Kurz vor 9: Klatsche für Hersteller wegen Marktplatz-Verbot, Ikea, Groupon, Mister Spex, eBay, Wal-Mart, Amazon, American Apparel

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 21. November 2013 |

Ebay Logo
Marktplätze: Ein neues Urteil stärkt Online-Händlern einmal mehr den Rücken gegen die Markenhersteller. Das Landgericht Kiel hat einem Hersteller von Kameraprodukten verboten, in seinen Händlerverträgen den Verkauf seiner Produkte über Marktplätze wie eBay zu untersagen. Das Urteil könnte wegweisend sein. Wollen doch auch Marken wie Adidas, Mammut, Deuter und Lowa  genau diese Verkaufswege verhindern. Das Kartellamt ermittelt derzeit noch. Das Landgericht Kiel war der Ansicht, dass ein Verbot den besonders intensiven Wettbewerb zwischen den Händlern auf Internet-Auktionsplattformen und -marktplätzen unzulässig einschränke, meldet Haufe. Zuletzt musste der Badarmaturenhersteller Dornbracht wegen gezielter Behinderung des Onlinehandels rund eine Million Schadenersatz an den Fach- und Onlinehändler Reuter zahlen. Der Armaturenhersteller hatte Großhändlern zwischen 2008 und 2011 spezielle Rabatte gewährt, wenn diese sich verpflichteten, Dornbracht-Produkte nicht an Onlinehändler zu liefern.

Jetzt lesen: Ikea wird online offensiv und Amazon rudert zurück.


Ikea:
Ab Ende 2014 will Ikea sein gesamtes Sortiment auch online anbieten. Das sagte Ikea-Chef Peter Petzel auf dem Deutschen Handelskongress in Berlin.

 

Zitat des Tages: "Wir sind grundsätzlich für jeden neuen Partner offen, wenn sich im Sortiment ausreichend Ergänzungspotenziale ergeben. Allerdings stellen wir natürlich gewisse Ansprüche an unsere Partner, zum Beispiel was Lieferzeiten und Qualität der Ware angeht." Domenico Cipolla, Geschäftsführer von Home24, erklärt Internet World das Partnerprogramm mit dem der Möbelhändler sich mit einem gemanagten Marktplatzmodell ein zweites Standbein aufbaut. 

 

Thonet: Möbel-Hersteller Thonet nutzt künftig die niederländische Online-Plattform Loft4Brands. Die 3D-Plattform erzeugt virtuelle Showrooms in dem ein 2D-Bild eines Kunden, beispielsweise vom Wohnzimmer, dreidimensional umgerechnet wird und sich darin dann Möbelstücke platzieren und umrücken lassen. Möbelkultur


Mister Spex: Online-Optiker Mister Spex führt zusammen mit 25 Handelspartnern aus Fashion, Beauty, Lifestyle, Unterhaltung und Technik "Premium Shopping Days" durch. Auf der Plattform premium-shopping-days.de bieten die Händler vom 24. November bis zum 1. Dezember Angebote mit bis zu 25 Prozent Rabatt. Mit dabei sind unter anderem Douglas, Görtz und myToys.


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Sparalarm: Über lokale Schnäppchen und Rabattaktionen stationärer Händler informiert in Dresden jetzt die App SparAlarm. Je nach Aufenthaltsort werden auf den Nutzer zugeschnittene Angebote und Rabattcoupons per Pushnachricht übermittelt. Im Vorfeld kann der Anwender zudem Interessen speichern. match2blue entwickelte die Technologie.  Die White-Label-Lösung wird unter dem Namen Dealdevil auch schon in Mainz eingesetzt.


