Kurz vor 9: Junge Shopper kennen keine Kanäle, Amazon verbessert App, Readfy, Newegg, iBeacon, Shopnow, Twitter

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 6. Februar 2014 |

Multichannel: Die gute Nachricht für den stationären Handel: Über 70 Prozent der 16- bis 25jährigen glauben nicht, dass stationäre Geschäfte durch Online-Shops ersetzt werden können. Die schlechte Nachricht: Über ein Viertel von ihnen findet Online-Shops als Ersatz für stationäre Läden sehr wohl als vorstellbar. Das ist ein Ergebnis des neuen Whitepapers „Cross-Channel 2020 – Smart Natives im Fokus“ des ECC Köln am Institut für Handelsforschung in Zusammenarbeit mit hybris. Für rund ein Viertel all jener 16- bis 25jährigen, die mit iPhone, Nexus und Co ausgestattet sind, ist laut Umfrage der Online-Kauf zu einer absoluten Selbstverständlichkeit geworden. Die Studie kommt zudem zu dem Ergebnis, dass die junge Zielgruppe nicht mehr zwischen Online- und Offline-Kauf unterscheidet und es daher nicht nachvollziehen kann, wenn bestimmte Vorzüge nur für einen Kanal gelten. Anders gesagt: Sie denken nicht über Kanäle nach, sondern allein über Preise, Produkte, Service, Marken. Für die Studie wurden 528 Personen online befragt.

Kurz vor 9: ECC

Jetzt lesen: Readfy ist der Liebling der Privatinvestoren, Newegg kontert Amazon-Prime.

iBeacon: Hagebau, Hallhuber, Wormland, Cineplex, Witty Knitters und weitere Händler in Berlin und Hamburg setzen jetzt in einem Test die iBeacon-Technologie ein, die per Bluetooth einen leichten Datenaustausch mit dem Handy auch über eine größere Reichweite ermöglicht und verknüpfen das zusammen mit dem Start-up Shopnow mit einer Loyality-Aktion. Wer in den Laden kommt und vom System erkannt wurde und die App von Shopnow, einem von Springer finanzierten Start-up, aktiviert hat, sammelt automatisch Treuepunkte. Vorbild ist die US-Loyalty-App Shopkick. Der Handel

 

Zitat des Tages: "Wir beraten Sie Heute ganz persönlich & kostenlos". Spruch auf einem H&M-Plakat in einer Filiale zur „We love customer“-Aktion. Ob H&M morgen für Beratung Geld verlangt - unklar. Trotz des Anglizismus fand die Aktion übrigens in Deutschland statt. TextilWirtschaft hat die brutalstmögliche Kundenorientierungs-Aktion vor Ort erlebt.

 

Audi: Nach London und Peking hat Audi jetzt auch in Berlin einen digitalen Showroom eröffnet. Auf 800 Quadratmetern zeigt der Autobauer in der "Audi City" vor allem Autos per Multimedia-Spektakel. Der Kunde kann seinen Wagen im Cyberstore dann virtuell konfigurieren und direkt bestellen. Autos zum Anfassen gibt es nur wenige zu sehen. Bis 2015 plant Audi mehr als 20 dieser Stores weltweit. Computerbild


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Readfy: In ein Abo-E-Book-Portal investieren, statt Bücher zu kaufen: Über 300 Investoren haben binnen eines Tages auf der Crowdfunding-Plattform Companisto über 100.000 Euro in Readfy investiert. Am 7. Februar will das Start-up (siehe Meldung von gestern) als Spotify für Bücher starten und dann eine kostenlose Ausleihe bieten. 15.000 Bücher von über 120 Verlagen sind dann im Sortiment.

Digitale Welt:


Newegg: US-Onlinehändler Newegg antwortet jetzt mit einem eigenen VIP-Service für seine 25 Millionen Kunden auf Amazon-Prime. Für 49 Dollar gibt es mit Newegg Premier eine garantierte und kostenlose Zustellung binnen drei Tagen, kostenlosen Rückversand und Preisnachlass bei ganz eiligen Sendungen. Hinzu kommen weitere Servicevorteile und exklusive Angebote. Techrunch


J.C. Penney: Auf vergleichbarer Fläche hat J.C. Penney im 4. Quartal um 2 Prozent beim Umsatz zugelegt, online zeigen die Umsätze um 26,3 Prozent nach oben auf rund 400 Millionen Dollar. Internet Retailer


Amazon: Smartphone-Kamera vor das Produkt halten und das neue Bilderkennungs-Feature "Flow" der Shopping-App von Amazon erkennt anhand von Größe, Form und Farbe das Produkt und macht dann die Bestellung in einem Rutsch bei Amazon möglich. Gibt es vorerst nur für das iPhone, stellt Wired etwas bedauernd fest. Und das Feature gibt es offenbar vorerst auch nur für die US-Version. Die App "Flow" von Amazon als Stand-alone-Lösung konnte bislang auch schon Produktverpackungen erkennen und Barcodes scannen. Nun ist das Feature direkt in die Amazon-App integriert.

Digitales Wissen:

Twitter: 243 Millionen US-Dollar im 4. Quartal (plus 116 Prozent zum Vorjahreszeitraum), 665 Millionen US-Dollar Jahresumsatz. Der Börse hat der erste Quartalsbericht von Twitter nicht gereicht. Die Aktie verlor über 15 Prozent. Auch weil die Zahl der Nutzer im 4. Quartal mit einem Plus von knapp vier Prozent auf 241 Millionen aktive Nutzer nur mäßig zulegte. Hinzu kommen, man ist das ja gewöhnt, Verluste im dreistelligen Millionenbereich. 2014 will Twitter einen Umsatz von bis zu 1,2 Milliarden Dollar schaffen. Helfen bei soll dabei wohl auch der Einbau von E-Commerce-Optionen mit denen Nutzer direkt per Tweet shoppen können. Partner dabei ist die Plattform Fancy. Mit Werbung hat Twitter 2013 242 Millionen Dollar verdient. Mehr als doppelt soviel wie 2012.  Financial Times


Digitale Trends & Fakten:



Zahl des Tages: 80 Prozent der Online-Marketer glauben, dass Personalisierung in den nächsten beiden Jahren zum wichtigsten Erfolgsfaktor für das Online-Marketing wird. 51 Prozent denken sogar, dass das bereits heute der Fall ist. Das sagt eine Studie von Teradata und Celebrus Technologies. Befragt wurden dazu 115 Marketingexperten in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.


Lesetipp des Tages: Gestorben wird überall, findet Regital: "Der sterbende Stationär- und Online-Handel – Zwei Seiten derselben Medaille"

 

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