Kurz vor 9: Wal-Mart startet Online-Preisvergleich, Spreadshirt im Plus, Strauss, Trbo, bvh, Design3000, Buchhandel, Facebook

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 26. März 2014 |

Wal-Mart: Stellen Sie sich vor, Sie kaufen bei Media-Markt im Laden eine Waschmaschine, checken dann nochmal den Preis und stellen hinterher fest, es hätte sie bei Elektronik Schmitz um die Ecke günstiger gegeben - weil Media-Markt ihnen beim Preisvergleich geholfen hat. Ein Unding? Ein dolles Ding. Denn mit "Savings Catcher" hat Wal-Mart ein Online-Preisvergleichs-Tool aus der Taufe gehoben, mit dem Kunden den Preis eines Produktes bei der Handelskette mit dem Preis in lokalen Supermärkten vergleichen können. Kunden geben nach dem Kauf bei Wal-Mart in dem Web-Tool die Quittungs-Nummer ein. Findet das System einen günstigeren Preis bei einem lokalen Mitbewerber, erstattet Wal-Mart die Differenz. Das System vergleicht aber nur stationäre Preise und nicht Online-Angebote. Sortimente wie Elektronik sind im System gegenwärtig nicht hinterlegt.  Tampa Bay

Kurz vor 9:  Wal-Mart startet Online-Preisvergleich


Jetzt lesen: Facebook kauft Datenbrillen-Hersteller Oculus für 2 Milliarden Dollar, Spreadshirt legt ordentlich zu.


Strauss:
Die angeschlagene Handelskette Strauss Innovation will bis zum Sommer 17 ihrer insgesamt 96 Filialen schließen und 200 Mitarbeiter entlassen. Es soll zudem derzeit ernsthafte Interessenten für die Kette geben, die Ende Januar ein Schutzschirm-Verfahren beantragt hatte. Wiwo

Spreadshirt: 72 Millionen Euro Umsatz machte Spreadshirt 2013, plus 10,4 Prozent. Das Wachstum geht vor allem auf das Konto des Nordamerika-Geschäfts (28,3 Millionen Euro Umsatz). In Deutschland legte Spreadshirt im 16 Prozent zu. Insgesamt orderten die Kunden 3,3 Millionen Produkte – ein Wachstum von 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das einstmals anvisierte Ziel von 100 Millionen Euro liegt damit aber weiter in der Ferne.

Start-ups:
Am 2. und 3. April 2014 bringt der Workshop-Kongress bvh 2.014 in Hamburg wieder die  Praktiker des E- Commerce zusammen. Dann wird auch der Innovationspreis bvh Rising Star an ein erfolgreiches Jungunternehmen vergeben. Die drei Finalisten sind in diesem Jahr der Technikservice-Dienstleister Einfach machen lassen, die Datenanalysten Minubo und Softwareanbieter Omq. Im vergangenen Jahr ging der Preis an die Retouren-Plattform Returbo.

Design 3000: Saatchi & Saatchi hat für Design 3000 den Webshop überarbeitet. Ziel: Mehr Gefühl, mehr Übersicht. Ergebnis: Silder und Kacheloptik. Einen neuen Slogan gibt es auch: "Für die Helden des Schönen". Der Bereich Möbel und Kleinmöbel wird zudem ausgebaut.


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Buchhandel: Schon 2020 könnte jeder zweite Euro im Buchhandel im Web ausgegeben werden. Das glaubt die GfK. Derzeit hat Online einen Marktanteil von 31%. Den Umsatz mit E-Books beziffert die GfK zudem auf 163 Millionen Euro für 2013 (plus  60%). Rund 9% der Deutschen besitzen einen E-Reader. 43% einen Amazon Kindle, Tolino (12%), Sony Reader und Trekstor-Geräte (je 11%). Buchreport


Lieferando: Der niederländische Lieferdienst Takeaway.com (Lieferservice.de) soll für 50 Millionen Euro den Mitbewerber Lieferando übernommen haben. Deutsche-Startups

Digitale Welt:


Amazon: Für knapp 9 Millionen Pfund kauft sich Amazon beim britischen Logistiker Yodel ein. Amazon hält damit 4,2 Prozent. Yodel, einer der größten britischen Paketzusteller, gilt aber als Lieferdienst mit dem schlechtesten Service auf der Insel. The Digital Reader


