Kurz vor 9: Quelle auf Erfolgskurs, Bei Fab ist der Lack ab, JustFab, eBay, Food.de, Spreadshirt

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 31. Juli 2013 |

gutschi quelle
Quelle: Quelle.de war eines der Sorgenkinder der Otto Group. Nach der Restrukturierung scheint nun alles im Lot. "Der komplett neue Online-Shop läuft sehr deutlich über Plan. Die Nachfrage bzw. der Umsatz lagen in den ersten 100 Tagen 50 Prozent über Plan", sagt der für Quelle.de zuständige Manager Harald Gutschi nach den ersten 100 Tagen. Das mittelfristige Umsatzziel der neuen Quelle beträgt über 100 Mio. Euro im Jahr. Den Break-Even will Gutschi (Foto) im zweiten Geschäftsjahr erreichen. Ein Jahr früher als geplant. Die 300.000 Produkte aus Technik, Wohnen und Baumarkt werden innerhalb der Gruppe gewuppt. Shop- und Warensysteme, die vertriebliche Infrastruktur, das Category Management sowie die gesamte Logistik laufen über die verschiedenen Unternehmen der Otto Group

Jetzt lesen: Fab setzt in Berlin zum Kahlschlag an, eBay stellt neue Bedingungen.


Fab:
Anfang Juli hatte das Design-Kaufhaus Fab erst feierlich in die neuen schicken Berliner Räume geladen. Dort dürfte es nun leer werden. Zwar gabs in einer Finanzierungsrunde für den Liebling der Branchenmedien gerade erst 150 Millionen Dollar, doch nun sieht es eher nach Sparen aus. 100 Arbeitsplätze werden in Berlin abgeschafft,  36 Mitarbeitern will man einen Job in der Zentrale in New York anbieten. Grund sei eine strategische Neuausrichtung, heißt es bei Fab: Weg von den Flash-Sales mit preisreduzierten Waren in geringer Stückzahl, hin zu einem einheitlichen Sortiment und einem Lifestyle-Shop. Das aber soll dann zentral von New York aus gesteuert werden. Nach der Phase der aggressiven Expansion folgt nun also die Zeit der Fokussierung. Oder weniger freundlich gesagt: Nach dem mit dem Steroiden, viel PR und durchaus tollen Ideen aufgepumpten Wachstum stellt Jason Goldberg fest, das für den Vorreiter bei Social Commerce und jetzt die Zeit für hartes Training  - vulgo Betriebswirtschaft - ist.  AllThingsD

 

Zitat des Tages: "Es gibt bei Möbeln noch mehr Bewegung, weil die Branche noch nicht so stark konzentriert ist wie zum Beispiel die Consumer-Electronics. Zudem sprechen die zuerzielenden Margen bei Möbeln eine deutliche Sprache – in der Zusammenarbeit mit den Herstellern sogar eine noch deutlichere." Gerald Schönbucher, Gründer und Gesellschafter von Hitmeister, erklärt Möbelkultur, warum er Spaß an Möbeln hat, was ihm an Amazon und eBay missfällt und welche Wachstumsstrategie das Shopping-Portal verfolgt.

 

Justfab: Fab verkauft Design, Justfab verkauft Designmode im Abo-Modus. Da kann man schon mal durcheinander kommen. Das findet jedenfalls Justfab und verklagt Fab nun wegen Markenrechtsverletzung und eines verwirrend ähnlichen Namens. Das Problem: Auch Fab macht mittlerweile in Mode. Forbes


eBay: Einen leichteren Zugang zu internationalen Märkten, verspricht eBay seinen deutschen Händlern. Die müssen sich zudem mehr nach der Decke strecken, wenn sie als "Verkäufer mit Top-Bewertung" gelten wollen. Unter anderem wird von ihnen ein längeres Widerrufsrecht, schnellere Bearbeitung und Versand sowie eine kostenlose Versandlösung erwartet. etailment


Tiramizoo: Der Logistiker DPD beteiligt sich mit 20 Prozent am Kurierdienst Tiramizoo. Der ist ist derzeit eine der ersten Adressen, wenn es um Same Day Delivery in Metropolen geht. Auch Daimler ist an dem Unternehmen beteiligt  Wiwo.


Amazon:
Amazon fällt in Blogs gerade wieder einmal damit auf, dass es Viel-Retourniern die rote Karte zeigt. "Wir bitten um Verständnis, dass wir aufgrund der wiederholten Überschreitung der haushaltsüblichen Anzahl an Retouren in Ihrem Kundenkonto keine weiteren Bestellungen von Ihnen entgegennehmen können". Neu ist das nicht. Andere Retailer agieren da ähnlich. Aber vielleicht ist es durchaus im Sinne des Handels, dass sich das mal rumspricht. Kleine Tricks gegen die Retouren-Flut gibt es ja schon genug.