Digitale Welt:



Groupon: Groupon startet in den USA die Kategorie "Freebies". Die hat so gar nichts mehr mit dem klassischen Geschäftsmodell zu tun. Denn unter Freebies gibt es ganz simpel kostenlose Coupons und Promotion-Codes. Das dürfte zumindest die Reichweite der Plattform noch einmal deutlich steigern. Internet Retailer


eBay: In der Westfield Shopping Mall in San Francisco testet eBay für die Tochter Paypal einmal mehr Window Shopping mit interaktiven Touch Displays im Schaufenster. Unter anderem am Sony-Store können die Kunden am Schaufenster durchs Sortiment surfen und sich dann die Ware per Handy bestellen. Bezahlt wird per Paypal. Dann wird die Ware nach Hause geliefert. Internet Retailer


J.C.Penney: Minus 5 Prozent in den Läden, aber plus 24 Prozent online. So sieht die Bilanz bei J.C. Penney im 3 Quartal aus. Der Online-Anteil erreicht nun 9,6 Prozent des Gesamtumsatzes. Internet Retailer


American Apparel: Die Modekette American Apparel legte im 3. Quartal online um 14 Prozent auf 13,6 Millionen US-Dollar zu. In den ersten neun Monaten lag das Plus im E-Commerce damit bei 17 Prozent. Somit kommen nun rund 8 Prozent des Gesamtumsatzes über den Webshop. Internet Retailer


Digitale Praxis:

Wal-Mart: Der Handelsriese hat sich in Kanada eine "Mobile First"-Strategie verordnet und setzt dabei auch auf Responsive Design auf dem Tablet. Das soll die Konversion von Wal-Mart um 20 Prozent gesteigert haben. Get Elastic schildert die Hintergründe.


Amazon: Erst im Sommer hatte Amazon.com Bilder der Nutzer zu den Produkten abgeschafft (von wegen Bildqualität). Jetzt lässt es den User-Generated-Content wieder zu. Auch die Fotos von einst sind nun wieder vorrätig. Über die Abschaffung hatten sich zahlreiche Kunden aber auch Händler beschwert. ECommerce Bytes


Asda: Click&Collect an sechs Londoner U-Bahn-Stationen bietet künftig die britische Einzelhandelskette Asda. Telegraph


Digitales Wissen:

eBay: Unter www.zukunftdeshandels.de versammelt eBay nun alle relevanten Informationen rund um das Forschungsprojekt „Zukunft des Handels“ und stellt dort die bisherigen Ergebnisse von Konsumentenbefragungen und die Thesen von Handelsexperten gesammelt vor.


Retouren: Gut jeder dritte Kunden plant die Retoure beim Online-Shopping gleich schon mit ein. Das zeigt einen reräsentative Umfrage der Beratungsgesellschaft PwC. Doch wenn Händler, die ab Juni 2014 auch bei einem Warenwert von mehr als 40 Euro mögliche Retourengebühr erheben wollen, dann sollten sie sich das gut überlegen. Jeder zweite Kunde würde dann beim E-Commerce auf die Bremse treten. PwC rät alternativ zu einem flexiblen Gebührenmodell. Der Handel

etailment: Vor zwei Jahren, am 20. November 2011,  ist der erste Beitrag bei etailment. de erschienen. Seitdem versorgen wir Sie jeden Morgen mit dem wichtigsten News der Branche (auch per Newsletter) und tagsüber mit aktuellen Trends, Analysen, News und Studien. Wir freuen uns über Ihre Treue und den ständig wachsenden Zuspruch. Das gilt auch für unsere publizistischen Beiboote wie die Whitepaper und die e-map. Danke dafür.



Digitale Trends & Fakten:



Zahl des Tages: Paketbeilagen lohnen, sagt die europaweite Studie „European Couponing 2013“. 87% der Befragten akzeptieren und lesen Paketbeilagen. Im  Durchschnitt werden pro Paketbeilage drei Leser erreicht. 33 % der 2500 Befragten wünschen sich Paketbeilagen aus den Bereichen Beauty und Lifestyle, Technik (19%), Medien (16%) und Mode (14%). Gut ein Drittel der Kunden wünscht sich Produktproben. Die Studie hat DiMaBay, ein Netzwerk für Paketbeilagen, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK)erstellt.


Grafik des Tages: So gehts für den Kunden optimal zum Online-Check-out: Infographic: Shopping Cart Experience


Lesetipp des Tages: Netzwertig schaut auf die bargeldlose Gesellschaft: Das Ende vom Geld, wie wir es kennen

 

Beliebtester Beitrag am Vortag: Frech, frivol, feige: So (un)romantisch wirbt der Onlinehandel zu Weihnachten im TV

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