Wal-Mart: 1000 Mitarbeiter im  Hauptquartier von Wal-Mart Labs in San Bruno, 500 Mitarbeiter im neuen Office in Sunnyvale (bald sollen es 1000 werden) und Teams in Bangalore, San Diego, und Portland. So sieht  es, wenn es ein Handeslriese mit dem Wandel zum digitalen Unternehmen ernst meint. Mercury News


CheckRobin:  Checkrobin will in Österreich Warentransporte in Privat-PKWs vermitteln. Die Plattform funktioniert nach dem Muster der Mitfahrzentralen. Bei dem Dienst sind mittlerweile fast 8.000 Fahrer registriert. Location Insider


Digitale Praxis:

Trbo: Das Münchner Start-up trbo will Online-Shops helfen, Kunden über individualisierte und emotionale Anreize in Echtzeit anzusprechen. Basierend auf Userdaten und externen Informationen, wie der Wetterlage sollen Algorithmen passende Angebote oder auch Coupons anzeigen. NICKI`S, Expert, Shave-Lab und Boomstore haben das bereits getestet.


Google Glass: EBL, Ehrhardt + Bomag Logistics, will Google Glass nutzen, damit Mitarbeiter beispielsweise direkt über die Datenbrille den Lagerbestand abfragen können. Erste Tests laufen. MM Logistik

Digitales Wissen:

Mobile Payment: 65 Prozent der deutschen Internet-Nutzer besitzen heute bereits ein Smartphone.  Und jeder Dritte nutzt dieses bereits zum Einkaufen. Dabei handelt es sich zumeist um Online-Shopping, nur 2,4 Prozent der Smartphone-Nutzer haben schon einmal mit dem Mobiltelefon vor Ort im Geschäft bezahlt –. Das könnte sich in Zukunft ändern. So zeigt mit 46 Prozent fast die Hälfte der Smartphone-Nutzer Interesse am mobilen Bezahlen. Das sagt eine Sonderauswertung der 37. W3B-Studie, für die das Hamburger Marktforschers Fittkau & Maaß rund 85.000 Internet-Nutzer befragt hat.


Facebook: Von 0 auf 2 Milliarden Dollar in knapp eineinhalb Jahren. Im Herbst 2012 auf der  Crowdfunding-Plattform Kickstarter angeschoben, geht Oculus nun für eben diesen Betrag an Facebook. Das kalifornische Unternehmen Oculus VR baut Videobrillen (Oculus Rift), mit denen man in 3D in virtuelle Welten eintauchen kann. Tests zeigen faszinierende Resulate. Ein marktreifes Modell gibt es aber noch nicht. Dabei wird es in Zukunft aber nicht nur um Videospiele gehen. "After games, we're going to make Oculus a platform for many other experiences. Imagine enjoying a court side seat at a game, studying in a classroom of students and teachers all over the world or consulting with a doctor face-to-face -- just by putting on goggles in your home", schreibt Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zur Übernahme. Vielleicht stöbern wir mit der Brille ja eines Tages auch von daheim im virtuellen Supermarkt. Re/Code


Candy Crush: Der Spieleentwickler King hofft auf 500 Millionen US-Dollar bei seinem Börsengang. Der  Ausgabepreis liegt der Aktien liegt bei 22,5 US-Dollar, die Bewertung aber damit bei 7,1 Milliarden US-Dollar. In petto hat King aber im Grunde derzeit nur die Spiele-App Candy Crush. WSJ


Digitale Trends & Fakten:


Zahl des Tages: Marketer gehen lieber auf Nummer sicher. Auf die Frage, wie der erfolgreiche Marketer von morgen (in zwölf Monaten) aussehen könnte, erklärte mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent), dass dieser mehr Risikobereitschaft zeigen sollte. 45 Prozent wünschten sich zudem, selbst risikofreudiger zu handeln. Bezüglich neuer Technologien sind Marketer dagegen eher zurückhaltend. So gaben 65 Prozent an, dass sie neue Technologien erst dann nutzten, wenn diese zu Mainstream-Tools geworden sind. Zu diesem Ergebnis kommt die Adobe-Studie "Digital Roadblock: Marketers Struggle to Reinvent Themselves" (pdf), zu der Adobe mehr als 1.000 Marketing Professionals in den USA befragt hat.


Grafik des Tages: Die wertvollsten Start-ups der Welt? Da ist auch Zalando mit dabei. (Grafik Statista)

start-ups

 

Beliebtester Beitrag am Vortag: Was man von Amazon lernen kann (II): Beginne beim Kundenproblem

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