 

Zitat des Tages: "Den Gründern sage ich: Lieber ein Viertel von einem großen Kuchen als die Hälfte von einem kleinen Muffin. Wir bringen das Backpulver mit, damit der Kuchen richtig groß wird." AWD-Macher Carsten Maschmeyer, der neuerdings in Start-ups wie Barzahlen oder Mobile Event Guide investiert, erklärt im Wiwo-Blog Gründerraum, was Start-ups von ihm erwarten dürfen und was ihn an jungen Unternehmen reizt.

 

Food.de: Der Online-Supermarkt food.de liefert den Wocheneinkauf nun auch in München aus. Bislang werden 27 deutsche Städte beliefert, darunter Berlin, München, Köln und Frankfurt am Main. In Kürze soll das Angebot auf ganz Deutschland ausgeweitet werden.


Karstadt: Visa-Karteninhaber können bald in den Karstadt-Filialen nicht nur kontaktlos mit der Visa-Karte, sondern auch per Smartphone bezahlen. Dafür werden 3.400 neue Kontaktlos-Terminals eingesetzt, die die NFC-Technik nutzen und das kontaktlose Bezahlen mit V PAY möglich machen. Der Handel


Spreadshirt: Spreadshirt launcht einen touch-optimierten T-Shirt-Designer für Tablets. Das neue Tool zielt vor allem auf die wachsende Zahl von Konsumenten, denen vor der Glotze langweilig ist. die zeitgleich zum Fernseher einen Second Screen nutzen. Hier kann man das gute Stück am Desktop testen.


Digitale Welt:

eBay Now: Falls Sie immer schon mal wissen wollten, wie es einem Boten ergeht, der per eBay Now Kondome, Toilettenpapier und allerlei andere Dinge eiligst ausliefert: Fast Company hat es aufgeschrieben.


Mastercard:
Kreditkartenanbieter Mastercard dient den Briten nun das Online-Bezahlsystem Masterpass an. Nach einem erfolgreichen Start ist mit einer europaweiten Umsetzung des Systems, das quasi Online-Bezahlung per One-Klick ermöglicht, zu rechnen. Das System lässt sich im Verbund mit NFC oder QR-Codes auch im Laden nutzen.  TheNextWeb


Digitales Wissen:

Leistungschutzrecht: etailment dürfen Sie auch nach dem 1. August (dann gilt das Leistungsschutzrecht) gerne in Ausschnitten zitieren, wenn Sie die Quelle verlinken. Drei Sätze plus Überschrift und Vorspann halte ich für eine gute Richtschnur. Bei längeren Textübernahmen fragen Sie einfach nach. Auch eine einfache Nutzung unseres RSS-Feeds bleibt erlaubt, solange Sie diesen nicht für ein Bezahlangebot nutzen.


Pure Player:
Die Pure Player erreichen hierzulande einen Anteil von 35,4 Prozent am Online-Handel und könnten bis 2017 über 40 Prozent für sich beanspruchen. Das sagt der Branchenreport „Online-Handel 2013“ des IFH Köln.  Die stationären Händler Online erreichen derzeit 29,3 %. Online-Katalogversender kommen auf knapp 24 Prozent Online-Anteil. etailment


Digitale Trends & Fakten:

Payment:
Zahlen Sie einfach mit Ihrem guten Namen. Gestern. Zahlen Sie einfach mit einem Lächeln. Morgen. Per Gesichtserkennung. Uniqul arbeitet an einer entsprecheden Technologie. Das Video erklärt die Technologie der Finnen.

Zahl des Tages: Drei Viertel aller Internetnutzer sind bei Sozialen Medien angemeldet. Bei den Nutzern zwischen 50 und 64 Jahren sind gut zwei Drittel bei mindestens einem der Dienste angemeldet. Die Zahlen nannte der Branchenverband Bitkom.


Grafik des Tages: Infographic: The Art of getting Retweets


Lesetipp des Tages: Über versteckte Einstellungen beim iPhone und über die Unsitter erschlichener Zustimmungen von Kunden anderer Websites. Mit frappierenden Beispielen und wichtigen Learnings.: The Slippery Slope via Markus Angermeier

 

Beliebtester Beitrag am Vortag: Mit der App nicht nur kleine Brötchen backen

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