurück. Das WSJ beruft sich dabei auf Zahlen von Dowjones Venturesource.


Grafik des Tages: Wer shoppt, der shoppt eher per Tablet, zeigt eine Infografik von Montate. Das Smartphone dürfte da mehr und mehr das Werkzeug für den Impulskauf werden, während mit dem Tablet digital gebummelt wird.


Lesetipp des Tages: Die Wiwo hat sich durch den Dschungel mobiler Bezahlsysteme gekämpft und kommt zu einem klaren Fazit: Bezahlen per Smartphone wird alltagstauglich

 

Beliebtester Beitrag am Vortag: Amazon dampft Verlagspläne ein

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